| UNIVERSITÄT PADERBORN | |
|---|---|
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| Daten | |
| Motto | Die Universität der Informationsgesellschaft |
| Gründungsjahr | 1972 |
| Ort | Paderborn |
| Studierende | 14.700 - davon: Frauen: 44,2% / Männer: 55,8% - Ausländeranteil: 10% |
| Studiengänge | 107 |
| Fakultäten | 5 |
| Institute | 22 |
| Mitarbeitende | 1.764 - Professuren: 206 - Wissenschaftliche Mitarbeitende: 913 |
| Promotionen | 108 (2005) |
| Habilitationen | ... |
| Haushalt | 119,975 Mio Euro (2003) - Drittmittel: 29,9 Mio. Euro |
| Hochschultyp | staatlich |
| Rektor | Prof. Dr. rer. nat. Nikolaus Risch |
| Postadresse | Universität Paderborn Warburger Straße 100 33098 Paderborn |
| Homepage | http://www.uni-paderborn.de |
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Die Universität Paderborn in Paderborn, Deutschland, ist eine 1972 gegründete Universität in Nordrhein-Westfalen.
Die Universität Paderborn ist eine Campusuniversität mit über 14.700 Studenten (Stand: Wintersemester 2005/06) und gehört damit zu den mittelgroßen Universitäten in Deutschland. Es bestehen über 130 Kooperationen mit Hochschulen in aller Welt. Die Universität Paderborn hat über 1.000 wissenschaftliche Mitarbeiter, Dozenten und Professoren und bietet ein breites Feld von 107 Studiengängen.
Im Jahre ihrer Gründung studierten an der Universität Paderborn 4.000 Studierende. Diese Zahl ist bis heute auf knapp 15.000 angestiegen.
Der Leitidee "Die Universität der Informationsgesellschaft" folgend, liegt der Forschungsschwerpunkt sowohl in den Bereichen Informatik, Wirtschaft, Technik und Mathematik als auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften (vor allem in Anglistik, Mittelalterlicher Geschichte und Germanistik). Die größte Fakultät sind die Geistes- und Kulturwissenschaften mit über 5.100 Studierenden (WS 2005/06) und 70 Professuren. Sogar knapp zwei Drittel aller Neuimmatrikulierten (64,5%) sind im Sommersemster 2006 in den Geisteswissenschaften eingeschrieben.
Von besonderer Bedeutung ist das Fach Informatik, das im Hochschulranking 2006 des CHE/Die Zeit in der Gesamtbewertung zu den ersten drei Fakultäten in Deutschland gehört. Die Wirtschaftsinformatik der Universität Paderborn zählt laut CHE-Ranking 2005 ebenfalls zur vordersten Gruppe. Im gleichen Ranking von 2005 belegt auch das Fach Anglistik/Englisch einen der ersten Plätze. Die Universität Paderborn konnte im Jahr 2003 ca. 30 Mio Euro an Forschungsdrittmitteln einwerben und liegt damit im oberen Drittel aller deutschen Universitäten.
Neben den vielen Angeboten durch die Universität selbst und die Lehrstühle bieten auch die studentischen Gruppen oft umfangreiche Zusatzangebote.
Die am 1. August 1972 als Gesamthochschule wieder gegründete Universität Paderborn, die neben der Universität mehrere Fachhochschulabteilungen umfasste, wurde 2002 ausschließliche Universität. Diese kann über ihre Vorgängereinrichtungen in Paderborn auf eine lange akademische Tradition zurückblicken.
Bereits für das 8. Jahrhundert lässt sich eine karolingische Domschule nachweisen. Im Jahr 1614 gründete Dietrich IV. von Fürstenberg eine Universität in Paderborn, die älteste in Westfalen. Hier lehrte einige Jahre Friedrich Spee von Langenfeld, der mit seiner Cautio criminalis für seinen Einsatz gegen die Hexenverfolgung berühmt wurde. Die Hochschule besteht heute in Form der Theologischen Fakultät weiter. 1803 entdeckte der Paderborner Apotheker Friedrich Wilhelm Adam Sertürner das Morphin. Er gewann es aus Opium, dem eingedickten Milchsaft unreifer Kapseln des Schlafmohns.
