VW_Kuebelwagen_1.jpg Die Bezeichnung Kübelwagen bzw. Kübelsitzwagen ist zurückzuführen auf den Beginn der Entwicklung von geländetauglichen Militär-Pkw. Um ein möglichst geringes Gewicht zu erzielen, wurde bei einigen Modellen auf die Türen verzichtet. Sie wurden durch Stoffplanen ersetzt oder entfielen ganz. Damit die Insassen während der Fahrt nicht aus dem Fahrzeug stürzen, wurden Schalensitze eingebaut, die Fahrer und Beifahrer einen besseren Halt geben sollen. Diese Sitze wurden umgangssprachlich wegen ihrer wannenartigen Form als Kübel und die Fahrzeuge, in denen sie eingebaut waren, als Kübelsitzwagen oder kurz als Kübelwagen bezeichnet. Im Laufe der Zeit entwickelte sich diese Bezeichnung zum Synonym für alle Fahrzeuge dieser Bauart, unabhängig, ob sie noch Kübelsitze besaßen oder nicht. Insbesondere wird mit der Bezeichnung „Kübelwagen“ der VW Typ 82 in Verbindung gebracht; sie trifft aber auch auf Kübelwagen anderer Hersteller zu.
Im Feld zeigten sich die Vorzüge des Typ 82. Aufgrund seiner Leichtigkeit waren die 23,5 PS, die der Motor mit 985 ccm Hubraum lieferte, ausreichend und auch ohne Allradantrieb war er in der Lage, schwieriges Gelände zu durchfahren. Zur gleichen Zeit wurde damit begonnen, eine Allrad-Version, den späteren Typ 87, zu entwickeln. Weitere Vorteile brachte die Tatsache, dass der Wagen wegen seiner Luftkühlung auf einen Nachschub an Frostschutzmittel im Winter und Wasser im Sommer nicht angewiesen war. Die relative Unabhängigkeit von diesen Nachschubgütern nahm im Verlauf des Krieges weiterhin zu. Damit war er auch für die extremen Klimazonen in Afrika und Russland geeignet. 1943 wurde der 985-ccm-Motor von einem stärkeren für den Typ 166 Schwimmwagen weiterentwickelten 1131 ccm großen Motor mit 24,5 PS abgelöst. Auf der gelungenen Basis des Typ 82 wurden mehrere Varianten, Umbauten und Kombinationen einzelner Modelle entwickelt und gebaut, beispielsweise der Typ 92 Pritschenwagen, der Typ 174 Sturmboot mit VW-Motor und der Typ 287 Kommandowagen. Von 1940 bis 1945 wurden insgesamt etwa 52.000 Kübelwagen gebaut.
Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 83 km/h.
Auch die offene, hauptsächlich von der NVA genutzte militärische Version des Trabants wird als Kübelwagen bezeichnet.
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