Uhrmacher-1568.png | Clockmakers black forest.jpg Der Uhrmacher (in der Schweiz auch Rhabilleur, frz.) ist ein Erfinder, Konstrukteur und Erbauer von mechanischen Uhrwerken und deren Zubehörteilen. Die Uhrmacherei zählte in früheren Jahrhunderten zu den Künsten, später zum Kunsthandwerk. Das Wirken des Uhrmacherhandwerks war eine Pionierleistung für die gesamte Feinmechanik.
Einer der bekanntesten deutschen Uhrmacher war Peter Henlein (*um 1479/1480 - †1542) aus Nürnberg. Wahrscheinlich als Erster in Deutschland entwickelte und fertigte er kleine, am Körper tragbare Uhren. Eine häufig gemachte Aussage, welche Henlein in Verbindung zum so genannten "Nürnberger Ei" (einer frühen Taschenuhr) bringt, beruht auf fehlerhafter Quelleninterpretation in alter Zeit.
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebte Martin Schipani, der in Würzburg als Hofuhrmacher tätig war.
Der Uhrmacher erlernt heute seinen Handwerks-Beruf in einer mehrjährigen Ausbildung in einer Uhrmacherschule. In Deutschland wurde die erste Uhrmacherschule 1850 in Furtwangen im Schwarzwald. Diese Uhrmacherschule Furtwangen bildet heute noch in einer dreijährigen Vollzeit-Ausbildung Uhrmacher aus. In der Industrie ist der Uhrmacher der Fachmann, der andere ungelernte Arbeitskräfte anleitet und überwacht. Er führt komplizierte Arbeiten aus und ist für die Qualitätssicherung zuständig. Uhrmacher sind im Flugzeugbau, Musterbau, Mess- und Regelfach begehrte Fachkräfte mit ihrer umfangreichen Ausbildung in der Mikromechanik. Große Bedeutung haben die Uhrmacher heute auch in Service und Wartung hochwertiger, oft handgemachter mechanischer Edeluhren zum Beispiel aus der Schweiz.
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