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Uelzen
 

Wappen Karte
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Wappen von Uelzen
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Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Kreis: Uelzen
Geografische Lage:
Höhe: 43 m ü. NN
Fläche: 135,84 km²
Einwohner: 35.111 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 259 Einwohner/km²
Postleitzahl: 29525
Vorwahl: 0581
Kfz-Kennzeichen: UE
Gemeindeschlüssel: 03 3 60 025
Stadtgliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Herzogenplatz 2
29525 Uelzen
Website: www.uelzen.de
E-Mail-Adresse: info@uelzen.de
Politik
Bürgermeister: Otto Lukat (SPD), direkt gewählt
Uelzen ist eine Stadt im nordöstlichen Niedersachsen, sie ist die Kreisstadt des Landkreises Uelzen

Geografie, Lage


Uelzen liegt zwischen Hamburg und Hannover, in der Lüneburger Heide. Durch Uelzen fließt der Fluss Ilmenau, in unmittelbarer Nähe liegt der Elbe-Seitenkanal. Das Flüsschen Wipperau "unterquert" zusammen mit einem Fuß- und Radweg den Kanal in der Höhe des Oldenstädter Meyerholzweges. Der Wasserspiegel des Kanals liegt im Bereich Oldenstadt mehrere Meter über Grund (Dammstrecke). Am Stadtrand, nördlich von Oldenstadt, liegt der künstlich angelegte Oldenstädter See. Er ist im Zuge der Bauarbeiten des Elbe-Seitenkanals entstanden, da für die Dammbauweise des Kanals viel Sand und Erdreich benötigt wurde. Der See dient heute als Naherholungsgebiet. Hier kann gesurft, geangelt und gebadet werden. Der sich direkt am See befindliche Grillplatz kann gemietet werden.

Stadtgliederung

Uelzen besteht aus den Ortsteilen Groß Liedern, Hansen, Hanstedt II, Holdenstedt, Kirchweyhe, Klein Süstedt, Masendorf, Mehre, Molzen, Oldenstadt, Riestedt, Ripdorf, Tatern, Veerßen, Westerweyhe, Pieperhöfen und Woltersburg. Der Stadtteil Veerßen und die Uelzener Innenstadt sind im Laufe der Zeit zusammengewachsen.

Geschichte


Der Ursprung der Stadt liegt nicht im heutigen Stadtzentrum, sondern im Stadtteil Oldenstadt. Hier befand sich ein Kloster. Uelzen erhielt 1270 die Stadtrechte durch Herzog Johann I. († 1277) verliehen und gehörte seit 1476 zur Hanse. In der Zeit der Industrialisierung wurde Uelzen ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt; in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte sich dieses auf die Bundesstraßen fort. Siehe auch: Website zur Stadtgeschichte Uelzen

Die Uhlenköpersage

Uelzen wird im regionalen Sprachgebrauch auch die Uhlenköperstadt genannt. Dieses rührt von der Sage her, dass ein Uelzener Bürger von einem Bauern Eulen (Uhlen) anstelle von Birkhähnen kaufte:

Die Sage berichtet, dass ein gewitzter Bauer vom Land in die Stadt Uelzen kam, im Gepäck einen Sack mit lebendem Inhalt. Dort traf er auf einen neugierigen Kaufmann, der ihn fragte, was er in dem Sack habe. Der Bauer antwortete "Baarftgaans", was der Händler jedoch falsch als "Barkhahns" verstand und dem Bauern einen stattlichen Preis zahlte, ohne in den Sack zu schauen. Zu Hause angekommen, wollte er seiner Frau die soeben erworbenen Birkhähne zeigen, doch als er den Sack öffnete, flatterten drei Eulen hinaus und richteten allerlei Schaden in der Wohnung des Kaufmannes an. Der Kaufmann verklagte daraufhin den Bauern. Dieser sagte jedoch zu seiner Verteidigung, er habe eindeutig "Baarfgaans" verkauft und die Tatsache, dass Eulen barfuß gingen, könne man ihm nicht abstreiten. Der Richter soll sich derart über die Schläue des Bauern amüsiert haben, dass er ihn freisprach. Daher heißen die Uelzener bis zum heutigen Tag "Uhlenköper", also Eulenkäufer.

Eine Bronze-Statue an der Marienkirche erinnert an diese Sage. Ein Reiben an der Münze der Statue und gleichzeitiges Klimpern des Kleingeldes in der Hosentasche soll dafür sorgen, dass man immer genug Geld hat. Die Münze ist daher hellblank gerieben.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Politik


Rathaus ue.jpg Uelzen gehört zum Bundestagswahlkreis Celle-Uelzen. Direkt gewählt wurde 1998, 2002 und 2005 Dr. Peter Struck (SPD), bis 2005 Verteidigungsminister und heute Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Theater

Das Hundertwasser-Musical von Rolf Rettberg mit Musik von Konstantin Wecker wurde 2004 im Theater an der Ilmenau aufgeführt. Insgesamt wurden die 71 Aufführungen von über 32.500 Zuschauern besucht (wovon ca. 2.000 geschenkte Karten waren).

