| Flag of Uganda.svg | Uganda coa.gif | (Details) | (Details) |
Die Republik Uganda (dt.: engl.: [) liegt in Ostafrika und grenzt im Norden an den Sudan, im Osten an Kenia, im Süden an Tansania, im Südwesten an Ruanda und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Die Grenzen zu Kenia und Tansania verlaufen zum Teil durch den Viktoriasee.
Der Kabaka (König) von Buganda wurde 1966 gestürzt, sein Grabmal (Kasubi Tombs) kann besichtigt werden. Er erinnert an die Unabhängigkeit des Staates von britischer Kolonialherrschaft.
Erste Assoziationen erstrecken sich von der Schreckensherrschaft Idi Amins und Massakern bis hin zu der Einstufung als „Perle Afrikas“. Bekannt ist auch der Flughafen Entebbe durch das Geiseldrama um ein entführtes Flugzeug der Air France („Operation Jonathan“). Der Süden bietet sich für Tourismus an, während im Norden immer noch gekämpft wird.
Der Name „Uganda“ kommt von dem früheren Königreich Buganda. Buganda ist von Bantu bewohnt, deren Bantusprachen einem Grundwort (hier Ganda) ein Nominalklassenpräfix voranstellen, das den Typ des gemeinten Begriffes bezeichnet. So ist Buganda das Land der Baganda, die die Sprache Luganda sprechen. Da der erste Kontakt der Europäer mit den Völkern Ugandas über die Küste Tansanias erfolgte, wurde der Name Uganda geprägt, der der Sprache Suaheli entstammt, die statt dem Präfix Bu- für ein Land das Präfix U- kennt.
Kazingafisher.jpg Uganda ist von Seen, dem Weißen Nil (hier: Viktoria-Nil und Albert-Nil), Urwäldern und Savannen geprägt. Das Land wird im Süden vom Äquator durchzogen. Auf das tropische Klima im Süden und in der Mitte des Landes wirkt sich aus, dass Uganda größtenteils auf einem Plateau um 1.000 m über dem Meeresspiegel liegt. Dort ist es eher regnerisch. Zwei Trockenzeiten (von Dezember bis Februar und dann wieder von Juni bis August) unterbrechen dieses Stadium. Der tiefste Punkt Ugandas ist mit 621 m über Meeresspiegel der Albertsee. Der Margherita Peak (auch: Mount Stanley) im Ruwenzori-Gebirge als höchster Punkt ist 5.110 m hoch. Beide Extrempunkte liegen relativ nahe beieinander. Die Gesamtfläche des Landes umfasst 241.038 Quadratkilometer, davon entfallen 199.710 Quadratkilometer auf die Landfläche, während 36.330 Quadratkilometer Wasserflächen sind. Der Nordosten Ugandas ist semiarid.
Wichtige Rohstoffe des Landes sind Kupfer, Kobalt, Kalkstein und Steinsalz. Wasserkraft und landwirtschaftlich gut zu nutzender Boden stellen weitere Ressourcen dar.
Lobeliagross.jpg-Art aus dem Bergregenwald des Ruwenzori-Gebirges]] Uganda hat eine überaus artenreiche Pflanzenwelt. Die Savanne Ostafrikas geht in den Regenwald Westafrikas über, was sich positiv auf die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere auswirkt. Dazu bieten die Höhenschichtungen mannigfaltige Lebensräume. Neben Akazien und Kandelaber-Wolfsmilch in den Savannen kommen vor allem im Ruwenzori-Gebirge und am Mount Elgon sowie in den Urwäldern faszinierende Pflanzengesellschaften vor.
Uganda ist, abgesehen von der Haupt- und Millionenstadt Kampala, eher von kleineren Städten geprägt. Lediglich Gulu und Lira überschreiten noch die Grenze von 100.000 Einwohnern zur Großstadt.
Uganda gibt eine Einwohnerzahl von mehr als 26 Millionen an. Es war eines der ersten Länder Afrikas, das zugegeben hat, von Aids betroffen zu sein. Früh setzten Aufklärungskampagnen ein und Aids wird im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten sehr offen diskutiert. In Uganda soll zudem ein "Aids-Wunder" stattgefunden haben, was sich in einer Verringerung der Rate der HIV-Infizierten von zwischen 20-30% auf etwa 6% zeige. Obwohl die Erfolge Ugandas in der Aidsbekämpfung kaum bestritten werden, wird ein derartig starker Rückgang der Infektionsrate oft bezweifelt. Darüber hinaus kann eine starke Verringerung der Infektionsrate nur stattfinden, wenn sehr viele Infizierte schlicht "wegsterben". Uganda steht als Vorzeigeland in der Aidsbekämpfung unter hohem internationalen Erfolgsdruck. Alle Angaben zur Bevölkerung sollten deshalb unter diesen Gesichtspunkten kritisch hinterfragt werden.
