Der Urnerboden (auch "Boden" oder "Ennetmärcht" genannt) ist die grösste Alp der Schweiz und gleichzeitig eine ganzjährig bewohnte kleine Siedlung.
Urnerboden2.jpgurnerboden.jpg Der Urnerboden ist nur in den kurzen Sommermonaten von Uri her erreichbar, und zwar über die 1900 eröffnete Klausenpassstrasse. Während des Winters ist der Klausenpass (1948 m ü.M.) eine unüberwindliche Barriere. Dann ist der Urnerboden nur von Glarus her zu erreichen, falls nicht Lawinen auch diesen Weg unpassierbar gemacht haben.
Urner und Glarner sollen öfters über die Nutzung der Alpen gestritten haben. Der fortwährenden Raufereien leid, hätten sie sich dazu entschlossen, den Grenzverlauf durch zwei Läufer festlegen zu lassen. Sie sollten unten im Tal starten, sobald der Hahn das erste Mal krähte.
Während der Urner Hahn schlecht genährt und mager war, hatte der Glarner bessere Zeiten hinter sich und schlief deshalb länger. Der vom Hunger geplagte Urner Hahn krähte noch in dunkler Nacht und der Läufer machte sich sofort auf den Weg. Die Glarner verzweifelten fast, ging doch schon die Sonne über den Bergen auf, und der Hahn gab noch keinen Ton von sich.
So kam es, dass der Urner Läufer bereits auf dem Abstieg nach Linthal war, als ihm sein Glarner Konkurrent entgegen kam. Auf Bitte des Glarners liess sich der Urmer noch soweit den Berg hinauf tragen, wie es dessen Kräfte zuliesen. Beim heutigen Grenzverlauf sei der Glarner dann tot zusammen gebrochen. Die Bewohner der beiden Kantone hätten diese Grenze von nun an respektiert.
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