| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Landkreis Unterallgaeu.png | Lage des Landkreises Unterallgäu in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Schwaben |
| Verwaltungssitz: | Mindelheim |
| Fläche: | 1.229,2 km² |
| Einwohner: | 135.708 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 110 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | MN |
| Kreisschlüssel: | 09 7 78 |
| Kreisgliederung: | 52 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Bad Wörishofer Str. 33 87719 Mindelheim |
| Offizielle Website: | www.unterallgaeu.de |
| E-Mail-Adresse: | info@lra.unterallgaeu.de |
| Politik | |
| Landrat: | Dr. Hermann Haisch (CSU) |
| Karte | |
| Bavaria_mn.png | |
Die Nachbarkreise sind im Nordwesten der Landkreis Neu-Ulm; im Norden der Landkreis Günzburg; im Nordosten der Landkreis Augsburg; im Osten und Südosten der Landkreis Ostallgäu; im Süden der Landkreis Oberallgäu; im Westen die baden-württembergischen Landkreise Ravensburg sowie Biberach.
Die Exklave Buxheim wird im Westen durch die kreisfreie Stadt Memmingen vom übrigen Kreisgebiet getrennt.
Die Fläche des Kreises umfasst 1.230,33 km². Damit steht er unter den 71 bayerischen Landkreisen an 19. Stelle, im Regierungsbezirk Schwaben nimmt er den vierten Platz unter den zehn Landkreisen ein. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt in dem mittelgroßen Landkreis 54 km (Haselbach - Legau), die größte Ost-West-Ausdehnung 44 km (Heimertingen - Amberg). Das einzige noch gemeindefreie Gebiet ist der Ungerhauser Wald mit einer Fläche von 3,26 km².
Am Nordrand des Landkreises werden im Günztal und Mindeltal, etwa bei Tafertshofen und Tiefenried, 520 Höhenmeter gemessen. Das Gelände steigt nach Süden hin an und erreicht bei Unterwarlins (Gemeinde Böhen) am Südrand des Landkreises, seine oberste Marke von 845 Metern. Der Höhenunterschied ist also mehr als 300 Meter. In ähnlicher Relation schwankt auch das Klima der einzelnen Landkreisteile. Das Klima ist voralpin, wobei atlantische Einflüsse überwiegen.
Im südlichen Landkreisbereich wird das Klima von Föhn- und Stauwetterlagen der Ostalpen beeinflusst. Niederschläge und Temperatur sind von der Höhenlage abhängig. Die Höhe der jährlichen Niederschläge beträgt zwischen 900 mm im Norden und 1.200 mm im Süden des Landkreises. Damit zählt das Unterallgäu zu den regenreichsten Gebieten Deutschlands.
Mit einer mittleren Temperatur von 6,8 bis 7,3 °C im Jahresdurchschnitt und 13 bis 15 °C in der Hauptwachstumszeit von Mai bis Juli sind die Temperaturen als "mäßig kühl" oder "kühl" einzustufen. Der südliche Landkreis rechnet schon aufgrund der Höhenlage bis 845 Meter zur kühleren Zone. Diese "Klimalinie" läuft etwa von Legau über Bad Grönenbach, Ottobeuren, Wineden bis Warmisried.
Der Naturpark Augsburg-Westliche Wälder, der im Süden bis Türkheim reicht und das äußerst schöne Gebiet der Stauden umfasst, liegt mit etwa 1/10 seiner Fläche im Landkreis.
| Naturschutzgebiete | ||||
| Das Benninger Ried | 22 ha | |||
| Das Hundsmoor | 21 ha | |||
| Das Pfaffenhauser Moos | 51 ha | |||
| Landschaftschutzgebiete | ||||
| Beiderseits der Iller | 800 ha | Mühlbachtal | 700 ha | |
| Untere Iller bei Kardorf | 80 ha | Hochfirst | 600 ha | |
| Südlich und östlich der Iller | 170 ha | Wertachauen | 800 ha | |
| Illerauen nördlich von Buxheim | 400 ha |
| Aurikelschlucht | Leinhang | |
| Blumenwiese Goßmannshofen | Weiherbrunner Quellen | |
| Geologische Orgeln |
1862 wurde aus den Landgerichten Grönenbach und Ottobeuren sowie dem Landbezirk des Stadt- und Landgerichts Memmingen das Bezirksamt Memmingen gebildet. Letzteres wurde aus 14 Gemeinden des Landgerichts Grönenbach und Ottobeuren neu errichtet. Ferner entstand aus den Landgerichten Mindelheim und Türkheim das Bezirksamt Mindelheim. 1880 wurden einige Gemeinden dieses Bezirks in die Bezirke Kaufbeuren, Augsburg und Krumbach abgegeben.
