ArmySealLow.jpg]] Die United States Army (dt. ugs. US-Armee) ist der Teil der US-Streitkräfte, der für militärische Operationen zu Lande verantwortlich ist (Heer). Gegründet und aufgestellt wurde sie 1775, während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, in dem sie in maßgeblich zur Entstehung der USA beitrug. Die Aufgabe der US Army ist die Wahrung US-amerikanischer Interessen mit militärischen Mitteln am Boden. Dazu unterhält sie Standorte auf der gesamten Welt. Die Bezeichnung US Army wird fälschlicherweise häufig zum gesamten US-amerikanischen Militär synonym verwendet.
Oberbefehlshaber der Army, wie sie auch im offiziellen Sprachgebrauch genannt wird, ist der Präsident der USA. Die alltägliche Aufsicht über Angelegenheiten des amerikanischen Heeres hat das Department of the Army (Armeeressort oder -amt) innerhalb des Verteidigungsministeriums. In seinen Strukturen orientiert es sich stark an denen der anderen US-Streitkräfte, mit denen es in militärischer Hinsicht stets zusammenwirkt, und von denen es abhängt.
Die US Army war an allen großen Kriegen des 20. Jahrhunderts mit amerikanischer Beteiligung sowie an Dutzenden Kurzinterventionen der USA beteiligt. Seit dem Zweiten Weltkrieg gilt sie als das bestausgerüstete und mobilste Heer der Welt. Vor allem seit dem Zerfall der Sowjetunion ist sie jedoch mitneuartigen Taktiken von Guerillagruppen konfrontiert, denen bisher noch nicht begegnet werden konnte.
Die größte Herausforderung sieht die Army derzeit in der Bewältigung der politisch gestellten Aufgaben bei gleichzeitiger Restrukturierung, Transformation genannt (Näheres weiter unten im gleichnamigen Unterkapitel). Diese wird als die größte Strukturmaßnahme seit derjenigen gesehen, die dem Zweiten Weltkrieg folgte. Die selbstgestellten Ansprüche, aber auch die öffentliche Erwartungshaltung liegen in einer funktionierenden, flexiblen Kommandostruktur, die beim Zusammenspiel verschiedener Kompetenzen nicht konkurriert, und weltweit projezierbaren, d. h. effektiv einsetzbaren Truppen.
In der Praxis läuft dies auf den Anspruch hinaus, jederzeit mehrere Kriege am Boden führen zu können. Vereinzelt sprechen amerikanische Politiker von 3-4 Konfliktbeteiligungen, sollte dies nötig sein. Angesichts der jüngsten Entwicklungen erscheint dies jedoch unwahrscheinlich, sodass mehrheitlich 2 Großeinsätze erwartet werden. Die gelegentliche Forderung einzelner Offiziere nach einer Vergrößerung des Heeres steht allerdings im Widerspruch zu der, nach dem Vietnamkrieg vollständig umgesetzten, Freiwilligenarmee. Daher wird vor allem das Szenario der Beteiligung an zwei großen Regionalkriegen, bzw. an einem großen Konflikt und zwei begrenzten verfolgt.Einführung von der National Defense University
In der Praxis wirft die weltweit zunehmende Asymmetrisierung des Krieges Fragen in Bezug auf diese Gesamtstrategie des Heeres der USA als derzeit stärkste Bodenstreitkraft der Erde auf, auch weil sie aufgrund ihrer Stärke in Kombination mit ihrer eingeschränkten Belastbarkeit in der asymmetrischen Kriegsführung ein verlockendes Ziel für Milizen, bewaffnete Gruppen u. ä. darstellt. Bisher wurden in diesem Zusammenhang keine Lösungen oder Antworten gefunden, was wahrscheinlich auf die komplexen politischen, sozialen, ökonomischen und psychologischen Hintergründe dieser sich ausdehnenden Kriegsform zurückzuführen ist.
Die Mission des amerikanischen Heeres ist auch hier nachzuvollziehen.
