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Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg ist ein Verkehrs- und Tarifverbund im Großraum der Metropolregion Nürnberg.

Ausdehnung


Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg umfasst den Regierungsbezirk Mittelfranken sowie Teile der Bezirke Oberfranken und Oberpfalz. In ihm sind die kreisfreien Städte Amberg, Ansbach, Erlangen, Fürth, Nürnberg und Schwabach Mitglieder, ausserdem die Landkreise Amberg-Sulzbach, Ansbach, Erlangen-Höchstadt, Forchheim, Fürth, Neumarkt in der Oberpfalz, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Nürnberger Land, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen sowie Teile des Kreises Bayreuth.

Teilbereich der Landkreise Bamberg, Donau-Ries, Eichstätt, Kelheim, Kitzingen und Regensburg befinden sich ebenfalls im Verbundgebiet, diese Kreise sind jedoch der Verwaltung des Verbundes nicht vertreten.

Der VGN ist damit der drittgrößte Verkehrsverbund in Deutschland und der größte in Bayern.

Verkehrsmittel


642110-7.jpg Verkehrsmittel im Verkehrsverbund sind vor allem die Regionalbahnen und S-Bahnen der Deutschen Bahn AG, die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse der VAG Nürnberg sowie zahlreiche Buslinien kommunaler und privater Verkehrsbetriebe.

Regionalbahnen

Die Deutsche Bahn AG betreibt das Schienennetz der R-Bahn Nürnberg mit Regionalbahnen und RegionalExpress-Zügen vor allem auf den Hauptstrecken sowie auf zahlreichen Nebenstrecken.

Eine Erweiterung des Regionalbahnnetzes nach Allersberg und Kinding wird mit der Eröffnung der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München angestrebt.

Die Regionalbahnlinien werden mit einem R und einer fortlaufenden Nummer, bei 1 im Westen beginnend im Uhrzeigersinn durchnummeriert, Nebenstrecken haben eine zweistellige Nummer, die sich an der Nummer der Hauptstrecke orientiert, von der sie abzweigen.

S-Bahnen

Die Deutsche Bahn AG betreibt die S-Bahn Nürnberg, die auf den drei Linien verkehrt.

Die Erweiterung des Nürnberger S-Bahn-Netzes nach Forchheim über Fürth und Erlangen befindet sich seit 2006 im Bau. Weitere Strecken nach Neumarkt und Ansbach sowie die Verlängerung der S-Bahn Nürnberg - Lauf nach Hartmannshof befinden sich in der Planungsphase.

Die einzelnen S-Bahn-Linien werden mit einem S und einer bei 1 beginnenden, fortlaufenden Ziffer bezeichnet. Die Strecke Nürnberg - Altdorf ist z.B. die Linie S2.

U-Bahn Nürnberg

Nürnberg_U-Bahn_DT2_Train.jpg Die Verkehrsaktiengesellschaft Nürnberg (VAG) ist Betreiber der Nürnberger U-Bahn, die zur Zeit auf 2 Linien in Nürnberg und Fürth verkehrt. Der Bau einer dritten Linie, die im automatischen Betrieb fahren soll, ist in vollem Gange, eine Eröffnung wird nach mehreren Projektverzögerungen für frühestens 2007 angestrebt. In Fürth wird über eine Verlängerung der Linie 1 bis in den Stadtteil Kieselbühl nachgedacht, die Realisierung ist aber eher fraglich.

Die Nummerierung erfolgt durch ein U mit einer aufsteigenden Ziffer, die bei 1 beginnt. Verstärkerlinien, die nur bestimmte Teilstrecken befahren, erhalten eine zweistellige Nummer, die sich an der Nummer der Hauptlinie orientiert. Die Linie Röthenbach - Flughafen wird also als U2 bezeichnet, die Verstärkerlinie Röthenbach - Ziegelstein trägt demnach die Nummer U21.

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Straßenbahn Nürnberg

Die VAG betreibt auch die Nürnberger Straßenbahn, die gegenwärtig auf 6 Linien im Stadtgebiet Nürnberg verkehrt. Das Straßenbahnnetz wurde in den letzten 30 Jahren vor allem im Rahmen des U-Bahn-Baus kontinuierlich verkleinert, mittlerweile wird auch wieder über den Neubau von Straßenbahnstrecken nachgedacht, so z.B. in den Stadtteil Kornburg oder im Norden Richtung Erlangen.

Die Straßenbahnen tragen als Liniennummern einzelne Ziffern, momentan die Nummern 4 bis 9.

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Buslinien im VGN

Busse sind die zahlenmäßig am meisten vertretenen Verkehrsmittel im VGN. Neben den Stadtverkehrssystemen in Nürnberg, Fürth, Erlangen, Neumarkt, Ansbach, Forchheim und Amberg verkehren verkehren zahlreiche Regionalbuslinien, die von der Omnibusverkehr Franken GmbH (OVF), in den Oberpfälzer Landkreisen auch von der Regionalbus Ostbayern GmbH (RBO) und deren privaten Auftragnehmern betrieben werden.

