Urbanität kommt von dem lateinischen Wort urbs = Stadt, das ursprünglich Rom als Weltzentrale bezeichnete. Es meint umgangssprachlich ein welterfahren-höfliches Verhalten.
Urbanität (lat. urbanitas) war in der Rhetoriklehre der Antike und des Mittelalters eine zentrale Stil- und Sprachqualität. Sie meinte eine verfeinerte Eleganz des Stils und den subtilen, distanzierten Witz.
Urbanität beschreibt die Qualität einer Stadt die durch städtisches Dasein (Springbrunnen,Entenweier,Biergarten,Fachgeschäfte etc) ausgelöst wird. Gegenteil ist die desolate Stadtsituation.
Mit Urbanität wird soziologisch eine Lebensweise umrissen, wie sie in einer Groß- oder Weltstadt entstehen kann: das kritisch-kühle, wendige Verhalten des informierten Großstädters im Gegensatz zum unkundig-einspurigen "provinziellen" Verhalten der Landbevölkerung (vgl. Louis Wirth: Urbanism as a way of life, 1938), in der Nachfolge von Georg Simmels Die Großstädte und das Geistesleben).
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