Der österreichische Industriekonzern VA Technologie AG (kurz VA Tech) war von Mitte der 1990er-Jahre bis 2005 der größte österreichische Technologiekonzern.
Der Konzern war weltweit mit Töchtern und Repräsentanzen vertreten und mehrheitlich im Streubesitz. Der österreichische Staat war über die staatliche Privatisierungsagentur Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG) einer der größten Eigentümer mit einem Anteil von 14,7 % der Aktien. Die Aktien waren an der Wiener Börse notiert. Eine Investorengruppe um den Wiener Investor Mirko Kovats hielt in den Jahren 2003 bis 2004 mehr als 15 % der Aktien und war damit größte Eigentümer. Zwei US-amerikanische Investorengruppen, Goldman Sachs und Fidelity, hielten zusammen mehr als 10 % der Anteile. VA Tech verbuchte 2003 einen Verlust von 15 Millionen Euro, und 2004 einen Verlust von 70 Millionen Euro, der teilweise auf Sanierungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Um die angeschlagenen Sparten T&D und Wabag zu sanieren und ihr Wachstum zu finanzieren, wollte VA Tech 2004 eine Kapitalerhöhung von knapp 200 Millionen Euro durchführen.
Im November 2004 zog sich Mirko Kovats aus dem Unternehmen zurück und verkaufte trotz vorheriger Dementi sein 17-Prozent-Aktienpaket an die Siemens AG. In der österreichischen Innenpolitik war diese Privatisierung des Konzerns stark umstritten.
Im Februar 2005 übernahm der Siemens Konzern die VA Tech für etwa eine Milliarde Euro (entspricht 97,15 Prozent der Aktien). Am 13. Juli 2005 genehmigten die EU-Wettbewerbshüter die Übernahme offiziell, wobei aber aus kartellrechtlichen Gründen der Wasserkraftwerksbau (VA Tech Hydro) verkauft werden musste.
Ehemaliger Staatsbetrieb | Elektrotechnikhersteller | Unternehmen (Österreich) | Siemens
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