University of Chicago
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| Präsident | Don Michael Randel
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| Art | privat
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| religiöse Zugehörigkeit
| keine
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| gegründet | 1890
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| Ort
| Chicago, Illinois, USA
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| Studenten
| 13.870 (2004)
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| Nobelpreise
| 78 (2004)
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| Beschäftigte | ca. 12.460
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| davon Dozenten | ca. 2.160
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| jährl. Haushaltsbudget
| 1,2 Mrd US-$ (2004)
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| Stiftungsvermögen
| 3,6 Mrd US-$ (2004)
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| Campus-Umgebung
| X
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Die Universität von Chicago entstand im ausgehenden 19. Jahrhundert und gilt als eine der wichtigsten privaten Universitätsgründungen in den USA während dieser Epoche. Sie wurde nach dem Vorbild deutscher Universitäten Humboldtscher Prägung angelegt.
Überblick
Die damaligen Neugründungen, zu denen auch die
Clark University (
Worcester,
Massachusetts) und die
Johns Hopkins University (
Baltimore,
Maryland) zählten, revolutionierten die amerikanische Hochschullandschaft: Das vorrangige Ziel der neuen Universitäten lag in der Forschung und in der Lehre auf der Stufe des Hauptstudiums (Graduate Studies). Im Gegensatz dazu verlängerten die traditionellen
Ivy-league Colleges der amerikanischen Ostküste lediglich eine gymnasiale Oberstufe oder fungierten als protestantische Predigerschulen. Erst im
20. Jahrhundert gelang es diesen renommierten Schulen, zu vollen Forschungsuniversitäten heranzuwachsen.
Zusätzlich zu den Besonderheiten des Gründung sind die
geographischen Bedingungen bedeutsam: Geographisch ist
Chicago als
Metropole weitgehend isoliert, während die traditionsreichen Schulen der Ostküste (
Brown University,
Columbia University,
Cornell University,
Dartmouth College,
Harvard University,
Princeton University,
Yale University, Clarks und Johns Hopkins) in räumlicher Nähe zueinander angesiedelt sind und gleichsam einen akademischen
Cluster bilden.
Zumindest teilweise begünstigt die geographische Isoloation Chicagos in mehreren Disziplinen das Entstehen klar unterscheidbarer Schulen : In der Philosophie war Chicago unter der Ägide John Deweys ein Zentrum des amerikanischen Pragmatismus. An der theologischen Fakultät verschrieb man sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts einem sozio-historischen Ansatz. In den Sozialwissenschaften – dem herausragenden Schwerpunkt Chicagos – entwickelte sich in den 1920er Jahren unter Robert Park eine empirisch ausgerichtete Soziologie, in der Politikwissenschaft formte Charles E. Merriam eine Schule eigener Prägung und schließlich entstand in der Ökonomie die berühmte Chicago School of Economics (Chicagoer Schule).
Berühmte Persönlichkeiten
Nobelpreisträger
Die UChicago verfügt über mehr
Nobelpreisträger als das
MIT oder
Harvard. Unter Experten gilt sie deshalb als eine der besten Universitäten der Welt. Insgesamt lehren, lehrten oder lernten an der UChicago 78 Nobelpreisträger, ebenfalls verfügt die UChicago über diverse Pulitzerpreisträger und andere ausgezeichnete Wissenschaftler. Lediglich die Cambridge University hat mehr Nobelpreisträger (80), jedoch sind beide Zählungen kritisch zu hinterfragen, da Doppelzählungen vorkommen (bspw.
Ronald Coase wird von beiden Universitäten als eigener Nobelpreisträger gezählt).
Physik
- Frank Wilczek, 2004
- Masatoshi Koshiba, 2002
- Daniel C. Tsui, 1998
- Jerome I. Friedman, 1990
- Jack Steinberger, 1988
- Leon Max Lederman, 1988
- Subramanyan Chandrasekhar, 1983
- James Cronin, 1980
- John Robert Schrieffer, 1972
- Murray Gell-Mann, 1969
- Luis W. Alvarez, 1968
- Hans Albrecht Bethe, 1967
- Julian Schwinger, 1965
- Eugene P. Wigner, 1963
- Maria Goeppert-Mayer, 1963
- Owen Chamberlain, 1959
- Chen Ning Yang, 1957
- Tsung-Dao Lee, 1957
- Ernest Orlando Lawrence, 1939
- Enrico Fermi, 1938
- Clinton Joseph Davisson, 1937
- Werner Heisenberg, 1932
- Arthur Holly Compton, 1927
- James Franck, 1925
- Robert Andrews Millikan, 1923
- Albert Abraham Michelson, 1907
Medizin
- Roger W. Sperry, 1981
- George Wald, 1967
- Charles Brenton Huggins, 1966
- Konrad Bloch, 1964
- Sir John Carew Eccles, 1963
- James Dewey Watson, 1962
- Edward Lawrie Tatum, 1958
- George Wells Beadle, 1958
- Hermann Joseph Muller, 1946
- Edward Adelbert Doisy, 1943
- Alexis Carrel, 1912
Literatur
Wirtschaftsnobelpreis
- Edward C. Prescott, 2004
- James J. Heckman, 2000
- Daniel L. McFadden, 2000
- Robert A. Mundell, 1999
- Myron S. Scholes, 1997
- Robert E. Lucas Jr., 1995
- Robert W. Fogel, 1993
- Gary S. Becker, 1992
- Ronald Coase, 1991
- Merton H. Miller, 1990
- Harry M. Markowitz, 1990
- Trygve Haavelmo, 1989
- James M. Buchanan Jr., 1986
- Gerard Debreu, 1983
- George J. Stigler, 1982
- Lawrence Klein, 1980
- Theodore William Schultz, 1979
- Herbert A. Simon, 1978
- Milton Friedman, 1976
- Tjalling Koopmans, 1975
- Friedrich August von Hayek, 1974
- Kenneth J. Arrow, 1972
- Paul A. Samuelson, 1970
Sehenswürdigkeiten
Auf dem Gelände der Universität befinden sich Gebäude von über 70 verschiedenen Architekten:
Weblinks
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