Die Universität Hohenheim ist die älteste Hochschule in Stuttgart. Die Campus-Universität ist im Stadtbezirk Plieningen gelegen. Große Teile der Universität sind im Schloss Hohenheim untergebracht. Ihre fachlichen Schwerpunkte sind Agrar-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Insbesondere im Bereich der Agrarwissenschaften genießt die Universität deutschland- und weltweit einen hervorragenden Ruf. Aber auch in Rankings zu wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen findet sich die Universität Hohenheim mehrfach unter den Top 5 in Deutschland.
bgcolor="#FFFFFF" | Universität Hohenheim | - bgcolor="#FFFFFF" | Rektor: | Prof. Dr. Hans-Peter Liebig | bgcolor="#FFFFFF" | Gründungsjahr: | 1818 | bgcolor="#FFFFFF" | Ort: | Stuttgart-Hohenheim (B-W) | bgcolor="#FFFFFF" | Studiengänge: | 22 | bgcolor="#FFFFFF" | Fakultäten: | 3 | bgcolor="#FFFFFF" | Institute: | 37 | bgcolor="#FFFFFF" | immatrikulierte Studenten: | 5.144 (SS 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Frauenquote: | ca. 54% | bgcolor="#FFFFFF" | Mitarbeiter: | 1128 | bgcolor="#FFFFFF" | davon wissenschaftliche Mitarbeiter: | 443 | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Anschrift: | 70593 Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.uni-hohenheim.de |
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1847 wurde die Anstalt durch Erlass von Wilhelm I. zur Landwirtschaftlichen Akademie erhoben. Der Ausbildungsschwerpunkt lag zunächst eindeutig im Agrarsektor; so gab es zunächst Professuren für Land- und Forstwirtschaft, Technologie, Naturwissenschaften, Mathematik und Physik. 1854 und 1875 kamen die Agrikulturchemie sowie die Volkswirtschaftslehre hinzu. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging man dazu über, die bis dato alleinstehenden Lehrstühle zu Instituten zusammenzufassen. 1904 wurde die Akademie in "Landwirtschaftliche Hochschule Hohenheim" umbenannt, 1918/19 erhielt die Hochschule das Promotions- und Habilitationsrecht sowie 1922 eine Rektoratsverfassung, die einem Senat als eigentlichem Beschlussorgan der Hochschule einen starken Rektor gegenüberstellte.
Hatte Hohenheim um 1848 nur ca. 100 Studierende, so war die Studentenzahl 1922 auf über 1.000 angewachsen. 1934 wurde der Rektor zum Führer der Landwirtschaftlichen Hochschule ernannt und mit noch mehr Rechten ausgestattet - der Senat hatte lediglich noch eine beratende Funktion. 1946 wurde die Verfassung von 1922 wieder in Kraft gesetzt. Die Hochschule hatte die Bombardierungen des 2. Weltkriegs verhältnismäßig gut überstanden, so dass nach dem Krieg ein schnelles Wachstum einsetzte.
Ende der 1950er war die wissenschaftliche Spezialisierung so weit fortgeschritten, dass ein über die reine Agrarwissenschaft hinausgehender Ausbau der Hochschule angedacht wurde. 1964 wurde die biologische Ausbildung ausgebaut und es wurden zwei Fakultäten (eine für Agrarwissenschaften, eine für Naturwissenschaften) gegründet. In der Folge wurde eine ganze Reihe von naturwissenschaftlichen Lehrstühlen eingerichtet. 1967 wurde die Hochschule umbenannt in Universität Hohenheim (Landwirtschaftliche Hochschule); der Klammerzusatz ist inzwischen entfallen.
1968 wurden die wirtschaftswissenschaftlichen Bereiche aus der agrarwissenschaftlichen Fakultät in eine eigene wirtschaftswissenschaftliche Fakultät ausgegründet. Das baden-württembergische Hochschulgesetz von 1968 und das Universitätsgesetz von 1978 reformierten den Verwaltungsapparat der Universität; ihr stand nun ein auf acht Jahre gewählter Präsident vor. Aus den ehemals drei wurden 1978 fünf Fakultäten (je zwei für Natur- und Agrarwissenschaften und eine für Wirtschaftswissenschaften). In der Folge wurde die ehemalige Berufspädagogische Hochschule Esslingen in die Universität eingegliedert.
Mit dem neuen Universitätsgesetz wurde 2000 wieder die Rektoratsverfassung eingeführt. 2002 wurde Hans-Peter Liebig für eine sechsjährige Amtszeit zum Rektor gewählt. Die fünf Fakultäten wurden zu dreien (Agrar-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften) zusammengefasst. Heute studieren in Hohenheim deutlich über 5.000 Studierende (davon knapp 2.000 im Studiengang Wirtschaftswissenschaften), die Anzahl der Universitätsbediensteten liegt bei 2.200 Personen, darunter 144 Professoren.
Das starke Anwachsen der Studentenzahlen machte eine Unterbringung der gesamten Hochschule im Schloss Hohenheim unmöglich. 1973/76 wurde das Biologiezentrum errichtet, 1985 eine neue Mensa (mit einer Kapazität für 3.100 Essen), 1989 ein Technikum für die Lebensmitteltechnologie, 1991 ein Bau für Pflanzenzüchtung und Landessaatzuchtanstalt (der so genannte Fruhwirthbau), 1987 vier Kavaliershäuser zur Unterbringung geisteswissenschaftlicher Einrichtungen, 1993 das Verfügungsgebäude für Drittmittelforschung und Nachwuchswissenschaftler, 1994 das Euroforum (kulturelle Veranstaltungen und Sprachenzentrum der Universität). 1996 wurde das Ökologiezentrum (naturwissenschaftliche Einrichtungen) in Betrieb genommen.
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