In der Regel finden im "Theater an der Ilmenau" Auftritte von Tourneetheatern statt, es waren aber auch schon zahlreiche aus Funk und Fernsehen bekannte Kabarettisten und Comedians zu Gast in der Stadt. Regelmäßig macht auch der bekannte "Theaterstadl" von Peter Steiner Station in Uelzen.

Theater an der Rosenmauer

In der Innenstadt liegt das von Reinhard Schamuhn im Jahr 1987 gegründete, privat betriebene "Theater an der Rosenmauer", auch "Neues Schauspielhaus & Kreativer Speicher" genannt. Schwerpunkte der Vorstellungen sind Kleinkunst und Kabarett, es finden aber auch musikalische Aufführungen statt. Im Juni 2006 schenkte die Besitzerin des Gebäudes, die Ärztin Dr. Anneliese Robby (*1920), die heute in einem Seniorenheim in Bremen lebt, Schamuhn das Anwesen im Beisein von eines Notars sowie Vertretern aus Kultur und Politik.

Musik

Die Stadt Uelzen veranstaltet alle zwei Jahre (in den ungeraden Jahren) den nach Friedrich Kuhlau benannten Internationalen Kuhlau-Wettbewerb für Nachwuchsflötisten. Der Wettbewerb wendet sich an Flötenensembles in verschiedener Zusammensetzung (2 - 4 Flöten, Flöte/Klavier und 2 Flöten/Klavier), natürlich sind auch Soloflötisten/innen zugelassen.

Die jungen Teilnehmer - das Durchschnittsalter eines Ensembles darf 32 Jahre nicht überschreiten - spielen Werke verschiedener Komponisten vor einer internationalen Jury, wobei die Kompositionen des 1786 geborenen Friedrich Kuhlau den Schwerpunkt bilden.

Die Stadt besitzt eine Vielzahl von Musikkneipen und -cafes, Darunter das Komma (am Schnellenmarkt), das Hofinger, der Schlürffachhandel Unikum , das Schillers und die Wallstreet, sowie das LIFE, das Mephisto und die Discothek Luna.

Bauwerke

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Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

  • Uelzen hat einen Binnenhafen am Elbe-Seitenkanal.
  • Die Stadt ist historischer Verkehrsknotenpunkt für den Eisenbahnverkehr. Der Ort ist Haltepunkt an der Intercitylinie Hannover - Celle - Uelzen - Lüneburg - Hamburg, auch Haltepunkt für den ICE (seit Winterfahrplan 2005/2006 Freitags ein ICE nach Frankfurt am Main und Sonntags nach Hamburg).
  • Ferner gibt es Eisenbahnverbindungen über Soltau nach Bremen ("Amerikalinie"), über Gifhorn nach Braunschweig und nach Magdeburg über Stendal. Letztere wurde möglich, nachdem das nach der deutschen Teilung stillgelegte Teilstück Salzwedel-Uelzen wieder neu gebaut wurde (eingleisig). Die "Neubaustrecke" wird auch von zahlreichen Intercityzügen auf der Strecke Hamburg-Berlin benutzt.
  • Von Uelzen führt die Bundesstraße 4 über Gifhorn und Braunschweig nach Bad Harzburg und weiter nach Süden über den Harz nach Nordhausen. In der Gegenrichtung führt die Bundesstraße 4 über Bad Bevensen und Lüneburg nach Norden nach Hamburg. Ende 2003 wurde eine weiträumige Umgehungsstraße fertig gestellt, die von der alten Streckenführung südlich von Holdenstedt abzweigt, zwischen dem Stadtgebiet und dem Stadtteil Oldenstadt am Elbe-Seitenkanal entlang führt und im Norden der Stadt wieder auf die alte Trasse trifft. Aufgrund der hohen LKW-Belastung (Abkürzung zwischen den Wirtschaftsräumen Hamburg und Braunschweig-Wolfsburg-Magdeburg) war kurzzeitig die Einführung einer Mautpflicht im Gespräch.
  • Nach Südwesten führt die Bundesstraße 191 über Eschede nach Celle. Nach Nordosten führt sie durch das Wendland mit Dannenberg zur wieder aufgebauten Dömitzer Brücke über die Elbe nach Ludwigslust und Schwerin.
  • Nach Osten führt die Bundesstraße 493 über Lüchow (Wendland) nach Schnackenburg (Elbe).
  • Nach Westen führt die Bundesstraße 71 über Munster nach Soltau. Bei der BAB-Anschlussstelle Soltau-Ost kreuzt die B71 die Bundesautobahn A7.
  • Uelzen besitzt, in dem westlich von der Stadt aus gelegenden Dorf Barnsen, einen Flugplatz.
  • Uelzen liegt in der Mitte eines der größten, nicht von Autobahnen erschlossenen Gebietes in Deutschland. Die A 39, seit vielen Jahren angedacht und geplant, ist zurzeit weiter Utopie. In der Region Uelzen gibt es sowohl Befürworter als auch Kritiker des Autobahnbaus.

