| Wappen | Karte |
|---|---|
| Unna-stadt.gif | Lage der Stadt Unna in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg |
| Kreis: | Unna |
| Geografische Lage: | |
| Fläche: | 88,52 km² |
| Einwohner: | 68.473 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 774 Einwohner/km² |
| Höhe: | 65-220 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 59423, 59425, 59427 |
| Vorwahlen: | 02303, 02308 |
| Kfz-Kennzeichen: | UN |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 78 036 |
| Website: | www.unna.de |
| E-Mail-Adresse: | info@stadt.unna.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Werner Kolter (SPD) |
Die westlichen Ortsteile (Massen, Königsborn) sind noch eher dem Ballungsraum Ruhrgebiet ähnlich strukturiert, die östlichen (Lünern, Stockum, Hemmerde) haben hingegen bereits ländlichen Charakter. Dies gilt insbesondere auch für die Verkehrs- und Wohnsituation.
Seit 1389 erfolgte im Gebiet des heutigen Königsborns der Abbau von Kochsalz aus Sole. Im 15. Jahrhundert begann der Zusammenschluss der Handwerker und Kaufleute in Zünften. Ab 1469 war die Stadt Mitglied der Hanse. Mitte des 16. Jahrhunderts endete auf Grund des Niedergangs der Hanse, der Glaubensspaltung und zahlreicher Kriege und Seuchen die wirtschaftliche Blüte. 1597 suchte die Pest Unna heim. Im Dreißigjährigen Krieg litt die Stadt unter Belagerungen, Einquartierungen und Kontributionen. Sie wurde mehrmals von ausländischen Truppen besetzt. Von 1666 bis 1947 gehörte Unna zu Brandenburg-Preußen. 1673 ließ der französische Marschall Turenne die Stadt beschiessen, wobei 160 Häuser zerstört wurden.
1734 erfolgte durch den preußischen Staat die Gründung die „Saline Königsborn“, die später zur wichtigsten Saline in Westfalen wurde. 1799 wurde in Unna die erste Dampfmaschine in den Westprovinzen Preußens zur Soleförderung in Betrieb genommen. Mit dem Ausbau des Hellwegs zur befestigten Straße 1817 und dem Anschluß an das bergisch-märkische Eisenbahnnetz 1855 erfolgte die Anbindung der Stadt an die neuen Zentren im Ruhrgebiet. Unna blieb bis Ende des 19. Jahrhunderts ein Ackerbürgerstädtchen.
Die Industrialisierung setzte 1870 mit dem Beginn der Steinkohleförderung in Massen, Billmerich, Ringebrauck und Königsborn ein. Auch Bergbauzulieferbetriebe sowie Fabriken für Maschinenbau und Metallverarbeitung, Ziegeleien und Brauereien siedelten sich an. Mit der Schließung der Schachtanlagen während der Strukturkrise im Ruhrgebiet in den 1960er Jahren endete die durch den Bergbau geprägte Entwicklung. Seitdem wandelt sich die Stadt zu einem Dienstleistungszentrum.
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war Unna nur eine kleine Stadt mit wenigen hundert Einwohnern. Die Bevölkerung wuchs im Laufe der Jahrhunderte nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So starben 1597 beim Ausbruch der Pest von 2.500 Bewohnern 1.400. Auch im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) sank die Einwohnerzahl. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1818 erst 2.400 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 15.000. Bis 1956 verdoppelte sich diese Zahl auf 30.000.
