Veit Stoß (* um 1447 in Horb am Neckar; † 1533 in Nürnberg, auch: Stoss), war einer der bedeutendsten Bildhauer und -schnitzer der Spätgotik.
Stoß ahmte 1503 Siegel und Unterschrift eines Kaufmanns nach, der ihn betrogen hatte. Wegen Urkundenfälschung wurde er auf beiden Wangen mit glühendem Eisen gebrandmarkt und durfte die Stadt nicht ohne Genehmigung des Rates verlassen. Er floh 1503/1504 nach Münnerstadt und wurde daraufhin 1506 erneut verhaftet. Ein von Kaiser Maximilian I. ausgestellter Gnadenbrief wurde vom Rat der freien Reichsstadt als Einmischung in die innerstädtischen Angelegenheiten zurückgewiesen. Maximilian zog ihn 1512 bei der Planung für das Kaisergrab in der Hofkirche in Innsbruck heran. Veit Stoß verstarb verarmt; er liegt auf dem Johanniskirchhof bestattet (Nr. 268).
Nürnberger Periode: Ein Relief mit der Krönung der Madonna im Germanischen Nationalmuseum zu Nürnberg, eine Statue der Madonna in der Frauenkirche, der Englische Gruß in der Lorenzkirche (1518 von Anton Tucher gestiftet), vom Gewölbe des Chors herabhängend und die Figuren des Engels und der Maria in einem mit sieben Medaillons geschmückten Kranz darstellend die Meisterschöpfung des Künstlers, das Kruzifix in St. Lorenz und die Rosenkranztafel im Germanischen Nationalmuseum.
In den Köpfen seiner Figuren spricht sich innige und zarte Empfindung aus; die Formengebung ist noch gebunden und der Faltenwurf von der Manier des spätgotischen Stils beherrscht.
Deutscher Bildhauer | Deutscher | Mann | Geboren 1447 | Gestorben 1533
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