Die Ultrazentrifuge ist eine für hohe Geschwindigkeiten optimierte Zentrifuge, die Beschleunigungen von bis zu 106 g erzeugen kann. Ultrazentrifugen rotieren ihren Inhalt sehr schnell - bis zu 100.000 mal in der Minute. Deswegen bewegt sich der Rotor idealerweise in einem künstlichen Vakuum, so dass keine Luftreibung auftritt.
Die Ultrazentrifuge wurde von Theodor Svedberg entwickelt, der damit die Sedimentationsgeschwindigkeiten von Makromolekülen und damit ihr ungefähres Molekulargewicht bestimmte.
Die Rotoren für die Ultrazentrifuge bestehen zumeist aus einer Titan-Legierung und es finden für den Betrieb sowohl Festwinkelrotoren als auch Ausschwingrotoren Verwendung.
Die Nutzung der Ultrazentrifuge nennt man Ultrazentrifugation. Verschiedene gelöste Makromoleküle werden in einer Ultrazentrifuge anhand ihrer Bewegungsgeschwindigkeit (s.a. Sedimentationsgeschwindigkeit) unter dem Einfluss starker Zentrifugalkräfte sortiert. Möglich ist dies nur, wenn sich die entsprechenden Partikel in einer Lösung befinden und sich von dieser in Bezug auf die Dichte unterscheiden.
Sie findet in der Biologie und Biochemie vor allem Anwendung, um Partikel (Teilchen), wie etwa Lipoproteine, Viren oder andere Makromoleküle zu trennen. Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet von Ultrazentrifugen ist die Isotopentrennung, wie sie beispielsweise für die Uran-Anreicherung vorgenommen wird.
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