| Demographische Daten | |
|---|---|
| Lebenserwartung | 45,28 Jahre |
| Lebenserwartung (Männer) | 43,76 Jahre |
| Lebenserwartung (Frauen) | 46,83 Jahre |
| Säuglingssterblichkeit | 8,3 % |
| Kindersterblichkeit (2001) | ? % |
| Müttersterblichkeit | ? / 100.000 Geb. |
| Ärzte | 0,05 / 1.000 Einw. |
| Krankenhausbetten | ? / 1.000 Einw. |
| Zugang zu sauberem Trinkwasser | 56 % |
| Geburtsrate (2004) | 46,31 / 1.000 Einw. |
| Sterblichkeit (2004) | 16,61 / 1.000 Einw. |
| Bevölkerungswachstum (2004) | 2,97 % |
| Fruchtbarkeit (2004) | 6,64 Kinder / Frau |
| Alters-Struktur: | 0-14 Jahre: 50,6 % |
| Altersdurchschnitt: | 14,8 Jahre |
| HIV-Infektionsrate (2005) | 2,2 % |
| HIV/AIDS-Infizierte (2005) | 600.000 |
| HIV-Tote (2001) | 84.000 |
| Lese- und Schreibfähigkeit nach Erreichen des 15. Lebensjahres (2001) | 69,9 % |
| Öffentliche Ausgaben für Gesundheit | ? % vom BIP |
| Öffentliche Ausgaben für Altersversorgung | ? % vom BIP |
| Öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung | ? % vom BIP |
| Schulpflicht | seit 1997 UPE (Universal Primary Education) |
| Einschulungsqote (primär) | 100 % (seit Abschaffung des Schulgeldes 1996) |
| Einschulungsquote (sekundär) | 15 % (männlich), 13 % (weiblich) |
| Armuts-Quote | 35 % der Menschen sind nach Landes-Kriterien arm |
| Aufgenommene Flüchtlinge | 184.731 aus dem Sudan |
| Inlandsflüchtlinge | 1,4 Millionen |
Bantuvölker: Baganda 12 %, Ankole 8 %, Basoga 8 %, Bakiga 7 %, Bagisu 6 %, Batoro 4 %, Banyoro 3 %, Bagwere 2 %, Bakonjo 1 %,
Niloten: Iteso 8 %, Langi 7 %, Acholi 5 %, Jopodhola 2 %, Alur 3 %, Karamojong 2 %,
Sudanvölker: Lugbara 4 %,
Rundi 2 %,
Rwanda 7 %,
Nicht-Afrikaner: Asiaten 0,82 %, Europäer 0,095 %, Araber 0,066 %,
andere: 8 %.
Englisch ist die offizielle Amtssprache, aber im Alltag werden oft die indigenen Sprachen benutzt, z.B. Luganda (die Sprache der Baganda) in Zentral-Uganda, sowie andere Sprachen des Niger-Kongo-Sprachgebietes sowie nilotisch-saharische Sprachen, Suaheli und in geringem Maße Arabisch.
Die Zugehörigkeit der ugandischen Bevölkerung zu den unterschiedlichen Religionen sieht laut der Volkszählung 2002 folgendermaßen aus:
| Religion | Anzahl 1991 | Prozent 1991 | Anzahl 2002 | Prozent 2002 |
|---|---|---|---|---|
| Römisch-katholische Kirche | 7.426.511 | 44,5 | 10.242.594 | 41,9 |
| Anglikanische Kirche | 6.541.830 | 39,2 | 8.782.821 | 35,9 |
| Islam | 1.758.101 | 10,5 | 2.956.121 | 12,1 |
| Pfingstbewegung | --- | -- | 1.129.647 | 4,6 |
| Siebenten-Tags-Adventisten | 179.624 | 1,1 | 367.972 | 1,5 |
| Orthodoxe Kirche | 4.738 | 0,0 | 35.505 | 0,1 |
| andere christl. Konfessionen | 101.914 | 0,6 | 286.581 | 1,2 |
| Bahai | --- | -- | 18.614 | 0,1 |
| andere nichtchristl. Religionen | 658.987 | 4,0 | 159.259 | 0,7 |
| traditionelle Religionen | --- | -- | 241.630 | 1,0 |
| konfessionslos | --- | -- | 212.388 | 0,9 |
| Insgesamt | 16.671.705 | 100,0 | 24.433.132 | 100,0 |
Hauptartikel: Geschichte Ugandas
Seit dem 15. Jahrhundert bildeten sich vor allem im Süden Ugandas bei den Bantu die (zum Teil heute aus touristischen Gründen als kulturelle Körperschaften wiederbelebten) bestehenden Aristokratien, vor allem Königreiche. Unter ihnen hatte das Königreich Buganda eine führende Rolle. Weitere Königreiche waren Ankole, Bunyoro und Toro.
