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VW Golf I
Hersteller: Volkswagen AG
Produktionszeitraum: 1974–1983
Klasse: Kompaktklasse
Karosserieversionen: Limousine mit Schrägheck, Cabrio
Motoren: Diverse im Laufe der Bauzeit
Länge (mm): ab 3705
Breite (mm): ab 1610
Höhe (mm): ab 1410
Gewicht (kg): ab 750
Vorgängermodell: VW Käfer
Nachfolgemodell: VW Golf II
Ähnliche Modelle: Opel Kadett, Ford Escort

Allgemeines


Der Golf I ist der legitime Nachfolger des VW Käfer. Unter dramatischen Bedingungen entwickelt, rettete er den angeschlagenen Volkswagenkonzern in allerletzter Minute. VW - Chef Heinrich Nordhoff hatte zu lange auf den Käfer und das angestaubte Heckmotor - Konzept gesetzt. Sein Nachfolger Kurt Lotz schlug den Weg ein zu einem neuen Konzept mit wassergekühletem Motor und Frontantrieb. Ein von Porsche entwickelter Käfer - Nachfolger mit Mittelmotor (der Motor lag unter dem Rücksitz) wurde in letzter Minute gestoppt. Der im Jahre 1974 vorgestellte Golf besaß dagegen zahlreiche erprobte Audi - Komponenten. Der Designer Giorgio Giugiaro gab dann dem Golf I sein markantes Aussehen, mit dem er eine bis heute anhaltende Erfolgsgeschichte zu schreiben begann, die dem Volkswagenwerk wieder zu einem wirtschaftlichen Aufschwung aus der Talsohle der Käfer-Monokultur verhalf.

Bild:Vw_golf_1_v_sst.jpg|VW Golf I (erste Version, mit verchromten Stoßstangen) Bild:Vw_golf_1_h_sst.jpg|VW Golf I Bild:Gtilrg.jpg|US VW "Rabbit" GTi, Bj. 1984 Bild:20041020 1303 1539-VW Golf1-Caddy.jpg|VW Golf I Caddy (Pritschenwagen) Bild:Vw_golf_1_cabrio_v_sst.jpg|Golf I Cabrio Bild:Vw_golf_1_cabrio_h_sst.jpg|Golf I Cabrio

Modellgeschichte


  • 1969: Erster Prototyp EA-276
  • 1974: Der neue Golf wird vorgestellt mit anfänglich zwei Motoren (1.1 50 PS und 1.5 mit 70 PS)
  • 1976: GTI mit 81 kW (110 PS) und sowie Golf Diesel mit 37 kW (50 PS); serienmäßig mit Automatikgurten vorn und Kopfstützen
  • 1979: Golf Cabriolet (bis 1993 in 388.522 Einheiten; meistverkauftes Cabriolet der Welt), neue Motorisierungsart 1,3L und 60 PS. Produktion ausschließlich bei Karmann in Osnabrück
  • 1980: die Bundeswehr nutzt den Golf als PKW leicht.
  • 1981: neue Ausstattungsvarianten: C und CL, GTI nun auch als 4-Türer
  • 1982: Golf GTD, Produktionsbeginn des Golf I als VW Citi Golf in Südafrika
  • 1983: VW Caddy, Pick-up Version des Golf
  • 1983: Pirelli GTI, Sondermodelle LX und GX
  • 1983: Ende der Produktion, außer in Südafrika.
  • 1993: Ende der Produktion des Golf Cabrio
  • 2005: In Südafrika wird weiterhin ein modifizierter Golf I als VW Citi Golf hergestellt.

Interessant: Zunächst wurden die ersten Golf I mit dem 50 PS-Motor, lediglich mit Trommelbremsen an der Vorderachse ausgerüstet! Auch gehörten Halogenscheinwerfer, Heckwischer, heizbare Heckscheibe, Bremskraftverstärker nicht zur Standardausrüstung der "Basisversion".

GTI-Varianten des Golf I

  • Golf GTI: 1,6l 8V 81 kW (110 PS ohne Katalysator Motorkennbuchstabe EG)
  • Golf GTI: 1,8l 8V 82 kW (112 PS ohne Katalysator MKB DX)
  • Golf GTI 16S: 1,6l 16V 100 kW (ohne Katalysator, MKB EG, limitiert, Motor von Oettinger bearbeitet, Vertrieb nur in Frankreich)

Die Idee zum Golf GTI war ursprünglich der Vorschlag, ein preisgünstiges Fahrzeug für Breitensport zu schaffen. Die Idee ist unter dem 18.3.1973, also noch vor der offiziellen Markteinführung des Golf, von dem Mitarbeiter der Versuchsabteilung Dipl.-Ing. Alfons Löwenberg werksintern innerhalb der "Technischen Entwicklung" vorgeschlagen worden. In dem Vorschlag wurde das Modell einfach als "Sport-Golf" bezeichnet.

