| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Vaihingen an der Enz.png | Vaihingen Enz in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Regionalverband: | Region Stuttgart |
| Landkreis: | Ludwigsburg |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 217 m ü. NN |
| Fläche: | 73,41 km² |
| Einwohner: | 28.850 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 393 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 13,3 % |
| Postleitzahl: | 71654-71665 (alt: 7143) |
| Vorwahl: | 07042 |
| Kfz-Kennzeichen: | LB |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 18 073 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 8 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 71665 Vaihingen an der Enz |
| Offizielle Website: | www.vaihingen.de |
| E-Mail-Adresse: | info@vaihingen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Heinz Kälberer |
Das Stadtgebiet besteht aus 600 ha bebauter Fläche, 1592 ha Wald, 329 ha Rebfläche und 4116 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die Stadt Vaihingen bezeichnet sich selbst als "Stadt zwischen Wiesen, Wald und Reben". In der „Internationalen Stadt der Rebe und des Weins“ wird von jeher Weinbau betrieben und die Weinkultur gepflegt.
Zum Stadtteil Enzweihingen gehören auch noch die separat gelegenen Wohnplätze Leinfelder Hof, Neumühle, Pulverdingen und Rieter Tal, zum Stadtteil Gündelbach gehört der Wohnplatz Steinbachhof und zum Stadtteil Roßwag der Wohnplatz Seemühle.
Eine Besiedlung der Gegend um Vaihingen ist seit dem Frühneolithikum nachweisbar. Grabungen der vergangenen Jahre haben eine große Siedlung sowie zahlreiche Bestattungen der Linearbandkeramik (bandkeramische Kultur) freigelegt.
Gegen Ende des 3. Jahrhunderts nach Christus dringen Germanen in das Gebiet ein und gründen die meisten heutigen Ortschaften.
Die erste urkundliche Erwähnung könnte schon 779 stattgefunden haben, es ist jedoch nicht geklärt ob es sich um Vaihingen oder die längst aufgegebene Siedlung Vöhingen bei Schwieberdingen handelt.
Um 1230 legt Graf Gottfried von Vaihingen (1189-1234) zwischen der schon 1096 erwähnten Burg und der dörflichen Siedlung bei der Peterskirche die Stadt Vaihingen an. 1252 wird Vaihingen in einer Urkunde ausdrücklich als Stadt bezeichnet. Nach dem Stadtbrand von 1291 verkaufen die Vaihinger Grafen große Teile ihres Besitzes. Stadt und Burg Vaihingen kommen über den Markgrafen von Baden 1334 an die Grafen von Oettingen und 1339 an die Grafen von Württemberg. Vaihingen wird Amtsstadt, später Oberamtsstadt. Das Oberamt Vaihingen besteht bis 1938).
Unter Kaiser Karl V. wird 1519 Herzog Ulrich von Württemberg aus seinem Land vertrieben. Neuer Landes- und somit auch Stadtherr ist Kaiser Karl V., der Württemberg seinen Bruder Ferdinand abtritt. Mit Hilfe evangelischer Fürsten erobert 1534 Herzog Ulrich sein Land zurück und führt die Reformation ein, Vaihingen wird Sitz eines Dekanates. Im Schmalkaldischen Krieg (1546-1547) wird Vaihingen 1547 von spanischen Truppen besetzt.
Durch einen Brand im Jahr 1617 wird das Viertel zwischen Heilbronner Straße und Stuttgarter Straße zerstört. Ein Jahr später wird das Wohnviertel hinter dem Rathaus samt Stadtkirche Opfer einen weiteren Brandes.
Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) bringt auch in Vaihingen Not und Elend. Wechselweise sind Truppen der Protestanten und der Katholiken in Vaihingen einquartiert. Durch Plünderung und Requirierungen kommen Ackerbau und Handel zum Erliegen, es entstehen Hungersnöte. 1635 wütet die Pest, was die Einwohnerschaft weiter stark dezimiert. Es dauert trotz Einwanderung vertriebener Protestanten lange bist der Vorkriegsstand von etwa 1500 bis 1600 Einwohnern wieder erreicht ist. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1687) wird 1692 Vaihingen von den Franzosen geplündert und brennt 1693 fast vollständig ab. Innerhalb der Stadtmauern bleiben nur etwa 20 Häuser von den Flammen verschont. Ab 1697 wird die Stadtkirche wieder aufgebaut, 1720 erfolgt der Wiederaufbau des Rathauses.
