United Artists (UA) (aka United Artists Corporation, United Artists Pictures, United Artists Films) ist ein US-amerikanisches Filmunternehmen und ein Tochterunternehmen der Metro-Goldwyn-Mayer, das wiederum der Sony Pictures Entertainment angegliedert ist.
Zuerst nur als Vertrieb für unabhängige Filmproduktionen gedacht (daher auch der Firmenname), produzierte die United Artists selbständig seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts auch Filme. Verantwortlich für die Veränderung der Geschäftspolitik sind die neuen Eigner der United Artists: Angeführt werden sie von Arthur Krim und Robert Benjamin.
Bis 1967 war die United Artists ein in sich selbständiges Unternehmen unter der Führung verschiedener Manager und einer wechselnden Besitzstruktur. 1957 fand ein Börsengang statt und zehn Jahre später erwarb die Transamerica Corporation die Filmgesellschaft. 1981 wurde United Artists an Kirk Kerkorians Metro-Goldwyn-Mayer verkauft. Seitdem wurde die United Artists als ein Tochterunternehmen der MGM über diese von verschiedenen Besitzern kontrolliert. Dies schlug sich in sehr unterschiedlichen fimenpolitischen Ausrichtungen der United Artists wieder.
2005 erwarb ein von der Sony Corporation of America (und in dessen Sony Pictures Entertainment eingegliedert) geführtes Konsortium Metro-Goldwyn-Mayer und damit auch dessen Tochterunternehmen United Artists.
Die Gründer vereinbarten, dass alle zukünftigen Filme des Quartetts von United Artists verliehen werden. Bevor die Firmeninhaber ihre eigenen Produktionen über die United Artists herausbringen konnten, mussten aber früheren Verpflichtungen anderen Filmunternehmen gegenüber erfüllt werden. Der erste Vertrag sah von jedem Teilhaber des Unternehmens vor, fünf neue Kinofilme zu produzieren. Durch die Steigerung des Aufwandes und der Kosten einer Filmproduktion war dieses Unterfangen aber illusorisch. Hiram Abrams war der erste Präsident des Unternehmens.
1924 verließ David Griffith die United Artists und verkaufte seinen Anteil an die drei übrigen Teilhaber. Die Fixkosten eines Filmverleihs sind hoch und die United Artists hatte einen niedrigen Output an Produktionen. Mit der Verpflichtung des erfahrenen Produzenten Joseph Schenck als Präsident der Unternehmung im Jahr 1925 wurden Verträge mit unabhängigen Filmproduzenten wie Samuel Goldwyn, Howard Hughes, Walt Disney, Alexander Korda , Walter Wanger und Darryl F. Zanuck über den Verleih derer Filme über die United Artists abgeschlossen. Außerdem sollten Schencks familiären Verbindungen - dazu zählten seine Frau Norma Talmadge, deren Schwestern Constance Talmadge und Natalie Talmadge und deren Ehemann Buster Keaton - helfen den jährlichen Filmoutput zu steigern.
United Artists erhielt für den Verleih von Filmen eine Gebühr. Diese war niedriger als bei den anderen Filmgesellschaften in Hollywood. Im Gegensatz zur United Artists waren diese auch meist im Besitz von Kinotheatern. Schenck überzeugte die Firmeninhaber über die Notwendigkeit eigener Kinos und gründete die eigenständige United Artists Theatre.
Joseph Schenck gründete zusammen mit Darryl F. Zanuck 1930 die 20th Century Productions. Deren Filme wurden bis zur Fusion mit der Fox Film Corporation zur 20th Century Fox im Jahre 1935 über die United Artists verliehen.
Zwischen den drei übrig geblieben Gründern entstanden in den 20er und 30er Jahren Differenzen über die Ausrichtung der Firma. Durch die Einführung des Tonfilms endeten Fairbanks und Pickfords Karrieren. Chaplin arbeitete nur noch sporadisch an Filmen.
