Der Begriff Wort des Jahres bezeichnet das Schlagwort des Jahres:
Ausgewählt werden solche Wörter und Ausdrücke, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders bestimmt haben, die für wichtige Themen stehen oder sonst als charakteristisch erscheinen. Die Worthäufigkeit spielt für die Entscheidung keine Rolle. Auch ist mit der Auswahl keine Wertung bzw. Empfehlung verbunden.
Die Auswahl der Spitzenwörter erfolgt stets im Dezember durch eine Fachjury. Diese besteht aus dem Hauptvorstand sowie den wissenschaftlichen Mitarbeitern der GfdS.
Das Ergebnis für 2005 lautet:
Das Unwort des Jahres wird jährlich von der Jury der Aktion „Unwort des Jahres“ an der Universität Frankfurt am Main bestimmt; hierzu kann aber jeder Vorschläge einreichen. Geeignet sind aktuelle Begriffe, die nach Ansicht der Juroren „sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen“. Zusätzlich wurde von der Jury „Menschenmaterial“ als Unwort des 20. Jahrhunderts gewählt.
Seit 2001 ermittelt die Börse Düsseldorf das Börsenunwort des Jahres:
2005 „Heuschrecken“
2004 „Seitwärtsbewegung“
2003 „Bester Preis“
2002 „Enronitis“
2001 „Gewinnwarnung“.
Nachdem sich zeigte, dass bei der Wahl zum deutschen Unwort des Jahres immer mehr Wörter zur Auswahl standen, die von deutschen Politikern oder Medien geprägt wurden, mit Österreich dagegen keinen Bezug hatten, wurde 1999 das erste Mal von der Karl-Franzens-Universität Graz im Zuge des Projekts Österreichisches Deutsch, sowohl ein Wort und ein Unwort des Jahres ermittelt.
Folgende Worte und Unworte wurden seitdem von Sprachwissenschaftlern ausgewählt:
| Jahr | Wort des Jahres | Unwort des Jahres | Satz des Jahres |
|---|---|---|---|
| 2005 | Schweigekanzler | Negativzuwanderung | „Österreich ist frei!“ |
| 2004 | Pensionsharmonisierung | Bubendummheiten | |
| 2003 | Hacklerregelung | Besitzstandswahrer | „Kinder statt Partys.“ |
| 2002 | Teuro | der Rücktritt vom Rücktritt | „Bin schon weg – bin schon wieder da!“ |
| 2001 | Nulldefizit | nichtaufenthaltsverfestigt | |
| 2000 | Sanktionen | soziale Treffsicherheit | |
| 1999 | Sondierungsgespräch | Schübling |
Nach dem Vorbild Deutschlands und Österreichs wird seit 2002 auch in Liechtenstein ein Wort und Unwort des Jahres ermittelt.
Folgende Worte und Unworte wurden seitdem ausgewählt:
| Jahr | Wort des Jahres | Unwort des Jahres | Satz des Jahres |
|---|---|---|---|
| 2005 | Koalitionsharakiri | Auberginenfürze | „Für das Leben“ |
| 2004 | Lesesäcke | Papier-Liechtensteiner | „Goht's noch“ (Geht es noch?) |
| 2003 | Souveränität | Theologischer Sondermüll | „Liechtenstein ist wieder nach Wien, fast, heimgekehrt.“ |
| 2002 | Dualismus | Verfassungsgegner | „Ohne Fürst sind wir nichts“ |
Von der Resonanz ermutigt, veröffentlichten die Initiatoren Daniel Quaderer und Günther Meier 2003 ein Buch Wörter des Jahres von 1970 - 2003. Und bildeten mit einigen Ostschweizer die Jury für ein Schweizer Pendant.
| Jahr | Wort des Jahres | Unwort des Jahres | Satz des Jahres | Pressemitteilung (Titel) |
|---|---|---|---|---|
| 2005 | Aldisierung | erlebnisorientierte Fans | «Deutschland – wir kommen!» 1 | |
| 2004 | Meh Dräck (mehr Dreck) | Ökoterror | «Switzerland – zero points.» 2 | «Gipfeli geklaut» 3 |
| 2003 | Konkordanz | Scheininvalide | «Wählt Blocher, er hat diese Strafe verdient.» |
Daniel Quaderer, Günther Meier: Wörter des Jahres von 1970 - 2003. 270 Wörter, die in Liechtenstein für Aufsehen sorgten. Alpenland Verlag AG, Schaan 2003. ISBN 3-905437-05-8
Wort des Jahres | Unwort des Jahres | Liste (Sprache)
Word_of_the_Year_%28American_Dialect_Society%29 | Vorto de la jaro
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"Wort des Jahres".
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