Die nilotischen Stämme des Nordens waren Nomaden und Hirtenvölker, die sich in kleineren Einheiten organisierten.
Im 19. Jahrhundert drangen arabische Händler von der Ostküste Afrikas in das Gebiet nördlich des Viktoriasees vor. Ihr Anreiz war die Gier nach Elfenbein und der Sklavenhandel. In einigen Gebieten etablierte sich der Islam, in vielen Regionen blieben jedoch die Naturreligionen vorherrschend.
Uganda wurde britisches Protektorat. Die koloniale Wirtschaft förderte den Baumwoll- und Kaffeeanbau. Dazu wurde die Eisenbahnlinie der Uganda Railways gelegt.
Im Januar 1986 eroberte Musevenis National Resistance Army (NRA) die Hauptstadt Kampala. Museveni wurde ohne Wahl als ugandischer Präsident vereidigt; doch erst 2006 sollte es zu einer Mehrparteienwahl kommen.
Tutsi, Hutu, Lendu, Hema (Hima), und andere ethnische Gruppen, assoziierte Rebellen, bewaffnete Banden und verschiedene Regierungsstreitkräfte operieren in der Region der Großen Seen zwischen Uganda, Kongo, Ruanda und Burundi, um Kontrolle über bevölkerungsreiche Gebiete und wirtschaftliche Ressourcen zu erlangen. Die Gefahr dabei ist, dass einzelne Ethnien die Machtverhältnisse dominieren, und dies zur Rebellion der Benachteiligten führt. Dabei mischt auch Uganda mit, derzeit vor allem in der Demokratischen Republik Kongo (Kongokrieg).
Die ugandische Regierung mischt autoritäre und demokratische Elemente. Politisch wirksam ist derzeit nur Musevenis Regierungspartei, die National Resistance Movement Organization (NRM-O), kurz „Movement“. Dazu hat de facto das Militär eine tragende Rolle.
Es ist der Ansicht, dass es in Uganda keine Grundlage für ein Mehrparteiensystem gibt und dass die bestehenden Altparteien Ursache für Ugandas Probleme sind. Zwar wurden sie nicht verboten, doch die meisten Aktivitäten, die eine Partei ausmachen, bleiben ihnen versagt. Dementsprechend standen die Ugander den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 23. Februar 2006 mit gemischten Gefühlen gegenüber, obwohl sich erstmals mehrere Wahllisten bewerben konnten. Im Vorfeld der Wahlen kam es teilweise zu Unruhen, sodass viele einen erneuten Bürgerkrieg befürchten. EU-Wahlbeobachter kritisierten den Wahlkampf als unfair, weil der erst Ende 2005 aus dem Exil zurückgekehrte Oppositionsführer Kizza Besigye sofort wegen angeblichen Landesverrats vor Gericht gestellt wurde. Besigye kritisierte dies als politisch motiviert.
Am 25. Februar meldete die zentrale Wahlkommission, dass der seit 1986 regierende Museveni (62) rund 59% der Stimmen erhalten habe, wogegen Besigye (Gründer des demokratischen Forums auf 37% käme. Die übrigen 4-5% verteilten sich auf 3 weitere Kandidaten. Das "Forum für Demokratischen Wandel" sprach von Wahlbetrug, weil die Ergebnisse weit von einer unabhängigen Zählung in 19.000 der Wahllokale abwichen, und will Präsident Musevenis angeblichen Wahlsieg anfechten. Dieser hatte kurz vor der Wahl die Verfassung ändern lassen, um eine dritte Amtszeit zu ermöglichen.
Die gleichzeitige Parlamentswahl (284 Abgeordnete) würde allerdings einen Fortschritt darstellen, wenn sie zu ersten demokratischen Parlamentsdebatten führen sollte.
Die jetzige Regierung stellt sich zwar als positiv gesinnt gegenüber Menschenrechten dar, doch sind Defizite beim Umgang mit politischen Parteien und Regimegegnern wie auch die Rekrutierung von Kindersoldaten offensichtlich.
