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Wappen Karte
Wappen Voecklabruck.png Location of Voecklabruck (Austria, Oberoesterreich).png
Basisdaten
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Bundesland: Oberösterreich
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Politischer Bezirk: Bezirk Vöcklabruck (VB)
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Fläche: 16 km²
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Einwohner: 11.715 (Stand: 15. Mai 2001)
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Höhe: 433 m ü. NN
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Postleitzahl: 4840
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Vorwahl: 07672
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Geografische Lage:
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Gemeindekennziffer: 41746
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Verwaltung: Stadtgemeinde Vöcklabruck
Klosterstraße 9
4840 Vöcklabruck

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Offizielle Website: http://www.voecklabruck.at
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E-Mail-Adresse: stadtamt@voecklabruck.at
Politik
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Bürgermeister: Mag. Herbert Walter Brunsteiner (ÖVP)

Vöcklabruck ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks im südwestlichen Oberösterreich (Hausruckviertel). Es liegt im zentralen Alpenvorland auf etwa 433 Meter Seehöhe am Fluss Vöckla und ist Zentrum der Vöckla-Ager-Senke, des zweitwichtigsten Wirtschaftsraums in Oberösterreich. Außerdem ist Vöcklabruck eine wichtige Verwaltungs-, Einkaufs- und Schulstadt.

Wegen seiner Nähe zu den Seen des Salzkammerguts (Attersee, Mondsee, Traunsee, etc.) wird Vöcklabruck - v.a. in der Tourismuswerbung - auch das "Tor zum Salzkammergut" genannt.

Bei der Volkszählung 2001 hatte Vöcklabruck 11.715 Einwohner.

Geschichte


Die Römer besetzten das Gebiet um 15 nach Chr. und war Teil der Provinz Noricum.

Die Vöckla-Ager-Senke war eines der ältesten bayrischen Siedlungsgebiete, aus dem die Germanen gegen Ende des 5. Jahrhunderts die Römer nach etwa 450-jähriger Herrschaft verdrängt hatten.

Als gegen Ende des 5. Jahrhunderts unter dem Ansturm der germanischen Stämme die römische Verwaltung endgültig zusammengebrochen war, begann die entscheidendste Periode der Geschichte, die bayerische Landnahme, in der die bis in unsere heutige Zeit nachwirkenden bevölkerungs- und siedlungsmäßigen Strukturen entstanden sind. Die Vöckla-Ager-Senke ist eines der ältesten bayerischen Siedlungsgebiete.

Der Name der Stadt wurde 1134 als Pons Veckelahe erstmals urkundlich erwähnt, 1984 wurde deshalb 850-jähriges Jubiläum gefeiert. Für ein wichtiges Gebäude in Vöcklabruck, die Schöndorfer Kirche, gibt es bereits aus dem Jahr 824 einen Beleg.

Dem Kloster Mondsee verdanken wir auch die erste Erwähnung eines Ortes in unserem Gemeindegebiet, der Schöndorfer Kirche. Im Traditionsbuch dieses Klosters ist nämlich eine Urkunde überliefert, die besagt, dass ein frommer Mann namens Mahtuni einen Teil seines Erbes, bestehend aus 40 Tagwerk Land, Wäldern und anderen Wertsachen im Attergau in dem Ort, der Puhilesphah (heute Pilsbach) hieß, diesem Kloster übertrug. Der Vertrag darüber wurde am 26. Dezember 824 in der Kirche zu Scugindorf, dem heutigen Schöndorf, erneuert.

In den Jahren 1134 bis 1143 ließ Pilgrim von Weng an der Brücke über die Vöckla am linken Ufer ein Hospiz errichten, das älteste in Oberösterreich und drittälteste im deutschen Sprachraum.

Der Kern der heutigen Stadt, der von zwei Wappentürmen, den Wahrzeichen Vöcklabrucks, abgeschlossene Stadtplatz war wahrscheinlich eine planmäßige Gründung der Babenberger im 12. Jahrhundert, die so ihren vom Grafen von Regau neu erhaltenen Grundbesitz befestigten.

Vermutlich ist Vöcklabruck nicht offiziell zur Stadt erhoben worden, sondern hat sich im Laufe des 14. Jahrhunderts langsam von der Marktgemeinde zur Stadt entwickelt. Da man weiß, dass es 1358, im Todesjahr von Herzog Albrecht II. bereits Stadt war, wird gewöhnlich dieses Jahr genannt. Albrecht und sein Sohn Rudolf IV. waren große Förderer der Stadt Vöcklabruck und sind deshalb - als Ritter stilisiert - auf dem Stadtwappen zu sehen.

Auch Kaiser Maximilian I., der mit dem Schlossherren des nahegelegenen Schlosses Wartenburg Wolfgang von Polheim befreundet war, förderte die Stadt und hielt sich mehrmals in ihr auf. Auf den Stadttürmen ließ er seine Wappen anbringen.

