| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen von Velbert.jpg | Lage der Stadt Velbert in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf |
| Kreis: | Mettmann |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 230 m ü. NN |
| Fläche: | 74,9 km² |
| Einwohner: | 87.792 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1172 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 42549-42555 |
| Vorwahlen: | 02051-02053 |
| Kfz-Kennzeichen: | ME |
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 58 032 |
| Stadtgliederung: | 3 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Thomasstr. 1 42551 Velbert |
| Website: | www.velbert.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@velbert.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Stefan Freitag (parteilos) |
Velbert liegt auf den Höhen des Bergischen Landes und wird auch Herz des Niederbergischen Landes genannt. Es liegt circa 230 Meter über dem Meer (Höchster Punkt: 303 Meter (Hordtberg sowie Fettenberger Weg), niedrigster Punkt: circa 80 Meter (Ortsausgang Langenberg Richtung Kupferdreh). Der höchste Punkt in Velbert Mitte ist 263 Meter über NN (er befindet sich an der Ecke Friedrichstraße/Langenberger Straße).
Die Stadt Velbert gliedert sich in die drei administrativen Stadtteile Velbert-Mitte, Neviges und Langenberg.
Historisch gibt es zahlreiche Stadtbezirke: darunter Birth, Losenburg, Am Berg, Nordpark, Langenhorst, Rützkausen, Obere Flandersbach, Kostenberg und Hefel (Mitte); Nierenhof, Ober-Bonsfeld, Frohnberg, Hopscheiderberg (Langenberg); Tönisheide, Siepen, Pöthen, Kuhlendahl, Nordrath (Neviges).
Birth liegt im Westen der Stadt, grenzt an die Nachbarstadt Heiligenhaus und reicht nach Osten hin bis zum Grüngürtel auf dem Tunnel der Autobahn 44. Im Norden schließt sich der Stadtbezirk Losenburg an; im Süden der Stadtbezirk Am Berg. Dieser Stadtbezirk befindet sich auf einer Höhe von etwa 150 bis 250 Metern über NN und ist mit einer Einwohnerzahl von zurzeit etwa 6.300 auf einer Fläche von circa einem Quadratkilometer relativ dicht bevölkert. Dementsprechend findet man vorwiegend Hoch- und Mehrfamilienhäuser vor und nur wenige Straßenzüge mit Einfamilienhäusern. Im Nordwesten Births schließt sich jedoch die „Grüne Insel“ an, die aus einer Schrebergartenanlage, einigen Bauernhöfen sowie Wiesen und Feldern besteht.
Die erste urkundliche Erwähnung Velberts geht auf das Jahr 875 zurück; der Name lautete damals „Feldbrahti“, was sich mit „brachliegendes“ oder „frisch gerodetes Feld“ übersetzen lässt. Um das Jahr 1000 entstanden mit der Kapelle der Heiligen Ida an der Stelle der heutigen Alten Kirche Velberts und der Kapelle der Heiligen Margarethe in Windrath die ersten Kirchbauten in Velbert. 1220 wurden Langenberg und Neviges erstmalig in Urkunden erwähnt, 1326 der „Offers“ in Velbert.
1354 fand der Verkauf der Herrschaft Hardenberg an den Grafen von Berg und Ravensberg statt. Spätestens seit dem Beginn des 14. Jahrhunderts gab es Bergbau in Velbert. Im Jahre 1560 erfolgte die Einführung der Reformation, 1589 tagte die erste Bergische Synode in Neviges, 1681 wurde Neviges ein katholischer Wallfahrtsort. 1769 fand in Velbert-Mitte die feierliche Einweihung der Evangelischen Kirche statt.
Ab dem 18. Jahrhundert wurde Velbert ein bedeutender Standort der Schloss- und Beschlägeherstellung und blieb es bis heute. 1802 erfolgte in Langenberg die Fertigstellung der ersten steinernen Synagoge im Bergischen Land. Im Jahre 1847 erfolgte die Eröffnung der Prinz-Wilhelm-Eisenbahn, die Langenberg beziehungsweise Neviges mit Steele und Vohwinkel verbindet.
1849 erschien in Langenberg mit dem „Zeitungs-Boten“ die erste lokale Zeitung. 1851 eröffnete die erste Eisengießerei und 1861 wurde die erste Dampfmaschine aufgestellt. 1888 erfolgte der Anschluss von Velbert an das Eisenbahnnetz. 1913 fand die Grundsteinlegung zum Langenberger Bürgerhaus statt und 1927 ging der Sender Langenberg in Betrieb. 1968 wurde die neue Wallfahrtskirche in Neviges fertiggestellt.
Im Zuge der nordrheinwestfälischen Gemeindereform schlossen sich am 1. Januar 1975 die ehemals unabhängigen Städte Langenberg, Neviges und (Alt-)Velbert zur Stadt Velbert zusammen.