Der jetzige Präsident des Nachbarstaates Ruanda, Paul Kagame, kam aufgrund einer militärischen Intervention aus Uganda an die Macht. Er gehört zur Ethnie der (Tutsi).
| Amt | Amtsinhaber | seit |
|---|---|---|
| Präsident | Yoweri Kaguta Museveni | 26. Januar 1986 |
| Vizepräsident | Gilbert Balibaseka Bukenya | Mai 2003 |
| Premierminister | Apolo Nsibambi | 5. April 1999 |
| Präsidialamtsministerin | Beatrice Wabudeya | 13. Januar 2005 |
| Außenminister | Sam Kutesa | 13. Januar 2005 |
| Innenminister | Ruhakana Ruganda | |
| Minister für Justiz und Verfassungsangelegenheiten | Edward Kiddu Makubuya | |
| Minister für den öffentlichen Dienst | Henry Magunwa Kajura | 2003 |
| Finanzminister | Ezra Suruma | 13. Januar 2005 |
| Ministerin für Erziehung und Sport | Geraldine Namirembe Bitamazire | 13. Januar 2005 |
| Minister für Kommunalverwaltung | Tarsis Kabwegyere | |
| Gesundheitsminister | Jim Muhwezi | 25. Juli 2001 |
| Minister für Infrastruktur | John Nasasira | Juli 1998 |
| Minister für Wasser, Land und Umwelt | Kahinda Otafiire | |
| Ministerin für Geschlechterangelegenheiten, Arbeit und soziale Entwicklung | Zoe Bakoko Bakoru | 25. Juli 2001 |
| Minister für Energie und Bergbau | Syda Namirembe Bbumba | 1999 |
| Verteidigungsminister | Amama Mbabazi | 25. Juli 2001 |
| Ministerin für Landwirtschaft und Fischerei | Hajati Janat Mukwaya | 25. Juli 2001 |
| Minister für Tourismus, Handel und Industrie | Daudi Migereko | |
| Minister im Amt des Premierministers | George Mondo Kagonyera | |
| Minister für Katastrophenprävention und Flüchtlinge | Moses Ali | |
| Minister für Wirtschaftsbeobachtung | Kweronda Ruhemba | |
| Sicherheitsministerin | Betty Akech | 13. Januar 2005 |
| Minister ohne Geschäftsbereich | Crispus Kiyonga |
Für die vollständige Liste der Präsidenten von Uganda, siehe Präsident von Uganda.
Uganda ist in 70 Distrikte gegliedert.
Uganda ist wie die meisten Staaten der Welt vom Klimawandel betroffen. Experten gehen davon aus, dass durch die neue Klimasituation bspw. in wenigen Jahren kein Kaffeeanbau in Uganda mehr möglich sein wird.
Zwischen 1990 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für
Liste afrikanischer Schriftsteller (nach Ländern)
Der Nationalfeiertag wird am 9. Oktober gefeiert.
Der Queen-Elizabeth-Nationalpark ist durch seine Lage am Fuße des Ruwenzori-Gebirges und am Edwardsee und Georgsee geprägt. Flusspferde und Pelikane fallen ins Auge, daneben weist das Vorkommen Afrikanischer Büffel, von Elefanten, Löwen, diverser Antilopen und über 600 Vogelarten auf die ökologischen Vielfalt des Gebietes hin.
Ruwenpflanzen.jpg]] Der Rwenzori-Mountains-Nationalpark soll die Berg- und Gletscherregionen des Ruwenzori-Gebirges, eine der Quellen des Nils, mit seiner einzigartigen Flora schützen.
Die größte geschützte Fläche des Landes erstreckt sich über den Murchison Falls National Park. Ein spektakulärer Wasserfall des Nils war für diesen Park namensgebend, an dem Nilkrokodile und Flusspferde leben. Eine Seltenheit dieses Schutzgebietes stellt die Rothschild-Giraffe dar.
Siehe auch: Nationalparks in Uganda
Schädlich für Natur und Umwelt wirken sich Entwässerung von Feuchtgebieten, Abholzung, Überweidung und andere negative Nutzungen aus. Im Viktoriasee wuchern gebietsfremde Wasserhyazinthen. Die Einsetzung des Nilbarsches im Viktoriasee, um die Fischereierträge zu steigern, führte zur Ausrottung zahlreicher endemischer Fischarten insbesondere der Buntbarsche, andere Arten sind bedroht. Dies ist eine ökologische Katastrophe und ein Beispiel für falsche „Entwicklungshilfe“, deren Schaden den Nutzen überwiegt.
Uganda hat das Kyoto-Klimaprotokoll unterzeichnet und zahlreiche andere Umwelt- und Naturschutz-Abkommen.
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