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  • 150 hPa ( 20 °C )
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! colspan="2" | Sicherheitshinweise R: 26/28 33 51/53
S: (1/2) 20/21 45 61
Strukturformel
Uraniumhexafluoride.png
(3D : Oktaeder)
Allgemeines
Name Uranhexafluorid
Andere Namen ?
Summenformel UF6
CAS-Nummer 7783-81-5
Kurzbeschreibung farblose Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 351,99 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 4,68 g/cm³ (20 °C) (ca. 12 mal dichter als Luft )
Sublimationspunkt 56 °C
Dampfdruck
Löslichkeit Gut löslich in Wasser ( ca. 67 % Massen- Prozent bei 25°C )
R- und S-Sätze
MAK 1 mg/m³
 

Uranhexafluorid, UF6, ist eine leicht flüchtige, äußerst giftige, radioaktive und korrosive Verbindung aus Uran und Fluor, die in der Uran-Anreicherung eingesetzt wird.

Uranhexafluorid ist nicht brennbar, nicht explosiv und beständig gegen trockene Luft. Es reagiert hingegen sehr heftig mit Wasser (beispielsweise Luftfeuchtigkeit), wobei das wasserlösliche Uranylfluorid (UO2F2) und Fluorwasserstoff (HF) entstehen.

Eigenschaften


Uranhexafluorid bildet farblose, orthorhombische, leicht hydrolysierbare Kristalle, die unter einem Druck von 1,52 bar bei 64,1 °C schmelzen. Unter Normaldruck (1.01325 bar) sublimiert UF6 bei 56,5°C. Der Dampfdruck bei 25°C beträgt 153 mbar. Die kritische Temperatur liegt bei 232,65 °C, der kritische Druck beträgt 46,6 bar und das kritische Volumen 250,0 cm³/mol. Die Dichte am kritischen Punkt beträgt 1,328 g/cm³ und der kritische Realgasfaktor Zc=0,277 und der Azentrizitätsfaktor 0,318.

Das nicht salzartige Uranhexafluorid besteht in gasförmigem Zustand aus regulär oktaedrischen Molekülen mit einheitlicher U-F Bindungslänge von 1,996 Å. Hingegen zeigen Untersuchungen an kristallinem UF6 mittels Neutronenstreuung eine signifikante Abweichung von der regulär oktaedrischen Koordination (5F in Abständen bei 1,91 Å und 1F bei 2,28 Å). Dies wird auf die unsymmetrische Umgebung der Moleküle in der Kristallstruktur zurückgeführt.

UF6 ist ein kräftiges Fluorierungsmittel. Es bildet Fluorokomplexe UF7- und UF82-.

Herstellung


Uranerz, bestehend aus Uraninit (Pechblende U3O8) und Carnotit (KUO2VO4 x 1½H2O), oder sog. "Yellowcake" wird mit Schwefelsäure oder Soda aufgeschlossen . Die jeweiligen Lösungen werden über Anionenaustauscherharze geschickt und dann mit Ammoniak versetzt, sodass das Uran als Polyuranatgemisch ausfällt. Der entstehende gelbe Feststoff Uranylnitrat (UO2(NO3)2) wird in Salpetersäure gelöst und mit Tributylphosphat (TBP) im PUREX-Prozess extrahiert. Nach dem Eindampfen erhält man reines Uranylnitrat, welches durch Erhitzen zu UO3 reagiert. Durch Reduktion mit Wasserstoff erhält man dann Uran(IV)oxid (UO2), das mit Flusssäure (HF) in das Tetrafluorid UF4 umgewandelt wird. Dieses wird mit elementarem Fluor zu UF6 weiter oxidiert.

Verwendung


Uranhexafluorid dient zur Trennung der Uranisotope nach dem Gasdiffusionsverfahren oder mittels Ultrazentrifugen. Es ist hierzu ideal geeignet, da es sich im Gegensatz zu den meisten anderen Uranverbindungen leicht in die Gasphase überführen lässt und da Fluor aus nur einem Isotop besteht. Alle Fluor-Atome haben exakt das gleiche Atomgewicht, daher sind die Massenunterschiede der Uranhexafluorid-Moleküle, die bei der Isotopentrennung ausgenutzt werden, wie erwünscht nur auf die Massenunterschiede der Uran-Atome zurückzuführen.

Siehe Uran-Anreicherung.

Chemische Verbindung

Weblinks


Uranhexafluorid chemie-master.de

Uranium hexafluoride | 六フッ化ウラン | Uraniumhexafluoride | Фторид урана(VI)

 

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