Eine Varietät (manchmal auch Variante genannt) ist in der Linguistik eine Teilmenge einer Einzelsprache, das heißt ein Zeichensystem, das eine bestehende Einzelsprache ergänzt oder modifiziert, aber nicht unabhängig von ihr existieren kann. Auch die Standardsprache beziehungsweise Hochsprache selbst ist eine Varietät (und zwar jene, die sich durch den Gebrauch als traditionelle Schriftsprache und hinsichtlich Grammatik und Aussprache als deskriptive Sprachnorm definiert).
Im Modell des Varietätenraumes (Eugenio Coseriu) manifestiert sich eine einzelsprachliche Norm in
Für diastratische Varietäten sind dabei Identität der Sprecher (beispielsweise Jugendsprache, Idiolekt, Frauensprache, Männersprache) und Zugehörigkeit zu einer Schicht oder Gruppe (Soziolekt, Gruppensprache) ausschlaggebend. Diaphasische Varietäten sind durch funktionelle und situative Orientierung gekennzeichnet (z.B. Fachsprachen, Umgangssprache).
Die spezifische Varietätenstruktur einer Einzelsprache bezeichnet Eugenio Coseriu als Architektur der Sprache.
Es bestehen Beziehungen zwischen nationalen normativen Varianten (nationale Varietäten), wie zum Beispiel zwischen Schweizer Hochdeutsch, (bundes)deutscher Standardsprache und österreichischer Standardsprache.
Das Fachwort Varietät wird den oft synonym verwendeten Begriffen Dialekt und Mundart vorgezogen, da diese vielfach wertend gebraucht werden.
Um von Varietät sprechen zu können, muss die Sprachform einer untersuchten Gruppe eindeutige sprachliche Gemeinsamkeiten aufweisen.
Variety (linguistics) | Variedad lingüística | Variété (linguistique) | 言語変種 | Variëteit (taalkunde) | Variação (linguística) | 語言變體
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"Varietät (Linguistik)".
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