Im Februar 1951 übernahmen zwei Manager - Arthur Krim and Robert Benjamin - das Ruder der Filmfirma. Beide vereinbarten mit den verbliebenen Eignern, dass sie für fünf Jahre die Geschäfte der United Artists führen. Wenn zum Ende dieser Zeit das Verleihunternehmen profitabel sei, erhielten Krim und Benjamin die Möglichkeit die United Artists zu erwerben. Aus der ursprünglichen Gründerformation waren nur noch Pickford und Chaplin dabei. Die Schauspielerin hatte nichts zu verlieren und war mit dieser vertraglichen Vereinbarung einverstanden. Chaplin verkaufte seine Anteile an der United Artists erst, nachdem er Probleme mit der US-amerikanischen Einwanderungsbehörde hatte und um seinen Besitz und Vermögen fürchten musste.
Eine Neuausrichtung des Unternehmens brachte einen steigenden jährlichen Output an Filmen und wachsende wirtschaftliche und künstlerische Beziehungen zu Produzenten (Walter Mirisch; Alberto Grimaldi; Michael Todd; Harold Hecht), Regisseuren (Stanley Kramer; Billy Wilder; Stanley Kubrick; John Frankenheimer; Norman Jewison; Joseph L. Mankiewicz; Sergio Leone, John Huston) und Darstellern (Burt Lancaster; Steve McQueen; Gregory Peck) mit sich.
1957 ging United Artists an die Börse. Das Unternehmen firmiert jetzt als United Artists Corporation. Die durch den Börsengang eingenommenen Gelder wurde in den Aufbau der Musikdivision United Artists Records und der TV-Division United Artists Television gesteckt.
Mit einem zuerst auf sechs Filme ausgelegten Distributionsvertrag mit den Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman und deren Produktionsfirma Eon Productions Ltd. begann die Symbiose zwischen United Artists und James Bond. Eine weitere Filmreihe hat ebenfalls in diesem Jahrzehnt ihren Ursprung: die Pink Panther-Filme (die ersten beiden Teile wurden von der Mirisch Corporation produziert und nur von United Artists verliehen).
Mit Gründungen von Tochterunternehmen in Frankreich (Les Productions Artistes Associés) und Italien (Produzioni Europee Associati (PEA)), die sich zugleich der Produktion von lokalen Kinofilmen widmeten als auch den Vertrieb dieser und anderer Filme übernahmen (für die United Artists Distributionsverträge abgeschlossen hatte), wuchs die Marktmacht des Unternehmens auch auf dem europäischen Kontinent.
1973 wechselte der Vertriebschef der United Artists Eric Pleskow auf den Posten des Präsidenten der Filmgesellschaft. Mike Medavoy wurde der Produktionschef des Unternehmens. Medavoy löste David Picker ab. Dieser war als unabhängiger Produzent an den Kinofilmen Lenny, Lauter nette Mädchen und 18 Stunden bis zur Ewigkeit für die United Artists verantwortlich.
Die Manager der Filmfirma United Artists gaben seit der Übernahme ihre Autonomie auf. Das Management der Filmfirma bedauerte den Verkauf an die Transamerica Corporation sehr. Mehrfach wurde versucht, die Geschäftsleitung der Mutterfirma von einer Trennung zu überzeugen. Dies gelang nicht und nachdem am 16. Januar 1978 ein Artikel über das Scheitern der Trennungsverhandlungen und die Zusammenarbeit der beiden Firmen miteinander im Magazin Fortune erschien, trat die fünfköpfige Führungsriege der United Artists wenige Tage später zurück. Zusammen mit Warner Bros. wurde sofort die Gründung der Orion Pictures Corporation bekannt gegeben.
In der Zeit von 1951 bis zum Jahr des Ausstiegs aus dem Unternehmen, wurde United Artists von Arthur Krim als Vorstandsvorsitzenden sitzenden geführt.