Dieser Vorschlag ist vom Leiter der Pkw-Entwicklung, Hermann Hablitzel, aufgegriffen und weitergetragen worden. Nach der Vorstellung der Idee bei Prof. Ernst Fiala, dem VW-Vorstand für Forschung und Technik, hat H.Hablitzel trotz der damaligen wirtschaftlichen Restriktionen der Verfolgung des Vorschlag grünes Licht gegeben unter der Maßgabe, dass die normale Entwicklungsaufgaben der mit dem "Sport-Golf" engagierten Ingenieure nicht beeinträchtigt würden.

So sind dann nach und nach auf der Basis nicht mehr benötigter Prototypen und Vorserienautos einige Erprobungsmuster des Sport-Golf entstanden. Diese wiesen unterschiedliche Ausstattungen aus bzgl. Motor, Fahrwerk, Bremsen, Reifen.

Als Motorisierung wurde eine Studie des damaligen Leiters des Motorversuchs, Dipl.-Ing. Karl Menzel, benutzt, der dem damaligen 1,5l-Motor auf Basis des Audi-Motors 827 sehr üppige 100 PS entlockt hatte.

Aus dem Ingolstädter Teilefundus konnte die dort auf Wunsch im "Audi 80 GT" lieferbare belüftete Scheibenbremse verwendet werden.

Räder, Reifen, Federn, Dämpfer in verschiedenen Kombinationen wurden im Pkw-Versuch entwickelt und erprobt.

wird fortgesetzt

Alfons Löwenberg 1.5.2006

Golf Diesel

Der Dieselmotor wurde aus einem bekannten Ottorumpfmotor (M827) von Audi abgeleitet, bei dem sowohl die dieseltypischen Komponenten einer - im Vergleich zum Ottomotor - höheren Belastung standhalten müssen (Kurbelwelle, Pleuel, Kolben, Kolbenbolzen, Zylinderkopf, Zahnriemen, als auch die Kühlung meist durch Verstärkung modifiziert wurde. Ferner wurde der Zylinderkopf mit neuartigen Wirbelkammern versehen. An der Stelle des beim Diesel nicht erforderlichen Zündverteilers konnte eine Vakuumpumpe für den Bremskraftverstärker platziert werden. Die Verteiler-Einspritzpumpe (VESP) wird über den vorhandenen Zahnriementrieb der Nockenwelle betrieben. Damit war der Dieselmotor nicht größer als ein vergleichbarer Ottomotor mit gleichem Hubraum; bis zur Vorstellung des Dieselmotors für den Golf waren Dieselmotoren mehr in Richtung Schwermaschinenbau konzipiert.

Der Dieselmotor hatte zunächst einen Hubraum von 1,5 Liter mit einer Leistung von 37 kW (50 PS), dann 1,6 Liter mit 40 kW (54 PS). Das Laufverhalten (Geräusche, Vibrationen) insbesondere der beiden ersten Dieselmotor-Generationen konnte aber weitenteils noch nicht befriedigen. Der Turbolader des ersten 70-PS-Dieselmotors brachte dann über die Dämpfung im Auspufftrakt merklich mehr Geräuschkomfort.

Golf GTD

Ab 1982 wurde das Diesel-Pendant zum Golf I GTI vorgestellt, der Golf GTD mit 51 kW (70 PS) im "GTI-Look" und mit strafferem Fahrwerk. Durch den GTD wurde die Evolution des leistungsfähigen und sportlichen Golf Diesel gestartet.

Zur Leistungssteigerung des 40-kW-Saugdiesel mit 1,6 Liter Hubraum war der GTD mit einem Turbolader ausgestattet. Wegen der höheren thermischen Belastung der Kolbenböden wurden diese von unten mittels Öl-Strahldüsen zwangsgekühlt und der Motor musste deshalb mit einem Öl-/Wasserkühler oberhalb des Ölfilterelements ausgerüstet werden.

1989 war dieser Motor dann erstmals mit einem Oxi-Kat lieferbar, zusätzlich wurde die Einspritzpumpe der Saugdieselmotoren verbaut. Diese Maßnahmen verringerten die Leistung auf 44 kW (60 PS). Ebenfalls 1989/1990 konnte man den Turbodiesel ohne Oxi-Kat mit 51 kW erstmals mit einem Ladeluftkühler bestellen, wodurch die Leistung auf 59 kW (80 PS) gesteigert wurde.

Konkurrenzprodukte


Konkurrenten des VW Golf in Deutschland waren und sind u.a.

PKW-Modell | Volkswagen | Markenname

Volkswagen Golf | Volkswagen Golf | Volkswagen Golf | Volkswagen Golf | Volkswagen Golf | VWゴルフ | Volkswagen Golf | Volkswagen Golf | Volkswagen Golf | Volkswagen Golf | Volkswagen Golf

Vorgänger- und Nachfolgemodell


 

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