Uller (ahd. Wulder, altnord. ullr: "der Ehrenhafte") ist in der germanischen Mythologie der Gott des Winters, der Skifahrt, der Jagd, des Zweikampfes, der Weide und des Ackers. Er wohnt in seiner selbst gebauten Halle Ydalir (Eibental).
Die Forschung vermutet, dass Ullr ein sehr alter Gott gewesen ist, was seine Beziehungen zur Magie unterstreichen. In manchen Gebieten wurde Ullr als Hauptgott verehrt. (Phillipson, "Die Genealogie der Götter") In späterer Zeit taucht Ullr in der Edda auf als der Sohn von Sif und als Stiefsohn des Thor.
Im 20. Jahrhundert wurde Ullr (auch Ull, Holler, Oller, Uller oder Vulder genannt) von Skifahrern wiederentdeckt und wird so bis heute von Skifahrern in Form von Talismanen und Medallions als Beschützer mitgeführt. Aus der Rose eines Reh- oder Hirschgeweihs in Medallionform geschnitten, durchbohrt, wurde der sg. Uller u. a. von Wanderern mit Lederbändern am Gürtel befestigt.
Ull | Ουλλρ | Ullr | Ull | Ull | ウル (北欧神話) | Ulras | Ullr | Guden Ull | Ull | Ull | Ull | Ull (mytologi)