Begünstigt durch die liberalen US-amerikanischen Waffengesetze, sowie durch die vorherrschende Mentalität der Eigenverantwortlichkeit gibt es auf bundesstaatlicher Ebene auch verschiedene Milizen, die manchmal sogar von der Staatsregierung unterstützt werden und der Nationalgarde, also der „offiziellen“ Streitmacht des Bundesstaates, zuarbeiten. Mitglieder dieser Vereinigungen wollen sich gewöhnlich nicht vollständig dem Bundesstaat unterordnen. Deswegen kümmern sich diese Milizen auch selbst um ihre Organisation, Ausbildung und Ausrüstung. Ihr de-facto-Status ähnelt mehr dem einer Behörde als der eines Teils des Militärs.
Der Einsatz der Reserveeinheiten und Nationalgardisten ist seit dem Vietnamkrieg proportional wie prozentual kontinuierlich gestiegen, obwohl sie an jedem Krieg der USA seit dem Ersten Weltkrieg teilgenommen haben. Sie waren vor allem an der Operation Desert Storm, an der KFOR-Mission und an der Operation Iraqi Freedom beteiligt. Manche US-Bürger sorgen sich aufgrund des chronischen Mangels an Freiwilligen um eine Reaktivierung der, seit dem Vietnamkrieg ausgesetzten, Wehrpflicht. Von offizieller Seite wurden solche Planungen bisher immer verneint, und weder in Politik noch Gesellschaft sind aus verschiedenen Gründen Mehrheiten dafür in Sicht.
Auch wenn die US Army zur Zeit eine vollständige und von den Reservoirs unterstützte Berufsarmee ist, so gibt es Planungen und Maßnahmen zur Einberufung von Wehrfähigen für den Fall einer größeren Katastrophe oder eines größeren Krieges, z. B. einer Invasion des US-amerikanischen Mutterlandes oder einem erneuten Weltkrieg.
Die Reihenfolge der Einberufungen lautet momentan wie folgt:
Da die letzte Einberufungsstufe juristisch nicht vollständig geklärt ist, ist es nicht undenkbar, dass darunter letztendlich alle wehrfähigen US-amerikanischen Männer fallen. Auf dem Boden der Vereinigten Staaten geschah ein vergleichbarer Fall zum letzten Mal, als die Konföderierten ihre letzte Reserve namens Home Guard einberiefen, ohne Rücksicht auf Alter oder gesundheitlichen Zustand.
Vonseiten einiger Offiziere wird besonders Punkt 5 kritisiert. In einem realistischen Zusammenhang sei eine effektive Reaktivierung der Wehrpflicht höchstens in Friedenszeiten möglich, da die Doktrin der Wehrpflicht und die Freiwilligenarmee zu weit divergieren würden.
Die US Army unterhält diverse Programme, die einem potenziellen Rekruten den Einstieg erleichtern sollen, wie z. B. das Buddy Program, bei dem zwei befreundete Personen, die wegen der Zuteilung und Unterbringung gleichen Geschlechts sein müssen, zur selben Rekrutierungsbrigade gelangen, oder die Möglichkeit, sich bis zum Erreichen eines Schul- oder akademischen Abschlusses zurückstellen zu lassen. Collegeabsolventen werden gerne damit geworben, mit einem höheren Rang sowie mit einer Einstiegsprämie von 20.000 *]" target="_blank" >beginnen zu dürfen.[http://www.bmlv.gv.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=365 Quelle: Das österreichische Ministerium für Landesverteidigung
Unter Kritik geraten häufig die offensiven Anwerbemethoden der Army: die Palette reicht dabei vom Unterrichts- und Vorlesungsbesuch über gezieltes Ethno-Marketing hin zum Cold Calling, dem überraschenden Werbeanruf der Zielperson (dies wird aber auch über andere Medien praktiziert). Dabei wird der Army die Vorteilsnahme des meist geringen Einkommens oder der Perspektivlosigkeit der Zielpersonen und -gruppen sowie die Verschleierung des Berufsrisikos vorgeworfen. Army und Befürworter dieser Praktiken appellieren hingegen an die Eigenverantwortung der Zielpersonen.
