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Untertagebau oder "Tiefbau" ist die Erstellung unterirdischer Hohlräume (Tunnels, Stollen, Schächte, Kavernen u. ä.) im anstehenden Felsgestein in geschlossener Bauweise, die zur Gewinnung von Bodenschätzen dienen.

Die Abbauverfahren richten sich danach, ob die Lagerstätte flözartig, gangartig oder massig angelegt ist, wie die Standfestigkeit des Nebengesteins und die Beschaffenheit des Rohstoffs ist.

Entsprechend kommen spezielle Abbauverfahren zur Anwendung, zum Beispiel Kammerbau, Strebbau, Weitungsbau, Teilsohlenbruchbau.

Der Untertagebau geht nicht ohne Umweltschäden ab: Das Deponieren des Abraums führt zur Anlage von Kippen und Halden und somit zum Landschaftsverbrauch.

An der Erdoberfläche kann es zu großflächigen Sackungen und andern Bergschäden kommen, die zu Schäden an Gebäuden und in der Landwirtschaft führen.

Beim Wasserhaushalt können durch den Untertagebau Absenkungen des Grundwasserspiegels und die Verschmutzung der Oberflächengewässer verursacht werden.

Eine Sonderform des Tiefbaus ist der Stollenbau, bei dem das Grundwasser durch Stollen (Erbstollen) unterhalb des genutzten Grubengebäudes offen abfließen kann.

Bergbau

 

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