Eine Vedute (italienisch veduta: Ansicht, Aussicht) ist in der Bildenden Kunst (Malerei, Grafik) die wirklichkeitsgetreue Darstellung einer Landschaft oder eines Stadtbildes. Dem Ziel der realistischen Abbildung sind alle anderen Aspekte bei der Bildgestaltung (Licht und Schatten, Farben, etc.) untergeordnet.
Das Genre der Vedutenmalerei ist der Landschaftsmalerei, genauer der Stadtlandschaft zuzurechnen und entstand im 17. Jahrhundert. Zweck solcher Stadtansichten war es, wichtige Monumente von historischer oder religiöser Bedeutung bzw. besondere Feierlichkeiten (Prozessionen, Erbhuldigungen etc.) zu verewigen. Der Kupferstich ermöglichte seit der Barockzeit weite Verbreitung. Furck.jpg: Stadtansicht von Brühl Kupferstich um 1630]] Maßgeblich für den ungeheuren Erfolg dieses Genres war der Italien-Tourismus der englischen Aristokratie, der im 18. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreichte; es war üblich geworden, als "Souvenir" von der Grand Tour nach Italien Bilder der römischen Antiken oder der norditalienischen Städte, die man besucht hatte, nach England mitzunehmen. Bernardo Bellotto und Giovanni Battista Piranesi allerdings gingen von diesem Konzept ab; während Piranesi zunehmend phantastisch-antike Capriccios malt, zeugen Bellottos Gemälde mehr und mehr von seiner Beschäftigung mit der zeitgenössischen Wirklichkeit.
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