Unternehmensführung entspricht im betriebswirtschaftlichen Zusammenhang:
Zu den typischen Haupt-Führungsaufgaben des Managements gehören:
Gegenstand der Managementlehre ist die Gestaltung von Organisationen im Sinne von zweckgerichteten sozialen Systemen. Management kann institutional und funktional gesehen werden. Management im institutionalen Sinn ist die Personengruppe, die eine Organisation führt, während im funktionalen Sinn der Begriff Management für die damit verbundenen Tätigkeiten und Aufgaben steht. Im funktionalen Sinn bedeutet Management die Beherrschung eines Prozesses. Ein Prozess zeichnet sich durch die Definition von Anfangs- und Endzustand aus. Demzufolge hat sich eine Vielzahl an Managementbegriffen herausgebildet.
Management - im funktionalen wie im institutionellen Sinn - hat zu tun mit Wirksamkeit, Systematisierung, Professionalisierung, zielgerichteter Steuerung, effizientem und ökonomischem Handeln. Aufgabe eines Managers ist die Planung, Durchführung, Kontrolle und Anpassung von Maßnahmen zum Wohl des Zweckes der Organisation bzw. des Unternehmens und aller daran Beteiligten (Anspruchsgruppen = Stakeholder) unter Einsatz der ihm zur Verfügung stehenden betrieblichen Ressourcen.
Die gesetzlichen und anderen regulativen Rahmenbedingungen zur Unternehmensführung sind in der Corporate Governance festgehalten
Als grundsätzliche Planungszeiträume werden die kurzfristige, mittelfristige oder langfristige Planung unterschieden. Die kurzfristige Planung umfasst ein Jahr oder weniger, die Mittelfristplanung bezieht sich in der Regel auf eine Zeitspanne von ein bis fünf Jahren, langfristige Planung umfasst einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren.
Strategische Führung ist entsprechend der zugrundegelegten Führungsebene tendenziell langfristig ausgerichtet und kann wegen einer relativ großen Unbestimmtheit der verfügbaren Informationen lediglich die grobe Gesamtplanung des Unternehmens zum Inhalt haben. Sie stellt das Bindeglied zwischen der übergeordneten Unternehmensphilosophie und der nichtstrategischen Führung dar.
Während die Zielgröße der strategischen Unternehmensführung der Aufbau neuer Erfolgspotentiale sowie den Erhalt bestehender ist, steht die unmittelbare Erfolgserzielung mit Hilfe der bestehenden Erfolgsfaktoren und die Umsetzung der festgelegten Unternehmensstrategie im Mittelpunkt der nichtstrategischen Unternehmensführung. Mit ihr erfolgt die kurzfristige Festlegung der Programme, Tätigkeiten und benötigten Mittel für die verschiedenen Bereiche im Detail. Die hiermit verbundene Zunahme der Exaktheit der zur Verfügung stehenden Informationen führt zu einer stärkeren Differenzierung der getätigten Pläne.
- | Ökonomische Umwelt | Sozio-kulturelle Umwelt | - | Wirtschaftliche Entwicklung | Werte und Einstellungen in der Bevölkerung | - | Kreditsicherheit | Lebensstil und Bevölkerungsmix | - | Höhe des verfügbaren Einkommens | Arbeitseinstellung | - | Konsumneigung | Demographie der Bevölkerung | - | Zinssatz | Religion | - | Steuer | Einstellung der Bevölkerung gegenüber der Industrie | - | Aktueller Wechselkurs | Status-Symbole | - | Internationale wirtschaftliche Entwicklung | - | Bruttoinlandsprodukt | - | Einkommensverteilung in der Bevölkerung | - | Lohn- und Gehaltsniveau |
|---|
- | Technologische Umwelt | Politische Umwelt | - | Erfindungen in der Wissenschaft | Gesetzgebung des Bundes, der Länder und Gemeinden | - | Technische Entwicklungen in alternativen Industriezweigen | Politische Ideologie der Bevölkerung | - | Technologische Entwicklungen in der Industrie | Politische Einstellungen gegenüber der Industrie |
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In jüngeren Diskussionen wird zwischen zwei vorherrschenden Polaritäten der Unternehmenspolitik unterschieden:
Der Shareholder-Value-Ansatz (Stabilisierungspolitik) und der Stakeholder-orientierte Ansatz (Entwicklungspolitik)
Während der Shareholder-Value-Ansatz die Interessen der Kapitalgeber in den Vordergrund stellt und sich auf die Bestands- und Überlebenssicherungspolitik des Unternehmens konzentriert, ist der Stakeholderansatz auf die Interessen der Stakeholder des Unternehmens gerichtet d.h. auf z.B. die Mitarbeiter, Kunden und zielt damit auf die langfristige Unternehmenspolitik.
Merkmale
Die Shareholder-value-orientierte Unternehmenspolitik wird häufig auch stabilitätsorientierte oder als konservative Unternehmenspolitik bezeichnet
Weitere Anmerkungen zum Shareholder-Ansatz
Merkmale
Anmerkungen zum Stakeholder-Ansatz
Beide Positionen – Stakeholder-Value und Shareholder Value – sind als komplementär anzusehen!
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