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Als Unterflurmotor wird bei Kraftfahrzeugen eine im Rahmen liegende Anordnung des Motors bezeichnet. Berühmt für seine Fahrzeuge mit Unterflurmotor war der Lkw- und Bushersteller Büssing.

Lkw mit Unterflurmotoren


Der Motor befindet sich nicht unterhalb des Fahrerhauses sondern unterhalb der Ladefläche.

Vorteile von Lkw mit Unterflurmotoren:

  • Die Fahrerhäuser können wesentlich flacher gestaltet werden und haben keine Wölbung im Boden, unter dem sich der Motor befindet.
  • Im Fahrerhaus sind die Fahrzeuge durch die große Entfernung zum Motor recht leise.

Nachteile von Fahrzeugen mit Unterflurmotoren:

  • Der Motor ist schlecht zugänglich.
  • Außerhalb des Fahrerhauses sind die Fahrzeuge sehr laut, da für eine effektive Schalldämmung nur wenig Platz vorhanden ist.
  • Die Konstruktion von Sattelschlepperzugmaschinen ist schwierig, da diese recht kurz sind.
  • Die Konstruktion von Baufahrzeugen ist schwierig, da diese eine große Bodenfreiheit benötigen, die durch den sehr tief liegenden Motor nur schwer herstellbar ist.
  • Die Konstruktion von Fahrzeugen mit Allradantrieb ist nahezu unmöglich.

Trotz der Vorteile konnten sich Lkw mit Unterflurmotor nicht durchsetzen. Nach der Übernahme von Büssing durch MAN wurden noch einige Jahre weiter Fahrzeuge dieser Bauart von MAN gefertigt, mittlerweile wurde die Produktion jedoch eingestellt.

Busse mit Unterflurmotoren


Bei Bussen mit Unterflurmotor befindet sich der Motor nicht im Heck sondern in der Mitte zwischen den Achsen. Bei Bussen war der Bau von Fahrzeugen mit Unterflurmotoren wesentlich verbreiteter als bei Lkw, viele Hersteller fertigten derartige Fahrzeuge. Der Bau von Gelenkbussen war einfacher zu realisieren, da ohne größere Probleme die mittlere Achse angetrieben werden konnte. Dennoch verfügen die meisten Busse heute über einen Heckmotor, der über eine große Klappe von hinten wesentlich besser zugänglich ist.

Unterflurmotoren im Eisenbahnwesen


Eine große Verbreitung erreichten Unterflurmotoren im Eisenbahnwesen. Durch den Einbau der kompletten Antriebsanlage unter dem Fahrzeugboden geht so bei Triebwagen kein Platz im Fahrgstraum verloren. Auch wird der Geräuschpegel im Fahrzeuginnenraum klein gehalten. Mit Unterflurmotoren der Firma Büssing waren z.B. sämtliche Schienenbusse der Deutschen Bundesbahn ausgestattet.

Siehe auch


Technik/Themenliste Fahrzeugtechnik

Kraftfahrzeugtechnik

 

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