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Als V-Stil oder auch V-Technik bezeichnet man eine spezielle Art der Skisprung-Technik. Der V-Stil ist eine Weiterentwicklung der bis Anfang der 1990er Jahre vorherrschenden Parallel-Sprung-Technik. Beim V-Stil werden die Skier nach dem Absprung scherenmäßig in Form des Buchstabens „V“ auseinandergestellt. Dadurch vergrößert sich die Angriffsfläche des Flugwindes, wodurch der Springer einen größeren Auftrieb erhält und somit weitere Sprünge als mit der Parallel-Sprung-Technik absolvieren kann. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass der V-Stil durchschnittlich rund 30 % mehr Auftrieb verleiht. Weitere Vorteile sind die bessere Stabilität aufgrund der größeren Entfernung der Skier sowie die geringere Bildung von Luftwirbeln zwischen Skiern und Körper des Springers.
Inzwischen hat der V-Stil die frühere Parallel-Sprung-Technik komplett abgelöst.
Der Skiweltverband FIS unter der Präsidentschaft des Norwegers Torbjørn Yggeseth wehrte sich anfänglich jedoch gegen den V-Stil, weil dieser seiner Ansicht nach die Skisprung-Tradition und die Ästhetik dieses Sports ruinieren würde. So wurden die Sprünge mit dem V-Stil weiterhin mit hohen Punktabzügen geahndet. In der Saison 1991/1992 konnte man sich jedoch darauf einigen, nur noch 0,5 Punkte statt bisher 1,5 Punkte für einen Sprung im V-Stil abzuziehen. Als dann 1992 bei den Olympischen Spielen in Albertville der Österreicher Ernst Vettori und der Finne Toni Nieminen mit dem V-Stil Olympiasieger wurden, hatte sich der V-Stil endgültig etabliert und fortan gab es keine Punktabzüge mehr.