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Victoria Melita von Sachsen-Coburg und Gotha (* 25. November 1876 in Valletta (Malta); † 2. März 1936 in Amorbach) war als drittes Kind des Prinzen von Großbritannien und Irland, Herzogs von Edinburgh und Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha Alfred, Enkelin der englischen Königin Viktoria.

Victoria heiratete 1894 auf Vermittlung durch ihre Großmutter ihren Cousin väterlicherseits, den Großherzog von Hessen und bei Rhein Ernst Ludwig. Die so genannte Fürstenhochzeit fand im Kreise des Europäischen Hochadels in Coburg stand. Unter anderem waren Königin Viktoria von England, der Deutsche Kaiser Wilhelm II. und der spätere Zar Nikolaus II. von Russland Gäste. Aus der Ehe ging die gemeinsame Tochter Elisabeth (1895-1903) hervor. Elisabeth starb nach einer Reise zu ihrer Tante Alix, der letzten Zarin von Russland auf dem Rückweg in Skiersnowiece, Polen an Typhus. Im Mai des Jahres 1900 hatte Victoria Melita bereits eine Totgeburt eines Jungen gehabt, da sie während der gesamten Schwangerschaft nicht auf ihr Hobby, das Reiten, verzichtet hatte. Die nach diesen Schicksalsschlägen zerrüttete Ehe wurde 1901 geschieden. Es ging unter anderem das Gerücht um, daß Ernst-Ludwigs Homosexualität der eigentliche Auslöser gewesen sei.

1905 erfolgte in Tegernsee unter strenger Geheimhaltung nach russisch-orthodoxem Ritus Victorias, jetzt sich Victoria Fjodorovna nennend, zweite Heirat mit ihrem Cousin mütterlicherseits, dem russischen Großfürsten Kyrill Aleksandrovich Romanow. Sie hatten zusammen drei Kinder.

Während der russischen Revolution 1917 floh Victoria mit ihrer Familie nach Finnland, wo sie bis 1919 blieben. In den folgendnen Jahren lebte sie in Nizza und war gelegentlich in Coburg, ab 1925 wurde St. Briac-sur-mer in Frankreich ihr Wohnsitz.

Literaturempfehlungen: David Duff, Hessian Tapestry

Frau | Geboren 1876 | Gestorben 1936

Victòria Melita del Regne Unit | Princess Victoria Melita of Edinburgh and Saxe-Coburg-Gotha | Victoria Melita Saksi-Koburg | Victoria Melita van Saksen-Coburg-Gotha

 

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