Einen Zuwachs von 18.000 Personen auf 50.000 Einwohner brachten die Eingemeindungen vom 1. Januar 1968. Im Jahre 2000 erreichte die Bevölkerungszahl mit 71.375 ihren historischen Höchststand. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Unna nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 68.473 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1819 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1595 | 2.500 |
| 1597 | 1.100 |
| 1795 | 2.400 |
| 1819 | 3.479 |
| 1. Dezember 1840 ¹ | 4.977 |
| 3. Dezember 1855 ¹ | 5.932 |
| 3. Dezember 1858 ¹ | 6.402 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 6.915 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 7.300 |
| 1. Dezember 1885 ¹ | 8.904 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 11.119 |
| 2. Dezember 1895 ¹ | 12.355 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1. Dezember 1900 ¹ | 14.912 |
| 1. Dezember 1905 ¹ | 16.324 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 17.355 |
| 1. Dezember 1916 ¹ | 15.172 |
| 5. Dezember 1917 ¹ | 15.444 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 17.039 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 18.463 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 18.566 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 19.994 |
| 31. Dezember 1945 | 21.707 |
| 29. Oktober 1946 ¹ | 23.007 |
| 13. September 1950 ¹ | 26.332 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 25. September 1956 ¹ | 29.684 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 31.465 |
| 31. Dezember 1965 | 31.782 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 50.025 |
| 31. Dezember 1975 | 54.476 |
| 31. Dezember 1980 | 56.416 |
| 31. Dezember 1985 | 58.778 |
| 25. Mai 1987 ¹ | 56.499 |
| 31. Dezember 1990 | 61.552 |
| 31. Dezember 1995 | 66.457 |
| 31. Dezember 2000 | 71.375 |
| 30. Juni 2005 | 68.473 |
Sitze im Stadtrat:
Stand 11. Oktober 2004 nach den Kommunalwahlen und der Stichwahl am 10. Oktober 2004Bürgermeister ist Werner Kolter (SPD).
Unna unterhält partnerschaftliche Beziehungen mit den folgenden Städten:
Vor einigen Jahren ist in Unna auf dem Gelände der ehemaligen Lindenbrauerei das Zentrum für internationale Lichtkunst entstanden. Das Museum lockt kulturell interessierte Gäste aus aller Welt an. Im Ortsteil Kessebüren besteht das Ernst-Oldenburg-Haus mit einer ständigen Ausstellung von Werken des Malers und Bildhauers Ernst Oldenburg, der hier die letzten Jahre seines Lebens lebte und arbeitete. Die Burg Unna ist seit 1936 Sitz des Hellweg-Museums.
In Unna findet, seit 1956 durchgeführt von Helmut Scherer, der kleinste Karnevalsumzug der Welt statt. Er besteht nur aus einem einzigen handgezogenen Leiterwagen.
Auch findet alle zwei Jahre das "Un(n)a festa Italiana", das größte italienische Fest nördlich der Alpen, in der Innenstadt statt.
An jedem ersten Wochenende im September findet in Unna das Stadtfest statt. Auf bis zu sieben Bühnen werden im gesamten Innenstadtbereich verschiedene Musikrichtungen und Künstler präsentiert. Neben lokalen Größen treten auch bekannte Musikgruppen wie die Kölner Gruppe Brings (2004) auf. Das Fest wird am Freitagabend mit dem Altbierabend und dem traditionellen Fassanstich durch den Bürgermeister eröffnet.
Ein weiterer wirtschaftlicher Schwerpunkt ist der Logistikbereich. Das ehem. Karstadt-Zentrallager (heute DHL) und das Metro-Hochregallager Varena sind die bekanntesten Vertreter dieser Branche.
Unna beherbergt die Glück-Auf-Kaserne, den Standort des Instandsetzungsbataillons 7 der deutschen Bundeswehr.
Der Bahnhof liegt an den Bahnstrecken Hamm-Köln und Dortmund-Soest. Es besteht eine S-Bahn Verbindung nach Dortmund (weitere Haltepunkte: Unna-West, Unna-Königsborn, Unna-Massen).
Unna besitzt ein Stadtbusnetz (StadtBus C40 - C44).
Ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Lindenbrauerei sind im Zentrum für Information und Bildung (ZIB) verschiedene Einrichtungen der Stadt Unna zusammengefaßt. Unter anderem finden sich hier Volkshochschule, Stadtbibliothek und Stadtarchiv seit 2004 unter einem Dach.
Unna weist abgesehen von einer Hauptschule ein vollständiges Angebot allgemeinbildender Schulen auf, unter anderem auch eine bilinguale Oberstufe. Unna ist ebenfalls ein Berufsschulzentrum mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
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