Der Phaeton ist ein Personenkraftwagen des Automobilherstellers Volkswagen, der im Oberklassesegment angesiedelt ist. Äußere Kennzeichen sind ein geschlossener, viertüriger Aufbau mit Stufenheck. Zu den Besonderheiten des Phaeton zählen sein luxuriöses Interieur, eine zugfrei arbeitende, für jeden Passagier einzeln einstellbare Klimaanlage und der permanente Allradantrieb (4Motion). Eine technische Innovation war unter anderem das selbstleuchtende Nummernschild. Während der Entwicklung war der Phaeton unter dem Projektnamen D1 bekannt. Seit 2002 wird er auch in einer Version mit verlängertem Radstand produziert.
Gerüchte, wonach der Phaeton eingestellt werden soll und sich Volkswagen von seinen Luxusmarken Bugatti und Lamborghini trennen möchte, wurden von der Konzernleitung dementiert. Im Jahr 2007 soll zudem ein Facelift erfolgen.
Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts fertigte die amerikanische Firma „Packard” unter dem selben Namen einen Personenkraftwagen. 1915 wurde unter der Bezeichnung Phaeton ein Oberklassefahrzeug des Herstellers Horch (später über Audi in den Volkswagenkonzern übernommen, ohne dass die Fahrzeugreihe an sich weitergeführt wurde) gefertigt. Phaeton bezeichnete einst eine Bauweise für offene Pferdekutschen, nach deren Vorbild auch früher sächsische Automodelle gebaut wurden.
VW Logo am Phaeton.jpg Die Firmenleitung plante dieses Modell als Erweiterung der Produktpalette der Marke VW im Bereich der Oberklasse, in dem bereits die Konzernmarke Bentley sowie Teile des Audi-Programmes vertreten sind. Langfristig soll das Image des Phaeton auf die preiswerteren Modelle des PKW-Konzerns abstrahlen und dadurch positive Auswirkungen auf deren Verkauf haben.
Die Plattform des Phaeton dient auch als Basis für den Bentley Continental GT und den ab 2005 im selben Werk produzierten Bentley Continental Flying Spur, der, wie auch seine englischen Schwestermodelle, in Zwickau-Mosel (Sachsen) vorgefertigt wird. Die Endfertigung des Fahrzeugs erfolgt in der Gläsernen Manufaktur in Dresdens Innenstadt. Die Zulieferung der Teile vom Logistikzentrum VWs in Dresden bis zur Manufaktur erfolgt umweltfreundlich per Güterstraßenbahn.
Dem Phaeton ist es bis jetzt nicht gelungen, die Stückzahlen der konkurrierenden Modelle von Audi (A8), BMW (7er) und Mercedes-Benz (S-Klasse) zu erreichen.
Der Modelljahrgang 2005 bietet in Deutschland folgende Motorisierungen an:
Vom VW Phaeton wurden in Deutschland bis einschliesslich Mai 2006 12.112 Neufahrzeuge zugelassen. Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen in der Oberklasse positionierte sich der VW Phaeton in der Neuzulassungsstatistik des deutschen Kraftfahrtbundesamtes wie folgt:
| Mercedes-Benz S-Klasse | (5.Generation) | 6.718 Fahrzeuge |
| BMW 7er | (4.Generation) | 6.122 Fahrzeuge |
| Audi A8 | (2.Generation) | 5.259 Fahrzeuge |
| VW Phaeton | (1.Generation) | 3.211 Fahrzeuge |
| Jaguar XJ | (7.Generation) | 553 Fahrzeuge |
| S-Klasse | 824 Fahrzeuge |
| A8 | 421 Fahrzeuge |
| 7er BMW | 376 Fahrzeuge |
| Phaeton | 271 Fahrzeuge |
| Jaguar XJ | 52 Fahrzeuge |
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