Systematik
Die Buslinien im VGN sind durchgehend nummeriert und dabei geographisch gegliedert. Der Nürnberger Stadtverkehr hat zweistellige Nummern (z.B. 30 ThonErlangen), alle anderen Linien im VGN tragen dreistellige Nummern, wobei die erste Ziffer jeweils einen großräumigen Teilbereich abdeckt und die zweite Ziffer sich dann nach Möglichkeit auf einen kleineren Teilbereich bezieht. Im Landkreis Neumarkt bzw. dem südöstlichen Verbundgebiet beginnen beispielsweise alle Linien mit 5xx, für den Stadtverkehr Neumarkt sind dann die Nummern 56x und 57x reserviert, also z.B. 563 Neumarkt Bahnhof - Altenhof.

Geschichte
Im Stadtgebiet Nürnberg betreibt die Verkehrsaktiengesellschaft Nürnberg (VAG) die meisten Linien, einige werden jedoch auch von privaten Omnibusbetrieben angeboten. Am 23. Januar 1923 hatte die Nürnberger Straßenbahn zur Erschließung der Vororte Röthenbach, Eibach, Reichelsdorf und Mühlhof von Schweinau aus mit sieben Bussen die ersten Linien eröffnet. Die ältesten Linien waren die 80 von Erlangen zur Jagdstraße in Nürnberg und die Linie 71 von Schweinau nach Mühlhof. Diese historischen Strecken werden im Prinzip noch heute betrieben: die Linie 30 fährt in Nachfolge der 80, die 61 in Nachfolge der 71. Lediglich der Ausgangspunkt verlagerte sich bei der 30 vom Friedrich-Ebert-Platz nach Thon und bei der 61 nach dem Ausbau der U-Bahn 1986 von Schweinau nach Röthenbach.

Ab 1925 erfolgte der systematische Ausbau des Nürnberger Busnetzes, das bereits 1929 auf 15 Linien angewachsen war. Die ersten Gelenkbusse fuhren 1961, behindertengerechte Busse mit Niederflurtechnik sind seit 1990 im Einsatz. Seit dem ersten Einsatz eines Erdgasbusses 1992 wuchs die Flotte dieses Typs auf 48 im Jahr 1998 an - damals die größte deutsche Erdgasbusflotte.

Am 31. Januar 1998 nahm in Nürnberg auch ein Nachtbusverkehr mit zunächst zwölf Linien den Betrieb auf. Allerdings verkehren die sogenannten Nightliner nur in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag. Das Liniennetz wurde bis 2003 ausgebaut und umfasst inzwischen neben Nürnberg auch Schwabach, Fürth, Erlangen sowie die Landkreise Fürth und Nürnberger Land.

Den Linienverkehr im Stadtgebiet Erlangen organisieren die Erlanger Stadtwerke AG (ESTW), die älteste Buslinie war die 1912 eröffnete Kraftpoststrecke nach Nürnberg, die 1925 von der Nürnberg-Fürther Straßenbahn übernommen wurde. Das Streckennetz wurde in den folgenden Jahren leicht ausgebaut, insbesondere Umlandgemeinden wurden durch weitere Postbusse angebunden. Der rein innerstädtische Busverkehr begann erst 1949.

Gesellschafter der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH


Die folgenden öffentlichen und privaten Unternehmen sind Gesellschafter im Verkehrsverbund:

Tarife und Fahrkartenangebot


Am 1. Juni 2006 unterzeichneten der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der VGN, die VAG Nürnberg sowie weitere Verkehrsverbünde und -unternehmen und Partnern aus der Industrie einen Vertrag zur Entwicklung eines E-Ticketingverfahrens. Ab Mitte Oktober 2006 können die Fahrgäste Einzel- und Tageskarten für die öffentlichen Verkehrsmittel mit ihrem Handy kaufen. Die Ermittlung der Tarifstufe soll für den Fahrgast entfallen. Zur Nutzung des Services wird ein Java-fähiges Mobiltelefon benötigt.

Geschichte des Verbundes


Am 27. September 1987 nahm der VGN seine Arbeit auf, einen Tag nach Inbetriebnahme der S-Bahn nach Lauf (links der Pegnitz). Seitdem wurde das Verbundgebiet kontinuierlich auf die heutige Größe erweitert. Als letztes traten am 1. September 2005 die südlichen Gemeinden des Landkreis Bayreuth bei, so dass der VGN heute flächenmäßig der drittgrößte Verkehrsverbund Deutschlands ist.

Zukunft


Im Laufe des Jahres 2006 soll der VGN bis Iphofen ausgedehnt werden, 2007 tritt der Landkreis Kitzingen dem Verbund bei. Beitrittsverhandlungen werden mit den Landkreisen Bayreuth und Bamberg sowie der Stadt Bamberg geführt, einzelne Gemeinden der beiden Kreise sind bereits Mitglieder.

Angestrebt wird ausserdem eine Mitgliedschaft der Gemeinde Kinding bzw. des Landkreises Eichstätt. Der Regionalbahnhof Kinding an der ICE-Strecke Nürnberg - München würde die Anbindung des Kreises Eichstätt und der südlichen Gemeinden des Kreises Neumarkt an den Großraum Nürnberg erheblich verbessern.

Weblink


Verkehrsverbund | Verkehr (Nürnberg)

 

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