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Ein Verkehrsflugzeug ist ein Flugzeug, das von Fluggesellschaften im öffentlichen Verkehr betrieben wird und dessen hauptsächlicher Einsatzzweck der kommerziell ausgerichtete Transport von Passagieren oder Frachtgut ist. Die Kapazität kann dabei von etwa vier Personen (kleine Geschäftsflugzeuge) bis zu einem mehrere hundert Personen fassenden Großraumflugzeug reichen.

Die in einem Verkehrsflugzeug vorhandene Ausstattung und der angebotene Komfort richtet sich nach der Art der Fluggesellschaft (siehe auch Billigfluggesellschaft) und der gebuchten Beförderungsklasse (First, Business und Economy).

Verkehrsflugzeuge sind mit einer Druckkabine ausgerüstet, um den Luftdruck im Inneren der Kabine auch in großen Flughöhen auf ein für Menschen normales Niveau halten zu können.

Ein Düsenverkehrsflugzeug ist ein von Strahltriebwerken angetriebenes Verkehrsflugzeug.

Geschichte


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Die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung von Verkehrsflugzeugen

  • 1932? Lockheed Orion - Schnellverkehrsflugzeug, erstes Verkehrsflugzeug mit Einziehfahrwerk

  • 1935 Douglas DC-3 - Standard-Verkehrsflugzeug, Sprung nach vorn in Bezug auf Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichtkeit

  • 1955 Sud Aviation Caravelle - erstes Kurzstrecken-Düsenverkehrsflugzeug mit am Rumpfheck angeordneten Triebwerken und einem „sauberen“ Tragflügel.

  • 1969 Boeing 747 ("Jumbo Jet") - Erster Großraumjet (Wide-Body); Sprung nach vorn in Bezug auf Größe und Reichweite

  • 1987 Airbus A320 - Erstes Verkehrsflugzeug mit Glascockpit, Fly-by-Wire-Steuerung und einem Sidestick statt einem Steuerhorn. Zudem erhöhte eine verfeinerte Computersteuerung die Wirtschaftlichkeit und verhinderte Pilotenfehler durch die Herausfilterung „falscher“ Steuerbefehle.

  • 2005 Airbus A380 - erstes Großraum-Verkehrsflugzeug mit zwei durchgehenden Passagierdecks übereinander (four-aisle), Einsatz von Kunststoffverbundmaterialien in so weitreichendem Umfang wie vorher noch bei keinem Verkehrsflugzeug, um Gewicht zu sparen und somit einen deutlichen Wirtschaftlichkeitsvorteil zu erreichen.

Hersteller


Der Markt der Verkehrsflugzeuge mit über 100 Sitzplätzen wird seit der Fusion der beiden amerikanischen Hersteller Boeing und McDonnell Douglas von zwei Anbietern in einem sog. Duopol bedient:

Im Bereich der sog. Regionalverkehrsflugzeuge mit 30 bis 100 Sitzplätzen bieten folgende Firmen Flugzeuge an, wobei die drei ersten den Markt klar dominieren:

Folgende Firmen haben ihre Tätigkeit im Zuge der immer stärkeren Konsolidierung des Flugzeugherstellermarktes seit Ende des 2. Weltkriegs als Entwickler neuer Verkehrsflugzeuge eingestellt bzw. entwickeln zur Zeit keine neuen Typen:

Regionalverkehrsflugzeug


Lufthansa.rj85.arp.jpg Unter einem Regionalverkehrsflugzeug versteht man ein kleineres Verkehrsflugzeug, das im sogenannten Regionalluftverkehr, also auf kurzen oder wenig gefragten Routen eingesetzt wird. Meist zielt das Angebot auf den hochpreisigen Sektor der Geschäftsreisenden, denn die Sitzkilometerkosten sind mit den Kosten der Billigfluglinien nicht konkurrenzfähig. Große Fluglinien lagern daher gern den Regionalverkehr in eine Tochtergesellschaft aus, um dem Kostendruck besser entgegnen zu können. Regionalflüge machen nämlich einen großen Anteil der Flugbewegungen aus, erbringen jedoch nur einen geringen Anteil der Sitzkilometer.

Es sind üblicherweise zwei Triebwerke montiert (Ausnahme: BAe 146), sowie bis zu 70, in manchen Definitionen auch bis zu 120 Sitzplätze. Ein Mittelgang trennt meist die Sitzanordnung 2+2, bei größeren Modellen auch 2+3 oder 3+3.

Von grundlegender Bedeutung ist die Art der Triebwerke. Im Regionalflugverkehr hat ein Turboprop einen deutlichen Geschwindigkeitsnachteil gegenüber den mit Strahltriebwerk betriebenen Regionaljets. Aktuelle Regionaljets erreichen Geschwindigkeiten, die denen von Mittelstreckenflugzeugen in nichts nachstehen, also über 700 km/h. Da es mittlerweile eine große Anzahl dieser Regional-Jets gibt (etwa die CRJ 200 der Bombardier oder die Regionaljets von Embraer), sah es eine Zeitlang so aus, als stünden die Flugzeuge mit Turboprop-Propeller-Motoren vor ihrem Ende. Angesichts steigender Treibstoff-Preise kündigte sich 2005 allerdings so etwas wie eine Renaissance des Turboprop-Antriebs an, was zu einer steigenden Nachfrage sowohl bei ATR als auch bei Bombardier (für die Q-Serie) führte.

Durch den Einbau von so genannten Active Noise Reduction-Systemen wurde zudem der Kabineninnenlärm der Propeller deutlich reduziert.

Ein Vorteil der Turbopropellermaschinen gegenüber den Regionaljets ist die deutlich kürzere Start- und Landestrecke, die sie für Flüge, von und zu kleineren Flughäfen interessant macht. Vergleichbare geringe Werte für Start- und Landestrecke erreichen bei den Regionaljets nur speziell für diesen Zweck entworfene Maschinen, so z.B. die BAe-146, auch Jumbolino genannt.

QC-Verkehrsflugzeug


Ein QC-Verkehrsflugzeug (QC aus dem Englischen für quick change, also Schnellumrüstung) ist die Bezeichnung für Verkehrsflugzeuge, die durch schnelles Umrüsten der Kabinenausstattung für Passagier-, Fracht- oder Postbeförderung eingesetzt werden können.

Siehe auch


Flugzeugtyp

Airliner | Avion de ligne | מטוס נוסעים | Aereo di linea | 旅客機 | 여객기

 

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