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Wikipedia:Qualitätssicherung Die Diskussion über diesen Antrag findet auf der Qualitätssicherung/23. Juni 2006#Ruder-Artikel statt.
Hier der konkrete Grund, warum dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: Wurde aus mehreren Artikeln zusammengelegt. Eine Überprüfung überschneidender Inhalte oder Ausarbeitung der Unterschiede (Fachmann!) wäre wünschenswert. -- MdE 12:19, 24. Jun 2006 (CEST)


Der Vierer ist ein Ruderboot für vier Sportler, die Ruderer. Man unterscheidet drei Typen: Den Doppelvierer, den Vierer mit Steuermann und den Vierer ohne Steuermann.

Allgemein


Der Doppelvierer gehört zu den Skullbooten, wird also mit einem Skull angetrieben. Die Typen Vierer mit bzw. Vierer ohne sind hingegen Riemenboote. In Riemenbooten rudert der Schlagmann traditionell auf der Backbordseite, die weiteren Ruderplätze wechseln sich dann in der Anordnung der Riemen-Ausleger wechselseitg im Rhythmus auf steuerbord und backbord ab. Bei Renn-Vierern gibt es jedoch eine Variante: die „Italienische Riggerung“, die wie folgt aussieht: Wenn der Schlagmann auf backbord rudert, rudern die beiden folgenden Ruderer gemeinsam auf der Steuerbordseite, während erst wieder der Bugmann, zusammen mit dem Schlagmann, auf backbord rudert, also nach dem Prinzip A, B, B, A. Diese Anordnung soll das für Riemenboote typische Gieren, also die Neigung des Bootes beim jedem Schlag leicht zu einer Seite auszubrechen, eindämmen.

Typen


Doppelvierer

Bei dem Doppelvierer betätigen alle vier Sportler auf jeder Seite jeweils ein Ruder (Skull). Dadurch ist er wesentlich leichter zu lenken als Riemenboote und kommt in der Regel ohne Steuermann aus, bei den Junioren b (15/16 jahre) wird er jedoch in der Regel mit Steuermann gefahren. Im Gegensatz zu Riemenbooten kann die Mannschaft leicht das Gleichgewicht halten, weshalb der Doppelvierer auch sehr gerne zur Anfängerausbildung genutzt wird. Ein fortgeschrittener Ruderer genügt, um das Boot vor dem Kentern zu schützen. Der Doppelvierer ist die zweitschnellste Bootsklasse nach dem Achter.

Vierer ohne Steuermann

Rowing_-_USA_Lwt_4_%40_World_Champs_2003.jpgAls Vierer ohne Steuermann, auch Vierer ohne genannt, bezeichnet man ein Ruderboot, das mit vier Ruderinnen oder Ruderern gerudert wird, im Gegensatz zum Vierer mit Steuermann aber ohne Steuermann. Das Boot wird dabei in der Regel über eine eingebaute Fußsteuerung von einem der Ruderer gesteuert. Seit 1900 gehört der Vierer ohne Steuermann zum Programm der Olympischen Spiele, zusätzlich wird seit 1996 auch noch der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann auf Olympischen Spielen ausgetragen, dafür wurde jedoch der Vierer mit Steuermann aus dem Programm genommen.

Weil das Boot keinen Steuermann hat, fungiert im Vierer ohne der Ruderer im Bug als Bootsführer, dass heißt er ist für den Kurs des Bootes verantwortlich. Deshalb muss er sich auch ständig umdrehen, um die Fahrtrichtung des Bootes beobachten zu können, denn Ruderer sitzen entgegen der Fahrtrichtung im Boot. Um den Kurs des Bootes zu korrigieren, gibt der Bugmann dem Schlagmann im Heck des Bootes, welcher in der Regel das Fußsteuer bedient, Kommandos. Es gibt aber auch Varianten beim der Bugmann selbst das Fußsteuer hat und direkt bedient, im Rennrudersport ist dies aber wenig üblich.

Die Fußsteuerung besteht aus einem kleinen Steuerblatt am Heck des Bootes, mit dem das Boot über Schnüre gesteuert wird. Einer der Ruderer bedient das Steuer mittels eines speziellen, beweglichen Fußteils seines Stemmbretts, an dem sich die Ruderer bei jeden Ruderschlag abstoßen. In einem Ruderrennen steuert in der Regel ausschließlich der Schlagmann im Heck das Boot, wobei er den Kurs mittels des sich am Heck bildenden Kielwassers (Heckstrudel) kontrolliert.

Dass das nicht ganz so einfach ist, lässt sich immer wieder gegen Ende eines Ruderrennens mit steuermannslosen Booten beobachten. Im Endspurt verlieren die Schlagleute, aufgrund der Erschöpfung, hin und wieder die Kontrolle über ihr Boot und fahren aus ihrer Bahn heraus. Deshalb ist die „Italienische Riggerung“ im Vierer ohne sehr nützlich, da das Boot besser Kurs hält und nicht so stark zum Gieren neigt. Fußsteuerungen werden außer in Vierer ohne Steuermann noch im Zweier ohne Steuermann und im Doppelvierer verwendet, jedoch fast nie im Doppelzweier und nur selten im Gigboot.

Vierer mit Steuermann

Der Vierer mit Steuermann, auch Vierer mit genannt, bezeichnet ein Ruderboot mit vier Ruderinnen bzw. Ruderer und einem Steuermann/ -frau, im Gegensatz zum Vierer ohne Steuermann, der wie der Name schon sagt ohne Steuermann gerudert wird.

Der Vierer mit war von 1900 bis einschließlich 1992 olympisch und wurde 1996 aus dem Programm der Olympischen Spiele genommen und durch den Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann ersetzt. Seitdem wird der Vierer mit nur noch bei Ruderweltmeisterschaften außerhalb Olympischen Spielen und auf nationalen Regatten und Meisterschaften gerudert.

Literatur


  • Prof. Dr. Theodor Körner, Dr. Peter Schwanitz: Rudern, Sportverlag, Berlin (DDR) 1987, ISBN 3-328-00027-5
  • Dr. Wolfgang Fritsch: Handbuch für das Rennrudern, Meyer & Meyer Verlag, Aachen 1990, ISBN 3-89124-084-8
  • Dr. Wolfgang Fritsch: Das große Buch vom Rennrudern, Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2005, ISBN 3-89899-034-6

Siehe auch


Rudern | Muskelkraftbetriebenes Fahrzeug | Sportgerät

 

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