Das nun folgende Management setzte sehr stark auf die Zusammenarbeit mit Regisseur Michael Cimino (dessen letzter Film Die durch die Hölle gehen mit mehreren Oscars belohnt wurde) bei der Produktion des Filmes Heaven's Gate. Die sich hinziehenden Dreharbeiten erhöhten das Budget des Westerns und die neue Mannschaft an Bord der United Artists griff nicht in die Autonomie des Filmemachers ein. Dies hatte gravierende Folgen für die Zukunft des Unternehmens.
Während der 70ziger Jahre konnte die United Artists in drei aufeinander folgenden Jahren den Gewinner des Oscars in der Kategorie Bester Film stellen:
Die Cinema International Corporation wird 1981 in United International Pictures umbenannt und kümmert sich um den Kinoerleih der Filme der Metro-Goldwyn-Mayer und deren Tochterunternehmen United Artists, der Universal Pictures und der Paramount Pictures. Die drei Partner sind gleichberechtigte Anteilseigner. United International Pictures besaß eine Marktmacht gegenüber den Kinotheatern. Die Europäische Gemeinschaft wollte dies unterbinden und die beiden Kontrahenten UIP und EG einigten sich auf eine Ausnahmeregelung für den Filmverleih.
Die geschäftlichen Beziehungen zu Metro-Goldwyn-Mayer haben im Jahr 1973 begonnen. United Artists schloß in diesem Jahr einen auf zehn Jahre angelegten Vertrag über den Vertrieb der MGM-Filme in den nordamerikanischen Kinos ab. Das Fiasko mit Heaven´s Gate und der Versuch von Seiten der Transamerica Corporation, sich von ihrer Filmfirma zu trennen, kam für Metro-Goldwyn-Mayer zur rechten Zeit. Man konnte wieder einen Verleihapparat besitzen und somit am möglichen wirtschaftlichen Erfolg der kommenden Filmstaffel partizipieren.
Kirk Kerkorian verkaufte MGM/UA 1986 an Ted Turner und erwirbt es wenig später wieder zurück. Alle vor 1986 von MGM produzierten Titel verblieben bei Turner. Die Filmbibliothek der United Artists gehört aber nicht dazu. 1990 verkauft Kerkorian MGM/UA wieder - dieses Mal an den Italiener Giancarlo Parretti und dessen Pathé. In den nun folgenden Jahren ist die Firma ein Schatten seiner selbst. Da Parretti seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der französischen Bank Credit Lyonnais nicht nachgekommen ist, übernahm 1992 das Geldinstitut die Kontrolle über MGM und somit auch über United Artists.
Der seit 1993 amtierende Präsident der United Artists John Calley verlässt 1996 das Tochterunternehmen der Metro-Goldwyn-Mayer. Calley half in den Jahren seiner Amtszeit das über mehrere Jahre stillgelegte Filmunternehmen wieder zum Leben zu Erwecken. Dabei entstanden die Kinofilme Rob Roy, GoldenEye und The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel. Nachdem Kirk Kerkorian zusammen mit dem australischen Seven Network Metro-Goldwyn-Mayer 1996 von Credit Lyonnais und damit auch die United Artists erwarb, wechselte Calley zu Sony Pictures Entertainment und wird Chef der Columbia Pictures. Als Grund werden niedrige Bonuszahlungen an Calley während der Übernahme angegeben. Als 1999 Kevin McClory zusammen mit Columbia Pictures einen Konkurrenz James Bond-Film ankündigt, reicht Metro-Goldwyn-Mayer Klage ein. Ein Punkt der Klageschrift bezieht sich auf Calleys während seiner United Artists-Zeit erworbenes Insiderwissen über die rechtliche Situation der Filmreihe.
