Vertigo wurde 1958 von Alfred Hitchcock nach dem Roman Vertigo. Aus dem Reich der Toten (D'Entre les morts) von Pierre Boileau und Thomas Narcejac gedreht.
Scottie bekommt von seinem alten Schulfreund Gavin Elster (Tom Helmore) den Auftrag, dessen Frau Madeleine (Kim Novak) zu beschatten. Der Freund macht sich Sorgen um seine Frau, die scheinbar vom Geist ihrer Urgroßmutter Carlotta heimgesucht wird, die sich mit 26 Jahren das Leben genommen hat. Madeleine ist 26 und verspürt in den Momenten der Heimsuchung einen großen Drang sich ebenfalls umzubringen. Scottie und Madeleine verlieben sich ineinander, doch aufgrund seiner Krankheit kann er es nicht verhindern, dass sie sich von einem Turm stürzt.
Nach einigen Jahren trifft Scottie auf Judy (ebenfalls Kim Novak), die Madeleine verblüffend ähnlich sieht, charakterlich aber ganz anders ist. In einer Art Nekrophilie versucht er, einem modernen Pygmalion gleich, Judys Aussehen und Verhalten dem von Madeleine ähnlich zu machen. Zu Schluss erkennt er, dass er einem Komplott aufgesessen ist und fährt mit Judy zum Ort des vermeintlichen Selbstmords, um sie zu einem Geständnis zu zwingen. In der letzten Szene jedoch stürzt Judy aufgrund eines Unfalls vom Turm. Scottie hat damit seine Liebe endgültig verloren, ist jedoch von seiner Höhenangst befreit.
Zur visuellen Umsetzung des Schwindels wurde von Hitchcock hier das erste mal ein Effekt eingesetzt, der als Vertigo-Effekt in die Filmgeschichte einging und der noch heute eingesetzt wird. Hierbei fährt die Kamera von einem Objekt weg, während gleichzeitig auf das Objekt zugezoomt wird (oder andersherum). Der mittlere Bildbereich scheint sich nun viel schneller vom Zuschauer wegzubewegen als die Randbereiche. Dadurch entsteht eine seltsame Verschiebung, die, wird der Vertigo-Effekt schnell ausgeführt, die Illusion des Schwindels erzeugt. Bei langsamer Ausführung des Effekts, wie zum Beispiel in Michael Manns Heat, ist die Wirkung jedoch viel subtiler: man gewinnt lediglich den Eindruck "etwas" würde nicht stimmen.
Der Film wurde in einem technischen Verfahren namens Vistavision aufgezeichnet und Mitte der 90er Jahre aufwändig restauriert.
Es existieren drei deutsche Synchronfassungen, die alle drei bei der Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke, Berlin hergestellt wurden. Die erste entstand 1958 im Auftrag der Paramount zur deutschen Erstaufführung am 3. Februar 1959 (Buch: Christine Lembach, Dialogregie: Volker J. Becker). Die zweite Synchronisation (Buch: Hans Bernd Ebinger; Regie: Martin Grossmann) wurde 1984 anlässlich der Wiederaufführung im Verleih der Universal produziert (Universal hatte inzwischen die Rechte zahlreicher Paramount-Filme aufgekauft bzw übernommen). Die zweite Neusynchronisation entstand 1997 anlässlich der deutschen Kino-Aufführung der von Robert A. Harris und James C. Katz restaurierten Fassung (unter Verwendung von Ebingers Dialogbuch aus dem Jahr 1984; Dialogregie: Lutz Riedel. James Stewart wurde in den Synchronisationen von 1958 und 1984 von seiner langjährigen deutschen Standardstimme Siegmar Schneider gesprochen; in der Bearbeitung von 1997 übernahm Sigmar Solbach diesen Part. Die deutsche Originalversion von 1958 wurde am 21. Mai 1966 einmalig in der ARD ausgestrahlt (in s/w, da es zu dieser Zeit in Deutschland noch kein Farbfernsehen gab). Die zweite Synchronisation erschien in den 90er Jahren bei CIC auf VHS. Für die unterschiedlichen DVD-Auflagen und TV-Ausstrahlungen wird heute ausschließlich nurmehr die Synchro von 1997 verwendet. Die überflüssige und unpassende Modernisierung der Dialoge in beiden Neufassungen zerstört jedoch die Atmosphäre des Films. Die deutsche Originalversion von 1958 ist heute offiziell nicht mehr verfügbar, obwohl sie einzig dem Film auf Deutsch in kongenialer Weise gerecht wird.
Erst als der Film in den 80ern wieder in den Kinos aufgeführt wurde, bekam er die Würdigungen, die seinen Ruf aus heutiger Sicht bestimmen. 2003 erstellte die Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Filmschaffenden einen Filmkanon für die Arbeit an Schulen und nahm diesen Film in ihre Liste mit auf.
1996 – New York Film Critics Circle Award
Filmtitel | Filmtitel 1958 | Literaturverfilmung | US-amerikanischer Film | Thriller
Vértigu | Vertigo | Vertigo (film) | Vértigo (De entre los muertos) | Sueurs froides | Vertigo | La donna che visse due volte | Головокружение (фильм) | Studie i brott | Vertigo
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"Vertigo – Aus dem Reich der Toten".
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