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Eine Vektorgrafik ist ein zwei- oder dreidimensionales Computerbild, das aus grafischen Primitiven wie Linien, Kreisen und Polygonen zusammengesetzt ist.

Um beispielsweise das Bild eines Kreises zu speichern, benötigt eine Vektorgrafik zumindest zwei Werte: die Lage des Kreismittelpunkts und den Kreisdurchmesser. Neben den intrinsischen Parametern (Form und Position) der Primitiven werden eventuell auch die Farbe, Strichstärke, diverse Füllmuster und weitere das Aussehen bestimmende Daten angegeben.

Eigenschaften


| Zeichen 224.svg || Zeichen 224 20px.png |- | Zeichen 224.svg || Zeichen 224 20px.png |- | Zeichen 224.svg || Zeichen 224 20px.png |- | Vektorgrafik || Rastergrafik |- | colspan=2 | Vektorgrafiken lassen sich ohne Qualitätsverlust beliebig skalieren.

Vektorgrafiken können im Gegensatz zu Rastergrafiken ohne Qualitätsverlust stufenlos skaliert und verzerrt werden, etwa mittels homogener Koordinaten. Außerdem bleiben bei Vektorgrafiken die Eigenschaften einzelner Linien, Kurven oder Flächen erhalten und können auch nachträglich noch verändert werden.

Vektorgrafiken sind ungeeignet für die Darstellung von komplizierten Bildern wie Fotos, da diese sich kaum mathematisch modellieren lassen. Im Extremfall müsste jeder Bildpunkt durch eine Fläche wie etwa ein Quadrat modelliert werden, wodurch der Nutzen der Vektorgrafik verloren ginge.

Heutige Bildschirme werden ausschließlich mit Rastergrafiken angesteuert. Daher müssen Vektorgrafiken vor der Ausgabe umgewandelt werden; dies nennt man Rasterung. Ein vektororientiertes Ausgabegerät ist der Plotter.

Die Erstellung von Vektorgrafiken erfolgt meist mittels eines Zeigegeräts oder direkt mit einer Auszeichnungssprache. Rastergrafiken können mit gewissen Einschränkungen in Vektorgrafiken umgewandelt werden (Vektorisierung).

Anwendungen


Grafikanwendungen

2D- und 3D-Vektorgrafiken finden in CAD-Programmen Verwendung, etwa zum technischen Zeichnen. Zur Erstellung von 2D-Vektorgrafiken (Illustrationen oder Cliparts) können vektorbasierte Zeichenprogramme verwendet werden. 3D-Modellierungswerkzeuge erzeugen 3D-Vektorgrafiken für Szenen im Rahmen der 3D-Computergrafik.

Beispiele für Programme, die vektor- und pixelbasierte Funktionen vereinen, sind SuperPaint (1986), Leonardo ST (1990) oder ThouVis, ebenso wie viele Präsentationsprogramme.

Seitenbeschreibungssprachen

Vektorgrafiken erlauben es, Dokumente unabhängig von der Auflösung des Ausgabegeräts zu beschreiben. Mit Hilfe einer vektorgrafikfähigen Seitenbeschreibungssprache wie PostScript oder dem daraus hervorgegangenen Portable Document Format (PDF) können Dokumente mit der jeweils höchstmöglichen Auflösung auf Bildschirmen dargestellt oder gedruckt werden.

Computerschriften

Auf gängigen Computersystemen finden heute überwiegend so genannte Outline-Schriften Verwendung, die die Umrisse jedes Zeichens als Vektorgrafik beschreiben. Wichtige Formate sind TrueType, PostScript und OpenType.

Computerspiele

Frühe Arcade-Spiele liefen mit Vektorgrafik. Das erste war Space Wars, 1977. Bekannt waren auch Lunar Lander (Atari, 1979) und Star Wars (Farb-Vektorgrafik). Es gab auch die Spielkonsole Vectrex. Der Vorteil lag in der höheren Geschwindigkeit im Vergleich zur Rastergrafik. Wenige Jahre später kamen fast nur noch Spiele mit Rastergrafik auf dem Markt, da diese eine bessere Grafik ermöglichten.

Auf dem Amiga gab es eine Reihe von Spielen, die auf Vektorgrafik basierten, beispielsweise Stuntcar Racer.

Internet

Im World Wide Web liegen Vektorgrafiken meist im offenen Format SVG oder als proprietäre SWF-Dateien (Macromedia Flash) vor.

Computergrafik

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