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Vor etwa 7 Millionen Jahren drang die Urdonau von Niederösterreich aus durch rückschreitende Erosion nach Westen in das zugleich mit den Alpen aufsteigende Vorland vor. Im Pliozän kam es dann im Alpenbereich zu einer Änderung der Entwässerungsrichtung von Nordost -> Südwest auf West -> Ost.

Immer mehr Zuflüsse aus Süden und Norden gliederten sich an ein Flusssystem beginnend mit der heutigen Rhône, das durch das Schweizer Mittelland floss und in das im weiteren Verlauf die Aare mündete. Es verlief südlich des Schwarzwaldes vorbei an der Schwäbischen Alb. Durch die Auffaltung der Alpen wurden auch die nördlicher gelegenen Gebiete angehoben. Am stärksten im Bereich des Schwarzwalds. Infolge dessen verlegte sich die Wasserscheide, die Aare wurde umgelenkt und die Quellen der Urdonau entstanden im Bereich Feldberg (Schwarzwald).

In der Gegend von Wien mündeten Aare und Urdonau in das pontische Meer. Die rückschreitende Erosion des Rheins bewirkte eine Umlenkung des Alpenrheins zum Rhein. Seither mündet die Aare in den Rhein. Der Verlauf der Urdonau wurde durch die wechselnde Vereisung während der Eiszeiten mehrfach verändert, häufig mündete sie in den Urlech.

Luftbildband


Im Urdonautal der Altmühl. Tümmels, Nürnberg. (132 Seiten; ISBN 3-9215-9088-4).Buchkonzeption umfasst die Kultur und Natur des Tals und arbeitet hauptsächlich mit dem Medium des Luftbilds. Altmühlstrecke Kelheim bis Dollnstein.

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