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Vigo ist eine bedeutende Hafen- und Industriestadt im äußersten Nordwesten Spaniens (Geographische Koordinaten: 8 42,0' westliche Länge, 42 13,0' nördliche Breite).
Vigo breitet sich über eine Fläche von 109,1 km² aus.
Vigo liegt in der Provinz Pontevedra innerhalb der Autonomen Region (Comunidad Autónoma) Galicien (Galicia) und an der nach der Stadt benannten über 30 km langen Ría de Vigo am Atlantischen Ozean. Vigo hatte am 2004 292.059 Einwohner, unter Einbeziehung der Vororte 420.672 Einwohner. Damit ist es die größte Stadt Galiciens. Vigo ist Hochschulstandort und beherbergt die Universidade de Vigo.
Wirtschaft und Verkehr
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Vigo verfügt über einen der größten natürlichen Häfen Spaniens und ist Standort der größten Fischereiflotte des Landes. Der Hafen von Vigo hat bei der Versorgung mit Meeresprodukten für den menschlichen Verzehr die weltweit größte Bedeutung. Vigo ist zum Sitz der künftigen europäischen Agentur für Fischfang gewählt worden.
Die Stadt ist über den auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Redondela liegenden Flughafen Peinador per Flugzeug erreichbar. Die Fluggesellschaften Air Europa , Air France, Iberia und Spanair verbinden den internationalen Flughafen von Vigo-Peinador mit Direktflügen (mehrmals täglich) nach Barcelona, Bilbao, Madrid, Paris-Charles de Gaulle, (einmal täglich, mehrmals wöchentlich oder wöchentlich) Alicante, Gran Canaria, Malaga, Palma de Mallorca, Sevilla und Tenerife Sur.
Geschichte
Vigo ist von den Römern gegründet (
Vicus) worden. Vicus diente vermutlich als Sprungbrett für
Julius Caesars Feldzug in Britannien. Die spätere mittelalterliche Siedlung befand sich am Fuße des Berges O Castro und schloß das heutige Altstadtviertel Berbés mit ein.
Ende des
10. Jahrhunderts fiel
Maurenherrscher Almanzor über die Stadt her, und erst 1170 konnte
Fernando II. (1157–1188) Vigo neu besiedeln. Ständige Raubzüge der
Normannen und die
Pest im
14. Jahrhundert (fast die gesamte Bevölkerung starb) setzten den Viguesen stark zu.
Nachdem
Karl V. (HRR) die Stadt 1529 mit Privilegien ausstattete, blühte Vigo vor allem durch den Südamerika-Handel auf. Kronpirat Sir Francis
Drake zerstörte das unbefestigte Vigo 1589 gründlich. 1619 plünderten türkische Piraten in der Ría de Vigo, danach bekam Vigo seine Stadtmauern.
1702 endete eine Seeschlacht zwischen einer spanisch-französischen Goldarmada und englisch-niederländischen Geschwandern mit einem Raubzug der siegreichen Engländer durch Vigo.
Napoleons Truppen marschierten 1808 in der Stadt ein, nach drei Monaten französischer Besatzung wurden sie von den tapferen Viguesen wieder vertrieben. Um 1840 lebten nur noch 5500 Menschen in Vigo.
Bereits 1853 erschien der Faro de Vigo, einer der ältesten Zeitungen Spaniens.
Sehenswürdigkeiten
- die Islas Cíes (drei der Ría de Vigo vorgelagerte Inseln). Von den drei Inseln sind nur die Illa do Norte und die sich südlich anschließende Illa do Faro mit der Fähre zu erreichen, für die kleinere Illa do Sur benötigt man ein eigenes Boot. Das 433 Hektar große Archipel ist ein beliebter Naherholungsgebiet mit herrlichen Stränden und Naturschutzgebiet, wo man nistende Möwen, Kormorane und Fischreiher beobachten kann.
- die Altstadt, das alte Fischerviertel Berbés und der Hafen
- Vigo besitzt den einzigen Zoo Galiciens. Der auf einem 240 m hohen Berg gelegende 45000m² große Parque Zoológico de Vigo, Vigozoo mit rund 600 Tieren (Löwen, Pumas, Schwarzbären, Bisons und Reptilien).
- die Rande-Brücke an einer Verengung der Ria
- der Castro, alte Festung von Vigo
- die Playa de Samil, der grösste Strand der Stadt
- die Einkaufsstrassen Príncipe, Urzáiz und Gran Vía.
Sport
Weblinks
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