1972 wurde in Paderborn eine moderne Universität gegründet, die bewusst an die alte akademische Tradition anknüpfen wollte. Die Gründung als Universität-Gesamthochschule war ein Zusammenschluss aus der Pädagogischen Hochschule (PH), der Ingenieurschule, der Wirtschaftsfachhochschule sowie des Landesforschungszentrums, und kam auf Initiative von der Ratsherrin Ellen Rost, dem PH-Institutsdirektor Prof.Dr.Helmar Frank und dem Paderborner Computerpionier Heinz Nixdorf zustande. Nixdorf verhalf dabei der Universität zu einem internationalen Forschungsschwerpunkt in Informatik. Zugleich bietet die Universität ein großes Spektrum von Fächern, das z. B. von der Informatik, der Mathematik, den Ingenieurswissenschaften sowie der Physik und der Chemie über die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur Philosophie, Theologie, Geschichte, Romanistik, Anglistik und Germanistik reicht und ebenso die Fächer Sport, Kunst und Musik umfasst.
Die Universität hat in den letzten Jahren mehrere Träger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hervorgebracht. Im April 2002 erregte der Mathematiker Preda Mihailescu weltweites Aufsehen, als er einen Beweis für die seit über 150 Jahren bestehende Catalan'sche Vermutung vorlegte.
Von herausragender wissenschaftlicher Bedeutung ist das an die Germanistik der Universität Paderborn angeschlossene Institut zur Erforschung der berühmten Fürstlichen Bibliothek Corvey in Höxter, in der August Heinrich Hoffmann von Fallersleben gearbeitet hat.
Von internationaler Bedeutung ist ebenso die an der Universität Paderborn angesiedelte Koordinierungsstelle (einschließlich einer Forschungsprofessur) für das UNESCO-Weltkulturerbe.
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Die Universitätsbibliothek (UB) hat die Aufgabe, die Forschung, Lehre und Studium der Universität Paderborn mit wissenschaftlicher Literatur und Information zu versorgen. Zu diesem Zweck baut sie lokale Informationsbestände auf, bietet Zugriff auf weltweit vorhandene für die Hochschule relevante Information, sorgt für rasche Zugänglichkeit und Lieferung benötigter Dokumente und fördert durch Beratung und Schulung die Kompetenz zur Informationsnutzung und zum elektronischen Publizieren.
Das Zentrum für Informations- und Medientechnologien (IMT) hat die Aufgabe, den Einsatz von Medien und Mediensystemen einschließlich der zentralen Kommunikations- und Datenverarbeitungsinfrastruktur in Forschung, Lehre, Studium, wissenschaftlicher Weiterbildung und Verwaltung an der Hochschule technisch und organisatorisch zu ermöglichen und zu betreuen.
Die ältesten Gebäude stammen noch aus der Zeit der Staatlichen Ingenieursschule und sind mit den Buchstaben P (P1 – P7) bezeichnet. Kern der neuen Gebäude ist ein Quadrat, das im Uhrzeigersinn mit A bis D bezeicht ist. An den Eckpunkten schließen sich weitere, nach außen zeigende Gebäude an, E, H und J. Das Gebäude E kam erst später als Verbindungsgebäude zum Gebäude N (das frühere FEoLL) hinzu. Relativ neu ist das Gebäude W, an das sich das RailCab-Versuchsgelände anschließt. Im Januar 2006 wurde ein neues Gebäude P8 fertiggestellt. Das Gebäude F (Heinz-Nixdorf-Institut) befindet sich nicht auf dem Campus.
Hinzukommen verschiedene spezielle Gebäude, wie die Bibliothek (BI), die Mensa (ME) und das AudiMax (AM).
Die Paderborner Universität wurde zusammen mit anderen Universitäten in NRW geplant, so dass sich ein ähnlicher Baustil und zum Teil gleiche Gebäude-Module auch bei den Universitäten Duisburg-Essen, Siegen und Wuppertal wiederfinden.
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