Während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714), des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) und in den Koalitionskriegen 1792-1815) marschieren immer wieder Truppen durch die Stadt oder werden einquartiert. 1784 vernichtet ein Stadtbrand 30 Häuser.
Nach einer durch Missernten und Viehseuchen verursachten Hungersnot beginnt 1816 / 1817 ein wirtschaftlicher Aufschwung. Die Stadt wird zu klein. 1829 wird im Nordosten ein neues Tor errichten, im Norden entsteht eine Vorstadt. In der Folge der Revolution von 1848 kommt es zu einer Wirtschaftkrise, verursacht durch Missernten und Inflation. Dieses veranlasst viele zur Auswanderung.
1853 wird die Württembergische Westbahn Stuttgart - Bruchsal eröffnet, der nächste Bahnhof „Vaihingen-Sersheim“ ist jedoch 3 km entfernt. Gerade in der Epoche der Industrialisierung wirkt sich der fehlende Bahnanschluss negativ aus, es kommt zu Abwanderungen von Unternehmen und Bevölkerung. Erst mit der Eröffnung der Vaihinger Stadtbahn bekommt Vaihingen 1904 Anschluss an das moderne Verkehrsnetz.
1938 werden die Oberämter Maulbronn und Vaihingen zum Landkreis Vaihingen zusammengelegt. Damit wird Vaihingen Kreisstadt.
Im unteren Glattbachtal wird 1944 das Konzentrationslager Wiesengrund angelegt, eine Außenstelle des KZ Natzweiler/Elsass.
Am 8. April 1945 ist für Vaihingen der Zweite Weltkrieg beendet, es marschieren die Franzosen ein. Mit den Wahlen zu Gemeinderat und Kreistag und zur Verfassungsgebenden Landesversammlung beginnt 1946 der Aufbau der Nachkriegsordnung.
Im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre überschreitet die Einwohnerzahl der Stadt Vaihingen an der Enz die 20.000-Grenze. Daraufhin stellt die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1973 beschloss. Zum gleichen Zeitpunkt wird im Rahmen der Kreisreform der Landkreis Vaihingen aufgelöst. Der östliche Teil und mit ihm die Stadt Vaihingen an der Enz kommt zum Landkreis Ludwigsburg, der westliche Teil wird Bestandteil des neuen Enzkreises.
Mit der Eröffnung der Neubaustrecke Mannheim–Stuttgart bekommt Vaihingen 1990 einen neuen Bahnhof, an dem mittlerweile auch planmäßig ICE-Züge halten.
