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Die Valenz (Wertigkeit) eines Verbs ist die Anzahl und Art von Ergänzungen (Satzgliedern), die notwendig sind, um mit dem Verb einen Satz zu bilden.

Beispiele:

  • Es schneit. Es regnet. Das Verb hat kein Subjekt. (nullwertig/avalent).
  • Das Verb arbeiten braucht nur das Subjekt als Ergänzung und ist somit einwertig oder monovalent: Beamte arbeitet.
  • Lieben ist zweiwertig: liebe [dich.
  • Das Verb geben dagegen braucht das Subjekt, eine Akkusativ-Ergänzung und eine Dativ-Ergänzung: gebe [Klaus Buch. Geben ist dreiwertig.

Ein Valenzwörterbuch listet Verben mit ihrer jeweiligen Valenz auf. Das gleiche Verb kann in unterschiedlichen Einträgen unterschiedliche Valenz haben. So kann gratulieren zweiwertig (gratuliere ich" target="_blank" >*" target="_blank" >gratuliere zum" target="_blank" >Geburtstag) sein. Das Verb antworten kann mit bis zu vier Ergänzungen eingetragen sein: *" target="_blank" >antwortete [ihm den Brief, ich gerne käme.

Die Valenz eines Verbs wird nur durch die geforderten Ergänzungen beeinflusst. Ergänzungen können obligatorisch oder fakultativ sein. Obligatorische Ergänzungen sind notwendig damit ein Satz grammatisch ist, optionale Ergänzungen können weggelassen werden, gelten aber trotzdem als spezifische Konstruktion des Verbs. Bei den optionalen Ergänzungen unterscheidet man noch 2 Arten: kontextabhängige, die man weglassen kann weil der Kontext klar ist, oder unbegrenzte Ergänzungen, wie z.B. "Sie raucht (eine Zigarette)". Es gibt aber auch Angaben, wie Zeitangaben, Ortsangaben, etc., die völlig frei kombinierbar sind und nicht von dem Verb abhängen müssen.

Siehe auch


Literatur


  • Ágel, Vilmos (2000): Valenztheorie. Tübingen.
  • Eichinger, Ludwig M./ Eroms, Hans Werner (Hgg.)(1995): Dependenz und Valenz. Hamburg.
  • Emons, R.: Valenzgrammatik für das Englische. Tübingen 1978.
  • Engel, U. / Schumacher, H.: Kleines Valenzlexikon deutscher Verben. Tübingen, ²1978.
  • Lucien Tesnière: Elements de syntaxe structurale (1959). Dt.: Grundzüge der strukturalen Syntax. (Begründung der Valenzgrammatik)
  • Helbig, Gerhard (1992): Probleme der Valenz- und Kasustheorie. Tübingen.
  • Helbig, Gerhard / Schenkel, Wolfgang (1991): Wörterbuch zur Valenz und Distribution deutscher Verben. 8., durchges. Aufl. Tübingen.
  • Herbst, Thomas / Heath, David / Roe, Ian / Götz, Dieter (2004): A Valency Dictionary of English. Berlin / New York: Mouton de Gruyter.

Weblinks


Syntax | Semantik | Verbvalenz

Valence (lingvistika) | Valency (linguistics)

 

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