Velbert besitzt eine evangelische Mehrheit; Losenburg ist der einzige Stadtteil, in dem überwiegend Katholiken wohnen. In Velbert befindet sich das Diakonissen-Mutterhaus Bleibergquelle.
Bis in das 19. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl von Velbert durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte nur langsam. Durch die nun beginnende Industrialisierung wuchs die Bevölkerung der Stadt sehr schnell. Lebten 1840 erst 758 Menschen in Velbert, so waren es 1900 bereits 17.000. Bis 1961 stieg die Einwohnerzahl auf über 50.000.
Am 1. Januar 1975 erreichte die Bevölkerungszahl von Velbert durch die Eingemeindung von Neviges (24.932 Einwohner 1974) und Langenberg (15.367 Einwohner 1974) mit 97.021 ihren historischen Höchststand. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Velbert nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 87.792 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1. Dezember 1840 ¹ | 758 |
| 3. Dezember 1855 ¹ | 1.180 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 7.050 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 8.800 |
| 1. Dezember 1885 ¹ | 10.588 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 13.932 |
| 2. Dezember 1895 ¹ | 16.604 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 16.691 |
| 1. Dezember 1905 ¹ | 19.730 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 23.134 |
| 1. Dezember 1916 ¹ | 21.102 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 5. Dezember 1917 ¹ | 21.277 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 24.306 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 25.707 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 29.699 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 31.903 |
| 31. Dezember 1945 | 35.353 |
| 29. Oktober 1946 ¹ | 36.200 |
| 13. September 1950 ¹ | 41.421 |
| 25. September 1956 ¹ | 47.559 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 51.512 |
| 31. Dezember 1965 | 55.380 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 27. Mai 1970 ¹ | 55.411 |
| 31. Dezember 1975 | 95.942 |
| 31. Dezember 1980 | 93.056 |
| 31. Dezember 1985 | 88.403 |
| 25. Mai 1987 ¹ | 87.366 |
| 31. Dezember 1990 | 89.253 |
| 31. Dezember 1995 | 89.786 |
| 31. Dezember 2000 | 89.782 |
| 30. Juni 2005 | 87.792 |
Seit der Kommunalwahl am 26. September 2004 hat der Rat der Stadt Velbert 58 Mitglieder, die sich auf 6 Fraktionen verteilen; die zwei Mitglieder der PDS sind fraktionslos. Es ergibt sich folgende Sitzverteilung:
CDU: 22 SPD: 17 Velbert anders: 7 Bündnis 90/Die Grünen: 4 Stadtteile VORAN: 3 FDP: 3 PDS: 2
Vorsitzender des Rates und Leiter der Verwaltung ist der hauptamtliche Bürgermeister Stefan Freitag (parteilos). Er wird durch die hauptamtlichen Beigeordneten vertreten, die der Rat jeweils für die Dauer von acht Jahren wählt.
Der hauptamtliche Bürgermeister wird bei seinen repräsentativen Aufgaben vom ersten stellvertretenden Bürgermeister Bernd Tondorf (CDU) und vom zweiten stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Werner (SPD) unterstützt.
Bürgermeister von Velbert seit 1975:
Das alte Wappen stammt aus dem Jahre 1882 und war bis zur nordrhein-westfälischen Gemeindereform am 1. Januar 1975 gültig. Es zeigt den (limburgischen) Löwen der Grafen und späteren Herzöge von Berg. Die Schlüssel stehen als Zeichen für das in Velbert alteingesessene Schlosserhandwerk.
Darauf verweist auch das neue Wappen, das seit dem 1. Januar 1975 für die aus dem alten Velbert und den ehedem selbständigen Städten Neviges und Langenberg zusammengefasste neue Stadt Velbert gültig ist. Das Eichenlaub nimmt dabei heraldisch auf die Langenberger Eiche, der Schlüsselbart auf das Nevigeser Wappen der Herren von Hardenberg Bezug.
Seit 1965 befindet sich Velbert in einer Städtepartnerschaft mit dem französischen Châtellerault, seit 1966 mit dem britischen Corby. Im Jahre 1979 schlossen sich diese drei Städte zu einer seltenen Dreierpartnerschaft zusammen. Velbert verbindet eine freundschaftliche Beziehung mit Hacıbektaş in der Türkei und dem griechischen Thesprotias.
Das zentrale Theater der Stadt befindet sich im Forum Niederberg, dem kulturellen Mittelpunkt Velberts. Darüber hinaus befinden sich städtische Bühnen im Bürgerhaus Langenberg und im Theater am Schloss Hardenberg in Neviges.
In der Christuskirche finden regelmäßig Konzerte der Kantorei Velbert statt.
Das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum im Forum Niederberg ist in seiner Art einzigartig in Deutschland. Mit Ausstellungsstücken aus fünf Jahrtausenden wird erzählt, mit wieviel Erfindungsgabe die Menschen aller Epochen versuchten, sich und ihre Habe vor diebischen Eindringlingen zu schützen.