Nachfolgerin von John Calley wird 1996 Lindsay Doran. Als Präsidentin und CEO von United Artists überwacht sie während ihrer Amtszeit unter anderem die Produktion der beiden James Bond-Filme Der Morgen stirbt nie und Die Welt ist nicht genug, Der Mann in der eisernen Maske und Ronin. 1999 tritt Lohan von ihrem Posten zurück und konzentriert sich auf das eigenständige produzieren von Kinofilmen. Ihre Produktionsfirma Three Strange Angels Inc. besass dafür einen exklusiven Vertrag mit Metro-Goldwyn-Mayer und United Artists. Aus dieser wirtschaftlichen Zusammenarbeit sind keine Werke entstanden.
Bis 1999 produziert United Artists neben Metro-Goldwyn-Mayer Kinofilme, welche sich weder künstlerisch noch finanziell großartig unterscheiden. Von diesem Jahr an soll sich United Artists auf kostengünstige Filmproduktionen und den Aufkauf fremdsprachiger Filme kümmern. Damit tritt United Artists in direkter Konkurrenz zu den Unternehmen Lions Gate Films, Sony Pictures Classics (Independentlabel von Sony Pictures Entertainment), Warner Independent Pictures (Independentlabel von Warner Bros.), Fox Searchlight Pictures (Independentlabel von 20th Century Fox), Paramount Classics (Independentlabel von Paramount Pictures), Miramax Films und Dimension Films (Independentlabel von The Walt Disney Company) und Focus Features (entstand 2002 aus dem Zusammenschluss von USA Films und Good Machine und ist das Independetlabel von Universal Pictures).
Im Gegensatz zur Ausrichtung von United Artists setzt Metro-Goldwyn-Mayer auf kostenaufwendigere Produktionen für den Massengeschmack. Die James Bond-Filme erscheinen seit Die Welt ist nicht genug auch unter dem Logo der Metro-Goldwyn-Mayer.
Ab dem 1. September 2001 war Bingham Ray als Präsident der United Artists für deren Geschäftspolitik zuständig. Der Firmensitz wurde nach New York verlegt. Somit wollte das Unternehmen den Künstlern an der Ostküste der Vereinigten Staaten räumlich näher sein. In dieser Zeit kann die United Artists einige Erfolge aufweisen. Dazu der Erfolg an den US-amerikanischen Kinokasse mit Jeepers Creepers dem günstig erworbenen Bowling for Columbine und die Oscargewinne für ebendiesen und No Man's Land. Die Comicverfilmung Ghost World errang einige Auszeichnungen auf Filmfestivals. Doch floppten die Produktionen City of Ghosts und Nicolas Nickelby an den Kinokassen. Im Jahr 2004 verließ Ray das Filmunternehmen, nachdem er sich mit den Geschäftsführern der Metro-Goldwyn-Mayer Alex Yemenidjian und Chris McGurk nicht über die weitere Ausrichtung einigen konnte.
Im Jahr 2000 beendet United Artists' Mutterfirma Metro-Goldwyn-Mayer seine Partnerschaft im Verleihunternehmen United International Pictures. Für die kommenden Jahre trat 20th Century Fox als internationaler Verleih der Produkte der Metro-Goldwyn-Mayer und United Artists sowohl im Kinovertrieb, als auch für die Home Entertainment-Produkte auf.
Die vor dem Verkauf produzierten Filme Capote, Romance & Cigarettes, Art School Confidential und The Woods werden zusammen mit Sony Pictures Classics in die nordamerikanischen Kinos gebracht. Für den internationalen Filmverleih sind die nationelen Dependancen der Sony Pictures Entertainment verantwortlich.
Seit dem Verkauf der Metro-Goldwyn-Mayer wurden keine neuen Filmprojekte von United Artists in Angriff genommen.
