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Als Ungewissheit bezeichnet man einen Mangel an Wissen, der bewusst wahrgenommen wird. Falls der Wissensmangel nicht wahrgenommen wird, spricht man auch von Unwissenheit.

Nach George Klir lassen sich verschiedene Arten von Ungewissheit unterscheiden:

  • Nicht-Spezifität - eine Ungewissheit über die Bedeutung einer mehrdeutigen Aussage bzw. eines Zustands (Mangel an Informationsgehalt).
  • Unschärfe - die Ungewissheit über die Bestimmtheit eines Grades (Mangel an Genauigkeit).
  • Dissonanz - die Ungewissheit bei der Auswahl verschiedener Alternativen (Mangel einer Entscheidung)
  • Verwirrung - die Ungewissheit bei der nicht klar ist, worum es überhaupt geht (Mangel an Verständnis)

Hat beispielsweise eine Person in einem Test eine unbekannte Punktzahl erreicht, so können folgende Ungewissheiten auftreten:

  • Liegt das Ergebnis im oberen, mittleren oder unteren Drittel aller Testteilnehmer? (Nicht-Spezifität)
  • Die eigene Einschätzung der Punktzahl ist unscharf
  • Hat die Person den Test bestanden oder nicht? (Dissonanz)?
  • Ach, es gab Punkte? Was für ein Test? (Verwirrung)?

Die Wahrscheinlichkeitstheorie beschäftigt sich lediglich mit Fragen der Dissonanz ("welcher Fall trifft mit Welcher Sicherheit zu?"), während sich beispielsweise mit der Fuzzy-Logik auch andere Formen der Ungewissheit behandeln lassen.

Siehe auch


Wahrheit | Wissen

 

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