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Das Valentinstag-Massaker bezeichnet die Erschießung von sieben Personen am 14. Februar 1929, die Teil eines Bandenkrieges in Chicago war. Es wurden sechs Mitglieder der North Side Gang Bugs Morans und ein Optiker erschossen. Obwohl es eigentlich kein Mord wirklich bedeutender Personen war, erreichte es eine riesige Aufmerksamkeit in den Medien.

Opfer


  • John May war möglicherweise ein gewöhnlicher Mechaniker, stand allerdings wegen Raub und Diebstahl bereits vor Gericht. Er war 25 Jahre alt.
  • Adam Heyer (Frank Snyder) ein heimlichtuerischer Betreiber einer Hunderennbahn von Moran, war vermutlich 40 oder 45 Jahre alt.
  • Albert Kachellek (James Clark), 39 Jahre alt, Räuber und Einbrecher, war mit den Gusenberg-Brüdern am Mord an Lolordo, einem Freund Al Capones, beteiligt.
  • Peter Gusenberg, 40 Jahre, und
  • Frank Gusenberg, 36 Jahre, waren - wenn nötig - brutal und rücksichtslos und die wichtigsten Schläger der Gang.
  • Reinhart H. Schwimmer war ein 29 Jahre alter Optiker, der zwar seinen Laden schließen musste, aber hoffte, einen neuen eröffnen zu können. Er war direkt kein Gangster, fühlte sich aber von jenen angezogen und war auch mit Dion O'Banion befreundet.
  • Albert R. Weinshank, 36 Jahre alt, war ein wichtiger Mann Morans. Angeblich hatte sein Auftreten Ähnlichkeit mit dem Morans, weshalb die Killer sich entschieden, zuzuschlagen.

Hintergrund


Die Tötung war eine Folge des Versuchs, George "Bugs" Moran zu töten. Der Plan wurde von Jack "Machine Gun" McGurn im Auftrage Capones erdacht. Er stellte ein Team von sechs Männern unter der Führung Fred Burkes zusammen und beabsichtigte, Moran in einen Hinterhalt zu locken. Moran und seine Männer sollten das Lagerhaus in der Clark Street in der Erwartung besichtigen, dass ihnen eine Ladung Whiskey angeboten würde. Die Hauptverdächtigen, McGurn und Capone würden in sicherer Entfernung vom Schauplatz sein.

Ablauf


Die Aktion war sorgfältig geplant, was einige als typisch für Capone bezeichneten. So wurden in Apartments gegenüber beispielsweise Zimmer zur Beobachtung angemietet. Der Plan schlug dennoch fehl. Die fünf Männer von Burkes Team fuhren in einem gestohlenen Polizeiwagen um 10:30 Uhr zum Lagerhaus. Drei von ihnen trugen Polizeiuniformen und zwei gewöhnliche Kleidung und täuschten eine Verhaftung vor. Sie fanden sieben Mitglieder von Moran, aber nicht ihn selbst. Moran selbst hatte sich dem Lagerhaus genähert, aber die verfrühte Ankunft des Polizeiautos vertrieb ihn. Die Bandenmitglieder wurden in einer Garage der "S-M-C Cartage Company" (ein gefälschtes Umzugsunternehmen) an eine Wand gestellt, ihrer Waffen entledigt und erschossen.

Bei ihrer Flucht täuschten die Mörder geschickterweise vor, dass eine normale Verhaftung stattgefunden hatte. Als einer der sterbenden Männer, Frank Gusenberg, gefragt wurde, wer auf ihn geschossen hatte, antwortete er: "Nobody shot me." Selbst in den letzten Sekunden seines Lebens hielt er damit an der Omerta (einem Ehrenkodex, der untersagt bei der Polizei zu "singen") fest. Capone selbst war zu dem Zeitpunkt in Florida und machte Urlaub.

Als die Garage, welche in 2122 N. Clark Street stand, 1967 abgerissen wurde, wurde die Wand verkauft und Stein für Stein zu George Patey transportiert, einem Kanadier, der die Wand in der Herrentoilette einer Bar im Stil der 1920er wiederaufbaute. Nachdem die Bar geschlossen wurde, begann Patey, die Steine als Souvenirs zu verkaufen.

Theorien


Nach dem Massaker tappte die Polizei im Dunkeln, wollte aber nicht tatenlos dastehen. Es entstand eine große Hektik, in der krampfhaft Theorien aufgestellt wurden, die die Gründe der Tötung erklären sollten.

Eine Theorie war, dass es die Folge eines LKW-Überfalls war. Bei diesem Überfall hatten Polizisten und ein Prohibitionsagent einen Laster mit Schnaps beschlagnahmt. Daraufhin habe laut einem Angestellten der Prohibitionsbehörde, Frederick D. Silloway, Moran die Schmiergeldzahlungen an die Polizei eingestellt, woraufhin diese die Massaker veranstaltete. Bei einer weiteren Theorie wurde erkannt, dass ein Täter eine Zahnlücke hatte, ungeklärt, wie das beim leichten Schneegestöber des Tages möglich sein sollte. Es wurde auch spekuliert, dass es sich um eine interne Abrechnung in der Moran Gang handelte, da die Gusenberg-Brüder ein paar Entführer umgebracht haben.

Filmische Adaption


Das Thema wurde in verschiedenen Filmen aufgegriffen, unter anderem von Billy Wilder als Garagenmord in Manche mögen’s heiß.

1929 | Massaker

St. Valentine's Day massacre | Matanza de San Valentín | Massacre de la Saint-Valentin | טבח יום ולנטיין | Pembantaian hari Valentine | 聖バレンタインデーの虐殺 | St. Valentine's Day Massacre

 

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