Im 16. und 17. Jahrhundert waren die Geschicke der Stadt von den auf die Reformation folgenden Glaubenskriegen und mit ihnen in Verbindung stehenden Bauernaufständen geprägt. 1570 war der Großteil der Städter protestantisch, das Pfarramt, das dem Stift Sankt Florian unterstand war katholisch, was natürlich zu ständigen Konflikten führte.

1620 verpfändete Kaiser Ferdinand II. das Land ob der Enns (Oberösterreich) an den bayrischen Herzog Maximilian I. als Gegenleistung für dessen Unterstützung in der Schlacht am Weißen Berge. Unter Maximilians Statthalter Adam Graf von Herberstorff setzte die Gegenreformation in voller Schärfe ein. Die Erhebung der Bauern gegen die erzwungene Rekatholisierung gipfelte im oberösterreichischen Bauernkrieg 1626. Auslöser für diesen Krieg war das Frankenburger Würfelspiel im Mai 1625, bei dem Herberstorff die Rädelsführer einer antikatholischen Erhebung paarweise um ihr Leben würfeln ließ.

Nach dem Ende der Pfandherrschaft 1628 und weiteren blutigen Kämpfen zwischen den Bauern und den kaiserlichen Truppen 1632 wird Vöcklabruck (gemeinsam mit der Gemeinde Engelhartszell) gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges noch einmal verpfändet, als Ferdinand II. Geld braucht, um eine Armee gegen Schweden aufzustellen. Die Stadt scheidet aus dem Verband der landesfürstlichen Städte aus, verarmt und kann sich kaum von den Folgen des Krieges erholen. Erst 1718 wird sie durch Kaiser Karl VI. wieder ausgelöst und bekommt ihren Status und ihre Privilegien zurück.

In den Napoleonischen Kriegen trägt Vöcklabruck wieder große Schäden davon. Nach dem Frieden von Schönbrunn 1809 kommt die Stadt an Frankreich, das sie an Bayern weitergibt. Mit dem Wiener Kongress kommt Vöcklabruck wieder zu Österreich - diesmal endgültig.

1893 wird die Firma Hatschek gegründet. Aus einer Mischung von Asbest und Zement wird dort der neue Werkstoff Eternit entwickelt, der ein weltweiter Erfolg wird.

VB2b.jpg. Vorderseite: Abbildung der Schöndorfer KircheText: „Vöcklabruck, den 17. März 1920“. Rückseite: Abbildung der Aussicht vom Pfarrerfeld Richtung Süden über die Stadt hinwegDer Text im oberen Feld lautet: „Die Stadtgemeinde Vöcklabruck gibt auf Grund des Sitzungsbeschlusses vom 29. Nov. 1919 Gutscheine aus und haftet für die Verbindlichkeit“ Unteres Textfeld: „zur Einlösung derselben mit ihrem gesamten Vermögen. Das ende der Gültigkeitsdauer wird öffentlich verlautbart werden. Nachahmung wird gesetzlich bestraft.“]]

Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem die Stadt nur wenig zerstört wird, entstehen -nicht zuletzt um Vertriebene aus dem Osten aufzunehmen - in Schöndorf und Dürnau neue Ortsteile, in denen heute mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt.

1985 fanden hier die internationalen Feuerwehrwettkämpfe des CTIF, auch Feuerwehrolympiade genannt, statt, bei der u.a. die deutsche Freiwillige Feuerwehr aus Löhne-Ort Gold holte.

Sehenswürdigkeiten


Persönlichkeiten


Sport


Handball

In den Nachkriegsjahren spielte die Feld-Handball-Abteilung des SV Vöcklabruck eine bedeutende Rolle. Spieler im schwarz-weißen Dress waren damals: Hermann Kamper (Tor), Rupert Pichlmann, Max Asen, Rudi Slezina. Trotz ausgezeichneter Ergebnisse erlaubte der Verband der Mannschaft nicht den Aufstieg, da Spiele mit den Linzer Vereinen auf Grund der Nachkriegsverhältnisse nicht möglich waren. Herausragendes Ereignis in der Geschichte der Handballmannschaft war am 9. April 1950 (Ostersonntag) ein Freundschaftsspiel mit der Schweizer Handballmannschaft Thun, die für mehrere Tage Vöcklabruck besuchte, mit einem Umzug festlich begrüßt wurde und Ausflüge ins Salzkammergut mit den Gastgebern absolvierte.


Fußball

Auch der Fußball spielt in der Bezirkshauptstadt mittlerweile eine bedeutende Rolle. Der Verein 1. FC-RFE Vöcklabruck spielt zur Zeit in der 3.Liga Österreichs (Regionalliga Mitte). Heimstädte des Fußballklubs ist das Voralpenstadion.

Politik


Bürgermeister ist seit 1991 Mag. Herbert Brunsteiner von der ÖVP. Vizebürgermeisterin seit 2004: Hermi Kraller, SPÖ

Partnerstädte


Anmerkungen


Weblinks


Ort in Oberösterreich | Ort im Salzkammergut

Vöcklabruck | Vöcklabruck | Vöcklabruck (stad)

 

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