Industriell bekannt ist Velbert als Zentrum der Herstellung von Schlössern und Beschlägen. Hauptsächlich werden diese in mittelständischen Unternehmen erzeugt.
Im Bereich des Landgerichtes Wuppertal ist das Amtsgericht Velbert für die Gemeinden Velbert und Heiligenhaus zuständig.
Auch Velbert ist von der eingebrochenen Metallindustrie durch ansteigende Arbeitslosigkeit betroffen, eine Arbeitslosenquote von 10,9 Prozent (Juli 2005) stellt jedoch im Vergleich zum Umland einen niedrigen Stand dar. Insbesondere die Schließung großer Gießereien in den 1990er Jahren führte zum Anstieg.
Größtes Krankenhaus der Stadt ist das aus dem Städtischen Krankenhaus Velbert hervorgegangene Klinikum Niederberg, das über medizinische Abteilungen für Kardiologie, Gastro-Enterologie, Chirurgie, Urologie, Pädiatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Psychiatrie und Psychotherapie verfügt. 1978 erbaut wird es heute durch den Zweckverband Velbert-Heiligenhaus unterhalten; in der Psychiatrie kommt ihm die Regionalversorgungspflicht für die Städte Velbert, Heiligenhaus und Wülfrath zu. Das Klinikum Niederberg ist an die Universität Essen angeschlossen.
Daneben besteht in Langenberg ein Fachkrankenhaus für Suchterkrankungen. Die in Neviges befindliche Zweigstelle der Antonius-Klinken Wuppertal ist auf die Geriatrie spezialisiert.
Velbert ist im Schienenpersonennahverkehr montags bis freitags alle 20 Minuten sowie samstags und sonntags alle 30 Minuten durch die S 9 Haltern am See – Bottrop – Essen – Velbert-Langenberg – Wuppertal erschlossen, die gerade für Berufspendler sehr attraktiv ist. Velbert Mitte selbst besitzt seit den 1960er Jahren keinen Bahnanschluss mehr. In den Empfangsgebäuden Velbert West und Velbert Hauptbahnhof an der ehemaligen Strecke Wülfrath – Velbert – Heiligenhaus – Kettwig vor der Brücke befinden sich heute Gaststätten, der Bahnhof Velbert-Tönisheide existiert nicht mehr. Der Bahnhof Neviges wurde 2003 beim S-Bahn-Ausbau verlegt, um einen besseren Busanschluss zu gewährleisten.
Bis in die 1950er Jahre besaß Velbert mehrere Straßenbahnlinien. In Velbert trafen sich die Linien aus Essen-Werden über Heidhausen, aus Neviges, Wülfrath und aus Hösel über Heiligenhaus. Heute existieren einige Busverbindungen, die zum Teil Velbert mit umliegenden Städten verbinden, darunter zwei Schnellbuslinien nach Essen, Wuppertal und Heiligenhaus. Am Wochenende verkehren Nachtexpresslinien von Essen und Wuppertal und zwischen den drei Ortsteilen Velberts.
Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
In den 1980ern Jahren wurde unter massivem Aufwand mit dem Tunnel Birth und der Talbrücke im Hefel ein etwa sieben Kilometer langes Teilstück der als DüBoDo bekannten A44 auf Velberter Stadtgebiet gebaut. Bis heute ist dieses Teilstück nicht, wie geplant an die A3 im Westen (als vordringlicher Bedarf eingestuft) und A43 im Osten (kein Bedarf), an das Autobahnnetz angeschlossen. Das Ostende der A44 geht seit Dezember 2005 von der Anschlussstelle Langenberg nahtlos in die B227 nach Essen-Kupferdreh bis zur Ruhrallee autobahnähnlich ausgebaut über. Bereits seit 1991 besteht vom Dreieck Velbert-Nord ein autobahnähnlicher Ausbau der B224n zur A46 im Autobahnkreuz Sonnborn in Wuppertal mit Anschlüssen in Velbert-Mitte und Tönisheide. In Velbert kreuzen sich die Bundesstraßen B224 (Solingen - Wuppertal-Vohwinkel - Velbert - Essen - Dorsten - Raesfeld) und die B227 (Ratingen-Breitscheid - Ratingen-Hösel - Heiligenhaus - Velbert - Essen - Gelsenkirchen). Von Essen aus kommend wird die B224 autobahnähnlich östlich am Stadtkern von Velbert-Mitte nach Wuppertal weiter geführt. Wichtigster Verkehrsknotenpunkt in Velbert ist der Willi Brandt Platz, wo sich mehrere mehrspurige Straßen treffen. Außerdem ist die Bushaltestelle "Velbert Willi Brandt Platz" eine der wichtigsten der Stadt.