1939 wurden die beiden Bezirke in Landkreise und die Bezirksämter in Landratsämter umbenannt. 1940 wurde die kreisfreie Stadt Memmingen in den Landkreis Memmingen eingegliedert, doch wurde dies 1948 wieder rückgängig gemacht.
Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern 1972 wurde aus den Landkreisen Mindelheim und Memmingen (mit Ausnahme von zwei Gemeinden, die in die kreisfreie Stadt Memmingen eingegliedert wurden) sowie dem Raum Babenhausen des Landkreises Illertissen der neue Landkreis Mindelheim gebildet. Dieser übernahm das Autokennzeichen "MN" des bisherigen Landkreises Mindelheim. 1973 erhielt der Kreis jedoch den neuen Namen "Landkreis Unterallgäu", wofür wohl Imagegründe ausschlaggebend waren. Dies ist insofern unpassend, als das Kreisgebiet weit nach Norden über den eigentlichen Allgäuer Raum hinausgeht und der größte Teil des Kreises somit zu Mittelschwaben gehört. Die Einführung des neuen Autokennzeichens "UA" scheiterte seinerzeit an den massiven Protesten der Bevölkerung. Wichtigste Herrschaftsträger der zahlreichen Hoheitsgebiete, die früher im Bereich des Landkreises bestanden, waren die Reichsabtei Ottobeuren und die Fugger.
| 17. Mai 1939 | 78.132 |
| 13. September 1950 | 117.358 |
| 06. Juni 1961 | 104.927 |
| 27. Mai 1970 | 111.531 |
| 25. Mai 1987 | 115.770 |
| 31. Dezember 1990 | 121.157 |
Erläuterung des Wappens: Im südlichen Teils des Landkreisese dominiert in geschichtlicher Beziehung die alte Reichsabtei Ottobeuren, der heraldische Figur, die goldene Rosette auf schwarzem Grund auf dieses Gebiet hinweist.
Unter den weltlichen Herrschaftsträgern ist das Haus der Fugger mit seinen Zentren Kirchheim und Babenhausen zu nennen. Die Fugger'sche Lilie repräsentiert diesen Teil der Kreisgeschichte.
Die Herrschaften Mindelheim und Türkheim standen seit dem 17. Jahrhundert in enger Beziehung zu Bayern. Die bayerischen Rauten greifen diesen Gedanken auf und versinnbildlichen die bayerische Verwaltung in Schwaben seit dem frühen 19. Jahrhundert.
Da für den öffentlichen Verkehr zunächst keine Bahnbauten geplant waren, ergriff die Stadt Memmingen die Initiative und erbaute 1862/63 die Illertalbahn, die von Ulm nach Kempten (Allgäu) dem Fluss von Norden nach Süden folgt.
Die Bayerische Staatsbahn eröffnete 1874 von Buchloe über Mindelheim eine Strecke nach Memmingen, die 1889 zur Württembergischen Staatsbahn in Richtung Leutkirch - Kißlegg verlängert wurde.
In den folgenden Jahren ergänzten Lokalbahnen das Liniennetz:
Eine Besonderheit stellte die von der Lokalbahn Aktien-Gesellschaft Wörishofen im Jahre 1896 eröffnete Strecke Türkheim-Bahnhof - Bad Wörishofen dar, die bis 1939 elektrisch betrieben wurde.
Der Personenverkehr wurde zwischen 1960 und 1991 auf mehr als einem Drittel des Gesamtnetzes von 156 km stillgelegt:
| Städte | Märkte |
(Fläche in km² am 31. Dezember 2001, Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)
Landkreis in Bayern | Unterallgäu
Unterallgäu | Unterallgäu | Unterallgäu | Powiat Unterallgäu
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Landkreis Unterallgäu".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world