Der zuerst abgeschlossene Vertrag zwischen Eon Productions Ltd. und United Artists war auf sechs Filme ausgelegt. Auf der einen Seite hatten die Produzenten mit dem wachsenden Interesse an James Bond und den Verfilmungen der Spionageromane zu tun - United Artists profitierte als Vertrieb ebenfalls von den hohen Zuschauerzahlen. Auf der anderen Seite kam es zwischen Beiden vermehrt zu Meinungsverschiedenheiten - Grund dafür war vor allem das Engagement von Saltzman bei anderen Filmprojekten (Luftschlacht um England, Harry Palmer-Filme). Aufgrund finanzieller Probleme verkaufte Harry Saltzman 1975 seinen 50%igen Anteil an Danjaq S.A. (und somit auch an Eon Productions Ltd.) an United Artists. Somit wurde der bisherige Vertrieb auch Miteigentümer der Rechtegesellschaft und der Produktionsfirma und teilt sich seitdem auch das Copyright der produzierten Filme.
Nach dem Tod des Produzenten Albert R. Broccoli 1996 übernahmen seine Tochter Barbara Broccoli und sein Stiefsohn Michael G. Wilson die Geschäfte von Danjaq, LLC und Eon Productions Ltd. Beide haben schon bei früheren Bond-Filmen mitgearbeitet und wachen streng über jede zu treffende kreative Entscheidung, während die jeweiligen Studios - erst United Artists, dann Metro-Goldwyn-Mayer und nun Sony - primär das Budget der jeweiligen Produktionen stellen.
James Bond gehört als Marke zu den bekanntesten und wertvollsten der Unterhaltungsindustrie. Die Filmreihe veränderte durch ihren wirtschaftlichen Erfolg United Artists sehr. Es entstand ein Abhängigkeitsverhältnis. Vor allem dann, wenn andere Filmproduktionen ihr Publikum nicht fanden, konnte sich United Artists auf seinen MI6-Agenten verlassen.
Der Morgen stirbt nie war der letzte Film, der unter dem Logo der United Artists erschienen ist. Die beiden Filme Die Welt ist nicht genug und Stirb an einem anderen Tag wurden mit dem Löwen der Metro-Goldwyn-Mayer präsentiert. United Artists taucht nur noch als Mit-Copyrightinhaber auf.
Vor der Gründung ihrer eigenständigen Produktionsfirma im August 1957 waren die Mirisch Brüder für die Firma Allied Artists tätig. Aus dieser Zeit stammen die Beziehungen zu berühmten Regisseuren, die ihren späten Erfolg mitbegründen sollten. An der Produktion folgender Filme waren sie im Auftrag der Allied Artists beteiligt: Moulin Rouge, Moby Dick, Ariane - Liebe am Nachmittag und Lockende Versuchung.
Durch die Gestattung großer künstlerischer Freiheiten und der Beteiligung am Einspielergebnis ihrer Filme ergaben sich für die Mirisch Corporation langandauernde Beziehungen zu den Regisseuren Billy Wilder, Blake Edwards, John Sturges und Robert Wise.
Der 1957 unterzeichnete Vertrag zwischen United Artists und der Mirisch Corporation bestand aus 12 Kinofilmen. 1959 wurde dieser auf 20 erhöht. Insgesamt produzierten die Mirisch Brüder 68 Kinofilme für die United Artists. 1974 wechselten sie mit ihrer Produktionsfirma zu Universal Pictures.
Für insgesamt 79 Oscars waren die von der Mirisch Corporation produzierten Filme nominiert. 23 mal wurde die goldene Statue gewonnen.
United Artists erwarb von Coppolas Produktionsfirma die nordamerikanischen Rechte am Kriegsfilm Apocalypse Now für einen Festpreis und sicherte die Produktion des Filmes über die Vergabe von Krediten an American Zoetrope ab. Die mehrere Jahre dauernde Produktion (Pre-Production; Dreharbeiten; Post-Production) führte zu Konflikten zwischen beiden Akteuren. Im Erscheinungsjahr 1979 wurde auch die American Zoetrope - Produktion Der schwarze Hengst von United Artists in die Kinos gebracht.