Ansässige Unternehmen

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  • Uelzen ist traditionell Mittelpunkt eines Anbaugebietes von Zuckerrüben und zugleich Standort der Zuckerfabriken Uelzen, die zu den größten in Europa zählt. Sie verarbeitet pro Jahr 1,9 Mio. t Rüben, das entspricht sechs mal mehr Gewicht, als der Kölner Dom hat. Uelzen war Sitz der Zucker-Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig AG, die etwa 1997 mit der Zuckerverbund Nord AG zum zweitgrößten deutschen Unternehmen der Zuckerindustrie, der Nordzucker AG mit Sitz jetzt allerdings in Braunschweig fusioniert ist.
  • Die Uelzena eG ist ein überregional bedeutender Hersteller von Milch- und Getränkepulvern, Butter und Butterfetten und Spezialprodukten. Darüber hinaus gibt es weitere lebensmittelverarbeitende Unternehmen in Uelzen, die sich mit Gurken und Milch beschäftigen.
  • Nestlé Schöller betreibt in Uelzen ein Werk mit knapp 500 Beschäftigten mit der Produktion von Becher- und Stieleis sowie Tiefkühlbackwaren.
  • Die Spedition Kobernuss erreichte in Fachkreisen bundesweite Bekanntheit, da sie nach der vierten Osterweiterung der EU Anfang 2005 einen Teil ihrer LKW-Flotte nach Zypern ausflaggte, um das deutsche Arbeitsrecht zu umgehen.
  • Die Metronom Eisenbahngesellschaft hat hier ihren Sitz und ihr Werk. Sie betreibt den Regionalexpressverkehr zwischen Bremen - Hamburg - Uelzen - Hannover - Göttingen. Gesellschafter sind die EVB, die HHA, die BSAG und die OHE.

Medien

  • Uelzen ist Standort des nichtkommerziellen Lokalradios Radio ZuSa, das über die Sender Uelzen (88,0 MHz), Lüneburg (95,5 MHz) und Zernien (89,7 MHz) ausgestrahlt wird. Das Programm bringt Informationen über Uelzen, Lüneburg und Umgebung sowie viel Pop- und Rockmusik. Die Nachrichten wurden früher von NDR 2 übernommen, seit 2002 von DeutschlandRadio Kultur aus Berlin.
  • Die einzige Tageszeitung im Verbreitungsgebiet Uelzen ist die "Allgemeine Zeitung der Lüneburger Heide" (umgangssprachlich als "AZ" bezeichnet), welche sich im Besitz der C. Beckers Buchdruckerei GmbH & Co. KG befindet. Zur C. Beckers Buchdruckerei gehören ebenfalls die Altmark Zeitung und das Isenhagener Kreisblatt. Die Allgemeine Zeitung hat eine Auflage von 20.264 verbreiteten Exemplaren (erstes Quartal 2005) und wird damit von ca. 54.000 Personen gelesen.
Samstags liegt der "AZ" das Magazin "Der Heidewanderer" bei, das sich mit regionaler Kultur und Geschichte befasst.
  • In Uelzen erscheinen auch mehrere Anzeigenblätter: Uelzener Anzeiger am Mittwoch, Uelzener Anzeiger am Sonntag und der General Anzeiger (Sonntags)

Öffentliche Einrichtungen

  • Die Bundesagentur für Arbeit betreibt in Uelzen ein "Servicecenter" (Callcenter), das Anrufe nicht nur aus dem eigentlichen Bereich Uelzen, sondern u.a. auch aus den Bereichen Lüneburg, Celle, Lüchow-Dannenberg, Soltau / Bad Fallingbostel , Landkreis Harburg, Stadtgebiet Hamburg sowie Coesfeld, Rheine und Münster entgegennimmt, seit dem 28.04.06 kommen auch die Bereiche Hagen, Nordhorn und Bautzen dazu, die über die Zentralrufnummern der jeweiligen Agenturen eingehen, damit betreut das Überlauf Service Center in Uelzen 70 Agenturen deutschlandweit. Die entsprechenden Agenturen werden per Mail über die Anrufe informiert und rufen die Kunden anschließend zurück. Für die Beantwortung von Fragen zum ALG II (besser bekannt als Hartz IV) steht ein weiteres Team zur Verfügung, welches sich ausschließlich mit diesem Thema befasst.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

Sonstiges


Geiselnahme von Uelzen

Bekannt wurde Uelzen im Jahr 2002, als dort die Flucht von drei deutschen Geiselnehmern begann und im ukrainischen Riwne unblutig endete. Die jungen Männer hatten in Wrestedt im Landkreis Uelzen eine Bank überfallen, zwei Frauen als Geiseln genommen, und waren mit ihnen quer durch Europa geflohen. Eine Geisel konnte bei einem Tankstopp in Polen zu einem Polizeifahrzeug flüchten, die zweite wurde in Riwne freigelassen. Gut eine Stunde später stellten sich die Männer der ukrainischen Polizei. Die Täter, Artur F., Heinrich K. und Vitali H., drei junge Männer aus dem Raum Uelzen, saßen daraufhin sechs Monate lang in Kiew in Untersuchungshaft und wurden dann an Deutschland ausgeliefert.

Weblinks


Lüneburger Heide

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