VictorWeisskopft-LosAlamos.jpg Victor Frederick Weisskopf (* 19. September 1908 in Wien; † 21. April 2002 in Newton, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Physiker österreichischer Herkunft.
Weisskopf studierte in Wien und an der Universität Göttingen. Er stand in Verbindung zu Niels Bohr, Werner Heisenberg, Wolfgang Pauli und Erwin Schrödinger, mit dem er in Berlin arbeitete.
Weisskopf musste 1937 wegen seiner jüdischen Herkunft in die USA auswandern.
Während des Zweiten Weltkrieges beteiligte er sich auf Anfrage Robert Oppenheimers am US-Atombombenprogramm (Manhattan-Projekt). Er stand dabei im Zwiespalt zwischen der Entwicklung einer Massenvernichtungswaffe einerseits und der Angst vor einem Zuvorkommen in der Entwicklung der Atombombe durch Deutschland andererseits.
Er war im Jahr 1944 Mitbegründer der Federation of Atomic Scientists und sprach sich für eine zivile Nutzung der Kernenergie aus. Am 16. Juli 1945 war er Zeuge des ersten Atombombentests. Dieser prägte ihn nachhaltig und er beschloss, sich nicht mehr an der Entwicklung von Waffen zu beteiligen.
Nach dem Krieg wurde er Professor am Massachusetts Institute of Technology, für das er bis zu seinem Tod arbeitete.
Im Jahr 1956 erhielt er die Max-Planck-Medaille.
In den Jahren 1961–1965 war Weisskopf als Direktor des Europäischen Forschungszentrums CERN in Genf tätig.
Mann | US-Amerikaner | Physiker (20. Jh.)
Victor Frederick Weisskopf | Victor Weisskopf | Victor Weisskopf
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