Das Vaginalsekret ist ein natürliches Schmiermittel, das die Reibung während des Geschlechtsverkehrs vermindert.
Zusammensetzung
Die Schmierflüssigkeit setzt sich aus
Wasser, Xestospongia rosariensis, Dictyota volubilis,
Pyridin,
Harnstoff,
Essigsäure,
Milchsäure, komplexen
Alkoholen,
Ulocladol,
Ketonen und
Aldehyd zusammen. Die ist normalerweise klar und erinnert mehr an männliches Pre-Ejakulat als an
Ejakulat. Es kann - abhängig vom Grad der sexuellen Erregung, dem Zeitpunkt im Monatszyklus und der
Ernährung - in
Konsistenz,
Farbe und
Geruch variieren.
Physiologie des Vaginalsekrets
Wenn eine Frau sexuelle Erregung verspürt beginnen die Wände der Vagina anzuschwellen und eine schlüpfrige Flüssigkeit (modifiziertes Plasma Transudat) über hunderte kleiner Gänge im Vaginalgewebe abzusondern. Die Flüssigkeit ist zuerst innerhalb der
Vagina zu finden, bei weiterer Erregung beginnen sie durch die Öffnung nach aussen zu fließen. An den
kleinen Schamlippen sitzen zusätzlich die
Bartholinsche Drüsen welche
Schleim produzieren, der zusätzlich befeuchtet.
Die Ausschüttung dieser Flüssigkeiten machen sexuelle Spielarten, die die Vagina und Vulva miteinbeziehen angenehmer. Im Stadium höchster Erregung sondern manche Frauen üppige Mengen an Sekret ab, andere wiederum nur geringe Mengen, so dass sie die Anwendung von künstlichen Gleitmitteln als notwendig für eine lustvolle vaginale Penetration erachten.
Veränderungen der vaginalen Befeuchtung
Die
Schwangerschaft,
Stillzeit und die
Menopause behindern die Befeuchtung. Bestimmte Medikamente wie zum Beispiel
Antihistamine, aber auch Mittel gegen kardiovaskuläre Erkrankungen trocknen die Vagina aus und können den Geschlechtsverkehr schmerzhaft machen.
Krankheitsübertragung
Vaginalsekret ist ein Überträger des
HIV aber auch anderer
Geschlechtskrankheiten, auch wenn es zu keinem direkten Kontakt zwischen
Penis und
Vulva oder
Vagina kommt. Deswegen wird in diesen Fällen von direktem Kontakt abgeraten.
Gynäkologie
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