1999 wurde ein Vertrag zwischen American Zoetrope und United Artists über die Produktion und den Verleih von 10 Titeln abgeschlossen. Um die Finanzierung dieser Werke kümmerte sich Coppolas Firma und United Artists trat als nordamerikanischer Verleih auf. Folgende Titel entstammen dieser Zusammenarbeit:
Die filmischen Rechte am literarischen Werk J. R. R. Tolkiens sind im Besitz des Filmschaffenden Zaentz. Zusammen mit United Artists war seit Ende der 60er Jahre eine Verfilmung der Herr der Ringe-Romane geplant. Erst Ende der 90er Jahre ist dies möglich geworden und die entstandenen drei Kinofilme entwickelten sich ebenfalls zu einem großen kommerziellen und künstlerischen Erfolg - nun aber für die Firma New Line Cinema.
Bei einer möglichen Verfilmung des Buches Der kleine Hobbit tritt ein Dilemma auf: New Line Cinema darf dieses Werk produzieren, doch United Artists und derren Mutterfirma besitzt noch durch die lang zurückliegenden Geschäftsbeziehungen mit Saul Zaentz die Vertriebsrechte.
Der Wert der von Medienunternehmen kontrollierten Filmbibliotheken ist in den letzten Jahren exponentiell gestiegen. Nur wenige Filmgesellschaften besassen diese Voraussicht und waren nicht nur an der Produktion und dem Verleih eines Kinofilms beteiligt, sondern ebenfalls der Rechteinhaber dieses Produkts.
Die United Artists wurde 1919 als reine Vertriebsorganisation gegründet. Unabhängige Filmproduzenten finanzierten und stellten ihre filmischen Produkte her und ließen diese über den Verleihapparat der United Artists an die Kinotheater vertreiben. Dafür erhielt diese einen Teil der Einnahmen und konnte somit seine Marketing- und Verwaltungskosten decken. Die Rechte an den vertrieben Produkten lagen meist bei den Produzenten oder deren Produktionsfirmen.
Nachdem Arthur Krim und Robert Benjamin die Geschäfte der United Artists 1951 übernahmen, änderte sich die Geschäftspolitik erst langsam. United Artists verlieh die von unabhängigen Produzenten hergestellten Filme und die Rechte lagen meist weiterhin bei diesen.
Mit dem Verbreitung des Fernsehens wurde der Vertrieb von Filmen an das neue Medium eine neue Einnahmequelle. United Artists sah dieses Potential als eines der ersten Filmunternehmen und betrachtete das Fernsehen nicht als Konkurrenz, sondern als weiteren Absatzkanal.
1958 wurde die Associated Artists Productions (AAP) aufgekauft. Dies erwarb 1956 die Rechte an allen von Warner Bros. vor 1948 produzierten Filme. Im selben Jahr erwarb AAP die Rechte der schwarz-weiß Popeye-Kurzfilme und 1957 auch die der farbigen von Paramount Pictures. Außerdem wurden die Rechte an den Produktionen der RKO Pictures aufgekauft. Damit vergrößerte United Artists auf einen Schlag seine Filmbibliothek und erzielte durch die Verkäufe der Ausstrahlungsrechte ans Fernsehen Einnahmen. 1957 wurde dafür United Artists Television gegründet. Diese war auch rein rechtlich der Inhaber der Produkte der aufgekauften AAP-Filmbibliothek. Das Tochterunternehmen produzierte auch selbst Fernsehfilme und Fernsehserien und verkaufte auch derren Senderechte und die der Filmbibliothek der United Artists. Die Rechte der früheren AAP-Filmbibliothek und ein Teil der Fernsehproduktion der United Artists wurden 1986 von Ted Turners Turner Entertainment übernommen und werden heute von Warner Bros. ausgewertet, auch wenn sie rein rechtlich immer noch von Turner Entertainment kontrolliert werden.
Die United Artists-Filmbibliothek besteht heute aus den meisten nach 1951 selbst oder fremdproduzierten Kinofilmen und Fernsehserien. Diese Rechte werden von Metro-Goldwyn-Mayer, seit 2005 der Sony Pictures Entertainment angegliedert, als United Artists Muttergesellschaft verwertet.
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