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VW_Kuebelwagen_1.jpg Die Bezeichnung Kübelwagen bzw. Kübelsitzwagen ist zurückzuführen auf den Beginn der Entwicklung von geländetauglichen Militär-Pkw. Um ein möglichst geringes Gewicht zu erzielen, wurde bei einigen Modellen auf die Türen verzichtet. Sie wurden durch Stoffplanen ersetzt oder entfielen ganz. Damit die Insassen während der Fahrt nicht aus dem Fahrzeug stürzen, wurden Schalensitze eingebaut, die Fahrer und Beifahrer einen besseren Halt geben sollen. Diese Sitze wurden umgangssprachlich wegen ihrer wannenartigen Form als Kübel und die Fahrzeuge, in denen sie eingebaut waren, als Kübelsitzwagen oder kurz als Kübelwagen bezeichnet. Im Laufe der Zeit entwickelte sich diese Bezeichnung zum Synonym für alle Fahrzeuge dieser Bauart, unabhängig, ob sie noch Kübelsitze besaßen oder nicht. Insbesondere wird mit der Bezeichnung „Kübelwagen“ der VW Typ 82 in Verbindung gebracht; sie trifft aber auch auf Kübelwagen anderer Hersteller zu.

VW Typ 82 Kübelwagen


VW_Kuebelwagen_2.jpg Im Jahre 1938 wurde von der Fa. Porsche mit der Weiterentwicklung des KdF-Wagen zu militärischen Zwecken auf Anregung des Heereswaffenamtes begonnen. Dabei wurden vom Heereswaffenamt folgende Voraussetzungen festgelegt: offene Karosserie, Gesamtgewicht 950 kg (Fahrzeug 550 kg + 3 Mann und Ausrüstung 400 kg), geringe Bauhöhe, Möglichkeit der Produktion großer Stückzahlen und geringe Umbaukosten vom Zivil- zum Militärfahrzeug. Weiter wurde Wert auf die Leichtigkeit eines zu militärischen Zwecken nutzbaren Fahrzeuges und auf geringe Kosten bei der Produktion gelegt. Ende 1939 wurden die ersten Prototypen des neuen Geländewagens fertiggestellt. Seine typisch kantige Karosserie bekam der Kübelwagen ab dem nächsten weiter entwickelten Model, dem Typ 62. Nach weiteren Testfahrten und Änderungen an der Ausführung des Typ 62 (mehr Bodenfreiheit, Erhöhung des Drehmoments...) war das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) mit dem Fahrzeug zufrieden und das endgültige Fahrzeug wurde als Typ 82 bezeichnet. Anfang 1940 wurde mit der Produktion des Typ 82 in Serie begonnen. Hierdurch wurde die ehedem geplante und von hunderttausenden Kunden angesparte Produktion ziviler VW Käfer aufgegeben und unmöglich gemacht; die Inanspruchnahme für Militärtechnik und die Produktion der Kübelwagen legten die Käfer-Pläne in Wolfsburg bis nach dem Krieg auf Eis.

Im Feld zeigten sich die Vorzüge des Typ 82. Aufgrund seiner Leichtigkeit waren die 23,5 PS, die der Motor mit 985 ccm Hubraum lieferte, ausreichend und auch ohne Allradantrieb war er in der Lage, schwieriges Gelände zu durchfahren. Zur gleichen Zeit wurde damit begonnen, eine Allrad-Version, den späteren Typ 87, zu entwickeln. Weitere Vorteile brachte die Tatsache, dass der Wagen wegen seiner Luftkühlung auf einen Nachschub an Frostschutzmittel im Winter und Wasser im Sommer nicht angewiesen war. Die relative Unabhängigkeit von diesen Nachschubgütern nahm im Verlauf des Krieges weiterhin zu. Damit war er auch für die extremen Klimazonen in Afrika und Russland geeignet. 1943 wurde der 985-ccm-Motor von einem stärkeren für den Typ 166 Schwimmwagen weiterentwickelten 1131 ccm großen Motor mit 24,5 PS abgelöst. Auf der gelungenen Basis des Typ 82 wurden mehrere Varianten, Umbauten und Kombinationen einzelner Modelle entwickelt und gebaut, beispielsweise der Typ 92 Pritschenwagen, der Typ 174 Sturmboot mit VW-Motor und der Typ 287 Kommandowagen. Von 1940 bis 1945 wurden insgesamt etwa 52.000 Kübelwagen gebaut.

Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 83 km/h.

Spätere Kübelwagen


Trabant Militärversion.jpg Eine Wiederbelebung erfuhr die Bezeichnung "Kübelwagen" in den 1950er Jahren durch die Erstausstattung der Bundeswehr mit Borgward B2000-Kübelwagen (Lkw 0,75t gl) und in den 1970er Jahren durch den Melderwagen der Deutschen Bundeswehr VW Typ 181, wiederum auf der Basis der Volkswagen-Heckantriebs-Plattform.

Auch die offene, hauptsächlich von der NVA genutzte militärische Version des Trabants wird als Kübelwagen bezeichnet.

Siehe auch


Weblinks


  • http://www.waffenhq.de/panzer/kuebelwagen.html
  • http://www.Kuebelforum.de

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