Im 19. Jahrhundert zogen auch Katholiken nach Vaihingen. Doch gab es um das Jahr 1900 nur etwa 100 Katholiken gegenüber 2.785 Protestanten. Im Jahr 1938 erbauten sich die Katholiken dann eine eigene Kirche und 1958 wurde die eigenständige Pfarrei St. Anton gebildet, nachdem die Gemeindeglieder zunächst zur Pfarrei Hohenasperg, dann zum Stadtpfarramt Bietigheim und ab 1902 zu Mühlacker gehörten. Inzwischen hatte sich der Anteil der Katholiken in Vaihingen auf etwa 1/3 erhöht. Zur Pfarrei St. Anton gehören heute auch die Katholiken in Roßwag und Kleinglattbach, wo 1976 das Gemeindezentrum St. Bonifatius erbaut wurde. Auch in den anderen Stadtteilen Vaihingens wohnen heute Katholiken. In Enzweihingen wurde 1976 die Pfarrei St. Paulus gegründet. Die dortige Kirche wurde bereits 1967 erbaut. Die Pfarrgemeinde Enzweihingen ist auch für die Katholiken in den Stadtteilen Riet und Aurich sowie der Nachbargemeinde Eberdingen mit ihren Ortsteilen Hochdorf und Nussdorf zuständig. In Riet gibt es seit 1975 ein eigenes Gemeindezentrum St. Markus. Die Katholiken in Ensingen gehören zur Pfarrei St. Joseph Illingen. Seit 1964 gibt es in Ensingen jedoch eine eigene Kirche (Maria Königin). Die Katholiken in Horrheim gehören zur Pfarrei St. Stephanus Sersheim. Doch gibt es seit 1964/65 auch in Horrheim eine eigene Kirche (St. Martinus). Alle genannten Pfarrgemeinden mit Ausnahme der Pfarrei St. Joseph Illingen gehören zum Dekanat Ludwigsburg des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Die Pfarrei St. Joseph und somit auch die Ensinger Katholiken gehören zum Dekanat Mühlacker.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Vaihingen an der Enz auch Freikirchen, darunter eine Evangelisch-methodistische Kirche sowie die freie "Vineyard-Enztal"-Gemeinde. Die Liebenzeller Gemeinschaft ist mit Gemeinden in Aurich, Enzweihingen, Gündelbach, Kleinglattbach und Vaihingen vertreten.
Ferner hat die Neuapostolische Kirche in den Stadtteilen Ensingen, Horrheim und Vaihingen je eine Kirche.
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1576 | 1.500 | - | 1701 | 1.308 | - | 1760 | 1.977 | - | 1803 | 2.681 | - | 1843 | 3.252 | - | 1. Dezember 1871 | 3.054 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 3.351 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 3.135 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 2.940 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 3.023 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 3.112 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 3.027 |
|---|
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 17. Mai 1939 ¹ | 3.462 | - | Dezember 1945 | 3.962 | - | 13. September 1950 ¹ | 5.022 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 6.262 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 7.850 | - | 31. Dezember 1975 | 21.998 | - | 31. Dezember 1980 | 22.907 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 23.151 | - | 31. Dezember 1990 | 24.461 | - | 31. Dezember 1995 | 26.813 | - | 31. Dezember 2000 | 27.804 | - | 30. Juni 2004 | 28.739 |
|---|
| Partei / Gruppierung | Sitze |
|---|---|
| FFW | 14 |
| CDU | 12 |
| SPD | 7 |
| Grüne | 6 |
| FDP | 4 |
Stadtschultheißen, Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1819:
Am 7. Mai 2006 wurde Gerd Maisch, bisher Bürgermeister der Gemeinde Tamm, zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Vaihingen an der Enz gewählt. Er wird sein Amt im Juli 2006 antreten. Gerd Maisch setzte sich gegen Dr.Ehrlein (Stutensee) und Helga Eberle (Aurich) mit 62 % der Stimmen durch.
| Wappen Vaihingen an der Enz.png | Blasonierung: Das Wappen zeigt auf goldenem Schild eine rechtsliegende Hirschstange, darunter einen blau gekrönten und blau züngigen roten Löwen auf blauem Vierberg. | Bedeutung:
Mit der Eisenbahn kann man Vaihingen über die NBS Mannheim-Stuttgart und über die Kursbuchstrecke 770 Stuttgart–Bietigheim-Bissingen–Vaihingen (Enz)–Mühlacker–Karlsruhe / –Heidelberg erreichen, die sich seit 1991 im neuen Bahnhof Vaihingen kreuzen. Über die Schnellfahrstrecke ist man in ca. 20 Minuten in Stuttgart. Zur Hauptverkehrszeit gibt es einen extra eingerichteten Pendelverkehr mit schnellen IRE-Zügen zwischen Stuttgart und Vaihingen (ohne Halt). Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien. Alle fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS).
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Vaihingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Die Freie Waldorfschule Vaihingen mit Waldorfkindergarten sowie der private Schulkindergarten für Geistigbehinderte des Vereins Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker e.V. runden das schulische Angebot Vaihingens ab.
| Vaihingen | Aurich | Horrheim |
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