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Mit dem Begriff Ultramontanismus wird eine politische Haltung des deutschen Katholizismus bezeichnet, die ihre Weisungen ausschließlich von der päpstlichen Kurie, also aus dem „jenseits der Berge“ (lateinisch ultra montes) liegenden Vatikan bezieht.

Als Schlagwort wurde er insbesondere im so genannten Kulturkampf in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebraucht. Die Zentrumspartei vertrat seit 1870 diese politische Richtung. Nach der Gründung der CDU und ihrer nicht konfessionell ausgerichteten Linie verlor der Ultramontanismus sehr stark an politischem Einfluss.

Auch in Frankreich und Belgien wurde der Begriff verwendet, hier drückte er in allgemeinerer Form eine Antihaltung gegen den in Kirche und Religion aufkommenden Liberalismus aus.

Literatur


  • Victor Conzemius: Art. Ultramontanismus. In: Theologische Realenzyklopädie 34 (2002), S. 253-263
  • Gisela Fleckenstein, Joachim Schmiedl (Hrsg.): Ultramontanismus. Tendenzen der Forschung. Einblicke 8. Bonifatius, Paderborn 2005 ISBN 3-89710-306-0
  • Jürgen Strötz: Der Fels der Kirche. Ultramontane Kirchenlehre im 19. Jahrhundert, dargestellt am Beispiel des Eichstätter Bischofs Franz Leopold Freiherrn von Leonrod (1827 - 1905). Studien zu Religionspädagogik und Pastoralgeschichte 4. Kovač, Hamburg 2003 ISBN 3-8300-1108-3

Siehe auch


Katholizismus

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