Weleda (auch: Veleda, Velleda; Veleda scheint ein Titel gewesen sein. Eventuell vom keltischen Wort Veleta, "Seherin", bzw. "sie, die sieht") war nach Tacitus (Hist., IV, 61, 65) eine zu den Hagedisen gehörende germanische Seherin oder Prophetin vom Stamm der Brukterer. Sie wohnte in einem hohen Turm an der Lippe im jetzigen Westfalen, nach anderen Angaben im Sauerland, wo sie am Ende der so genannten Veleda-Höhle gesessen haben soll. Der genaue Standort der Höhle ist umstritten; es gibt eine Veleda-Höhle in Bestwig am Ostenberg, nach einer anderen Version soll sich die Höhle am Istenberg bei Olsberg befunden haben. Sie entzog sich dem Anblick des Volkes, um größere Ehrfurcht einzuflößen, und antwortete den Ratsuchenden durch einen Auserwählten aus ihrer Verwandtschaft.
Sie förderte 69 n. Chr. durch ihre Voraussagen den Aufstand der Bataver unter Iulius Civilis und sagte richtig den Sieg der Bataver voraus. 70 n. wurde sie von dem römischen Feldherrn Petilius Cerealis um Unterstützung eines mit Civilis abzuschließenden Vergleichs angegangen. Nach der Unterdrückung der batavischen Revolte wurde Veleda 77 n. Chr. von den Römern gefangengenommen; sie starb wahrscheinlich in römischer Gefangenschaft.
In der frühgermanischen Zeit dürften inspirierte Frauen öfters den Rang einer Prophetin eingenommen haben. Auch in der Mythologie der Kelten gibt es Hinweise darauf (siehe auch Brigitta als Schutzherrin der Druiden).
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"Weleda (Prophetin)".
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