Eine Umschrift ist die Darstellung eines Lautes, Wortes oder Namens aus einer anderen Sprache mit den Buchstaben eines gegebenen Alphabetes (zumeist lateinisches Alphabet) oder einer Lautschrift.
Man unterscheidet:
Um im Basisalphabet nicht vorkommende Laute darzustellen, werden oft noch nicht belegte oder selten verwendete Buchstabenkombinationen (wie nh, rh, gh) eingesetzt und gegebenenfalls mit diakritischen Zeichen ergänzt.
Beim Lesen einer solchen Umschrift, sind Kenntnisse der angewendeten Konventionen notwendig. Oft existieren mehrere Umschriftvarianten (z. B. im Falle des Chinesischen Pinyin (Beijing), Wade-Giles (Pei-ching) u. a.) oder sich im Laufe der Zeit wandelnde Konventionen (Russisches "B" entweder traditionell als "W" oder international als "V").
Beispiele:
In Russland wird heute konsequent offiziell nur noch die französische Umschrift der russischen Namen verwendet, diese erscheint dann auch im Reisepass. Selbst deutschstämmige Namen werden dann "französisch" transkribiert geschrieben - aus Schulze wird dadurch "Choultse", aus dem Schneider wird "Chnaider" usw. Da die russische Sprache kein H kennt und die Russen es als ch oder g auszusprechen versuchen, wird aus dem deutschen "Hans" auf Russisch einmal "Chans", dann wieder "Gans", was in der Umschrift dann nur noch schwer als "Hans" wiederzuerkennen ist.
Eine weitere Schwierigkeit bei der Umschrift von westlichen Personennamen aus dem Russischen ist, dass sehr oft den weiblichen Namen ein -a (im Tschechischen: ová) zugefügt wurde, bei der Anna Kurnikowa (- so die deutsche Umschrift, oder phonetisch Kurniková, doch mehrheitlich fr: Kournikova) mag es dort auch bleiben, doch bei Steffi Grafová oder Anna Franková wird es doch zur leichten Irritation und Befremdung führen können. Auch die Vornamen pflegen manche Übersetzer mit zu übersetzen, wohl wegen der besseren Verständlichkeit und Konjugierbarkeit (die Namen werden durch die Konjugation teilweise sehr stark verändert). Wer ist zum Beispiel Jan Pavol?
Durch die Verwendung einer Lautschrift wie des Internationalen Phonetischen Alphabetes sollen die Probleme der Mehrdeutigkeit behoben werden und soll die Aussprache direkt am Schriftbild abzulesen sein.
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