Ulrich Mühe (* 20. Juni 1953 in Grimma) ist ein deutscher Film- und Theater-Schauspieler.
In der Vor-Wendezeit engagierte sich Mühe bei öffentlichen Diskussionen in der DDR und war einer der Initiatoren der Demonstration vom 4.11.89 auf dem Berliner Alexanderplatz.
Mühe war in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Jenny Gröllmann verheiratet, aus der sein drittes Kind, Tochter Anna Maria Mühe, stammt. Er ist mit der Schauspielerin Susanne Lothar verheiratet und lebt mit ihr und den beiden gemeinsamen Kindern in Berlin. Mit Susanne Lothar spielte Mühe auch in den Filmen des österreichischen Regisseurs Michael Haneke „Das Schloss“ (1996 – Verfilmung des Franz-Kafka-Romans) und „Funny Games“ (1997). 2004 spielte Mühe den Stasihauptmann Gerd Wiesler in Florian Henckel von Donnersmarcks Kinofilm Das Leben der Anderen (seit 23.3.2006 in den deutschen Kinos).
Seit 1990 spielt Mühe in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen mit und hatte wechselnde Theaterengagements, unter anderem 1990 bei den Salzburger Festspielen als König Alphons in „Die Jüdin von Toledo“. Seit Ende der 1990er Jahre widmet er sich wieder verstärkt der Bühne und spielte z.B. an der Wiener Burg den Henri in Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“. Neben weiteren außergewöhnlichen Bühnenproduktionen wie beispielsweise „Wittgenstein Incorporated“ (Wiener Festwochen, 2003) oder Sarah Kanes „Gesäubert“ (Hamburg, 1999) und „Zerbombt“ (Berlin, 2005) kann man Mühe auf vielen Literaturlesungen und -veranstaltungen sehen.
Mann | Deutscher | Schauspieler | Burgschauspieler | Geboren 1953
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