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United International Pictures (UIP) ist ein 1981 aus der Cinema International Corporation und dem internationalen Kinovertrieb der United Artists entstandener international tätiger Filmverleih mit Hauptsitz in London, Großbritannien.

Geschichte


Nachdem die Cinema International Corporation seit den 1970er Jahren für den Filmverleih der Produkte seiner drei Gesellschafter Metro-Goldwyn-Mayer, Paramount Pictures und Universal Pictures auf dem Nicht-Amerikanischen Kinomarkt zuständig war, kam es 1981 zur Fusion mit dem internationalen Verleihnetz der United Artists. Das Unternehmen wurde in United International Pictures umbenannt.

Dem voraus gegangen war die Übernahme von United Artists durch Metro-Goldwyn-Mayer im Jahr 1981. United Artists besaß einen eigenständigen weltweiten Filmverleih. Dies musste aber nach der Fusion zwischen MGM und UA geschlossen werden, da sich das von Kirk Kerkorian kontrollierte Unternehmen verpflichtet hatte alle von im produzierten Kinofilme über den gemeinsamen internationalen Verleih auswerten zu lassen. Dieses Abkommen galt auch für die Produkte der United Artists.

Ab 1981 trat United International Pictures als Filmverleih der Paramount Pictures, Universal Pictures, Metro-Goldwyn-Mayer und dessen Tochterunternehmen United Artists auf. Die drei Partner besaßen den gleichen Anteil an dem Unternehmen.

Das 1994 gegründete Filmunternehmen DreamWorks SKG schloss einen Vertriebsvertrag für den nicht-amerikanischen Raum mit Universal Pictures. Dieser bezog sich auf die Kino- und Home Entertainment-Auswertung aller von Dreamworks Pictures rechtlich kontrollierten Produkte. Seitdem sind die Kinofilme der Dreamworks Pictures von United International Pictures in die Kinotheater gebracht worden.

2000 trat Metro-Goldwyn-Mayer aus der United International Pictures aus. Universal Pictures und Paramount Pictures hielten nun jeweils 50% der Firmenanteile. MGM verlieh seine Produkte nun von dem internationalen Verleiharm der 20th Century Fox.

Im Jahr 2005 entschieden sich die beiden Anteilseigner Universal Pictures und Paramount Pictures die Zusammenarbeit in der United International Pictures in bestimmten Märkten zu beenden. Ab 2007 werden beide Unternehmen eigene internationale Filmverleihe aufgebaut haben. Die bisherigen einzelnen Tochterunternehmen der UIP werden auf beide aufgeteilt. Paramount Pictures übernimmt die Filialen in den Ländern Australien, Brasilien, Frankreich, Irland, Mexiko, Neuseeland und Großbritannien. Universal Pictures wird die Filialen in den Ländern Österreich, Deutschland, Belgien, Italien, Niederlande, Russland, Spanien und der Schweiz selbstständig weiter führen. Für den jeweils anderen Teilhaber in United International Pictures bedeutet dies die Gründung eigener Verleihunternehmen in den jeweiligen Staaten. Die restlichen nicht von diesem Abkommen betroffenen Staaten werden weiterhin von der dann verkleinerten United International Pictures mit Kinoprodukten versorgt.

United International Pictures in Deutschland


Auch in Deutschland firmierte United International Pictures zuerst als Cinema International Corporation bevor das Unternehmen 1981 seinen jetzigen Namen erhielt. Der Firmensitz befindet sich in Frankfurt am Main. Im Jahr 2005 sind insgesamt 40 Angestellte für das Unternehmen tätig. Die Gesellschaftsform ist eine GmbH.

2007 wird Universal Pictures den Filmverleih in Deutschland eigenständig weiterführen. Paramount Pictures hat einen eigenen Kinovertrieb für den deutschsprachigen Raum aufzubauen. Die Produkte des Filmunternehmens DreamWorks SKG werden weiterhin über United International Pictures verliehen.

Da die Home Entertainment-Sparte Universal Pictures Germany seinen Firmensitz in Hamburg hat, wird von einer Zusammenlegung der beiden Unternehmensteile ausgegangen. Der Name United International Pictures steht ebenfalls zur Disposition.

Weblinks



Filmgesellschaft

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