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Umberto Eco (* 5. Januar 1932 in Alessandria, Piemont) ist ein italienischer Schriftsteller, Medienwissenschaftler und Semiotiker.

Umberto Eco (der Name wurde seinem Großvater von Priestern gegeben, da dieser ein Findelkind war, Eco ist ein Akronym aus ex caelis oblatus, der vom Himmel gefallene) ist Professor für Semiotik an der Universität Bologna und besitzt 31 Ehrendoktortitel (u.a. in Deutschland an der Freien Universität Berlin).

Eco schloss sein Studium der Pädagogik und Philosophie 1954 mit einer Dissertation über die Ästhetik des Thomas von Aquin ab. Im Bereich der Semiotik entwickelte er die Theorie der Kultursemiotik.

Eco ist einer der bekanntesten und meistgelesenen italienischen Schriftsteller der Gegenwart. Einem breiteren Publikum ist Eco vor allem aufgrund seiner literarischen Arbeiten bekannt, in denen er ausgiebig Gebrauch von Zitaten und Montagetechniken macht, was zu ihrer Charakterisierung als die postmodernen Romane schlechthin geführt hat.

Umberto Eco ist seit Oktober 2003 Mitglied der französischen Ehrenlegion. Des Weiteren ist Eco aktiver Gegner des u.a. von 2001 bis 2006 amtierenden italienischen Regierungschefs und Medienmoguls Silvio Berlusconi. Noch vor dessen Wahlniederlage im April 2006 hatte Eco angekündigt, dass er bei einem erneuten Wahlsieg Berlusconis ins freiwillige Exil gegangen wäre.

Werke (Auswahl)


Literarische Werke

  • 1980: Der Name der Rose (dt. Ausg. 1982), wurde auch erfolgreich verfilmt.
  • 1984: Nachschrift zum Namen der Rose (dt. Ausg. 1986).
  • 1988: Das Foucaultsche Pendel (dt. Ausg. 1989)
  • 1990: Platon im Striptease-Lokal (dt. Ausgabe 1990, eine Textauswahl aus dem 1963 bei Mondadori erschienenen Bandes »Diario minimo«)
  • 1990: Sämtliche Glossen und Parodien
  • 1992: Wie man mit einem Lachs verreist und andere nützliche Ratschläge (Glossen; dt. Ausg. 1993)
  • 1994: Die Insel des vorigen Tages (dt. Ausg. 1995)
  • 2000: Baudolino (dt. Ausg. 2001)
  • 2000: Derrick oder die Leidenschaft für das Mittelmaß. Streichholzbriefe 1990-2000 (Glossen; dt. Ausg. 2000)
  • 2002: Gesammelte Streichholzbriefe (Glossen; dt. Ausg. 2002)
  • 2004: Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana (dt. Ausg. Oktober 2004)

Semiotische Werke

  • 1962: Opera aperta. Milano (Das offene Kunstwerk. Übers. von Günter Memmert. Frankfurt a.M. 1972).
  • 1963: Diario minimo. Milano (Platon im Striptease-Lokal. Parodien und Travestien. (Vom Autor ergänzt um neuere Texte.) Übers. von Burkhart Kroeber. München, Wien 1990).
  • 1964: Apocalittici e integrati. Milano (Apokalyptiker und Integrierte. Zur kritischen Kritik der Massenkultur. Übers. von Max Looser. Frankfurt a.M. 1984).
  • 1968: La struttura assente. Milano (Einführung in die Semiotik. Übers. von Jürgen Trabant. München 1972).
  • 1973: Zeichen. Einführung in einen Begriff und seine Geschichte (dt. Ausg. 1977)
  • 1979: Lector in fabula
  • 1987: Semiotik. Entwurf einer Theorie der Zeichen., Wilhelm Fink Verlag, München, 1987, 2. korrigierte Auflage 1991 (englische Originalausgabe: A Theory of Semiotics, Bloomington, Ind., 1976)
  • 1993: Die Suche nach der vollkommenen Sprache, C. H. Beck Europa Bauen, 388 S. (Geschichte der Sprachen von Adam bis Esperanto; vermittelt geschliffen Überblickswissen von Sprachenthusiasten, ausgiebig widmet es sich der Rezeption des Hebräischen Gottes?, Altägyptischen, auch Griechischen und Lateinischen, kommt dann zu künstlichen Sprachen wie Dees Henochisch, oder der Universalsprache Esperanto)
  • 1994: Six Walks in the Fictional Woods. Cambridge/Mass - Sei passegiate nei boschi narrativi. Milano (Im Wald der Fiktionen. Sechs Streifzüge durch die Literatur. Harvard Vorlesungen. Norton Lectures 1992-93. Übers. von Burkhart Kroeber. München, Wien)
  • 1997: Cinque scritti morali. Milano 1997 (Vier moralische Schriften. Übers. von Burkhart Kroeber. München, Wien 1997)
  • 1997: Kant und das Schnabeltier (dt. Ausg. 2000)
  • 1998: Umberto Eco, Jean-Claude Carriere, Stephen Jay Gould, Jean Delumeau: Entritiens sur la fin des temps. Paris (Das Ende der Zeiten. Übers. von Ronald Voullié. Köln 1999)

Andere Werke

  • 1977: Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt - Unterhaltsam und informativ schildert Umberto Eco, wie man eine wissenschaftliche Arbeit plant, gliedert und niederschreibt. Oft bezieht sich das Buch auf den italienischen Universitätsbetrieb und ist etwas veraltet (Computer etwa finden trotz Neuauflagen weder bei Recherche noch beim Abfassen der Arbeit Erwähnung). Gleichwohl ist das Buch ein Klassiker des Genre und sehr empfehlenswert.

Weblinks


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