Bürgerrechtsbewegungen, Studenten und Linke äußern sich kritisch über die Drohung der Army, allen Schulen und Universitäten Fördermittel des Bundes entziehen zu lassen, sollten diese den Rekrutierern den Zugang zu den Lehrsälen verweigern.Laufende Klage gegen die Praxis
Das Übertreten der mexikanisch-amerikanisch Grenze durch ein Werbeteam der Army im Mai 2005 verursachte einen diplomatischen Zwischenfall mit Mexiko. Der Direktor der Schule wies die Werber ab und protestierte direkt in Washington.Bericht über die vielfältigen Werbemethoden der Army
Zur Zeit (2006) erfährt die Army einen massiven Mangel an Rekruten. Die angeworbene Zahl an Rekruten liegt 40% unter den erforderlichen Zahlen. Bedingt durch die anhaltende negative Presse nehmen auch die Kinder aus den Minderheiten und gering verdienenden Schichten und auch Frauen zunehmend Abstand von einer Karriere bei der Army. Als grundsätzliche Bodenstreitkraft wird sie als am meisten in die militärisch problematischen Konflikte (z. B. in Afghanistan und im Irak) verwickelt gesehen und verzeichnet daher die größten Probleme bei der Anwerbung.Blacks, women avoiding US Army Nur über die massive Reaktivierung ehrenhaft entlassener Soldaten kann die Army an die geforderten Zahlen heranreichen.
| Herkunft des Rekruten | Ausbildungsort des Rekruten | Name der ausbildenden Einheit |
|---|---|---|
| Nordöstliche USA | Fort Meade, Maryland | 1st Recruitment Brigade |
| Südöstliche USA | Forest Park, Georgia | 2nd Recruitment Brigad |
| Südliche USA und Mittlerer Westen | San Antonio, Texas | 5th Recruiting Brigade |
| Nördliche USA | Fort Knox, Kentucky | 3rd Recruiting Brigade |
| Westliche USA | Las Vegas, Nevada (ab inklusive Montana, Wyoming, Colorado und New Mexico westwärts) | 6th Recruiting Brigade |
Im Zuge der Rationalisierungsmaßnahmen Anfang der 1990er Jahre wurde die 4th Recruitment Brigade, die ihren Sitz in Fort Sheridan, IL, hatte, im Jahre 1992 aufgelöst. Ihre Ausbildungsbataillone wurden den 2. und 5. Rekrutierungsbrigaden zugewiesen.Auflösung der 4th RB Insgesamt gibt es je nach Jahrgang zwischen 40-43 Ausbildungsbataillone.
Rekruten von außerhalb der USA werden der 1st Recruitment Brigade zugerechnet.
Die Grundausbildung, basic training genannt, dauert neun Wochen. Der genaue Ablauf ist dieser Quelle zu entnehmen.
Im Jahr 1994 wurde die Geschlechtertrennung bei der Ausbildung aufgehoben. 1996 folgte auf der Aberdeen Proving Ground in Maryland eine politische Affäre, bei der mehrere weibliche Rekruten Ausbilder beschuldigten, sie im Zuge ihrer Ausbildung sexuell genötigt zu haben.House members to visit Aberdeen Proving Ground - Mitarbeiter des Weißen Hauses beginnen Untersuchung auf der Aberdeen Proving Ground Sie äußerten, dass die Ausbilder ihre noch bestehende Unsicherheit, was die Army anbelangte, ausgenutzt hätten.
War der Sonntag davor ein Tag, an dem die Ausbildung - an den anderen Tagen gemessen - nur begrenzt fortgeführt wurde, so wurde das Niveau des Sonntagstraining im Januar 2004 dem allgemeinen Niveau angeglichen, um den Herausforderungen im Irak und in Afghanistan gerecht zu werden, ohne dass die Grundausbildung verlängert würde. Der Häuserkampf sowie die Umgehung diverser Maßnahmen von Guerillaeinheiten wurden in das Trainingsprogramm aufgenommen.Army updates training, USAToday vom 6. Januar 2004
Nach dem Zweiten Weltkrieg pendelte sich die Größe der Army bei ca. 600.000 Soldaten ein. Zu Beginn des Koreakrieges wurde diese Zahl auf fast 1,6 Mio. innerhalb eines Jahres gesteigert. Nach dem Einsatz auf der koreanischen Halbinsel wurde die Anzahl der Truppen vor dem Hintergrund des Kalten Krieges gerade einmal halbiert. Auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges, 1968, betrug die Stärke der Army wieder fast dieselbe wie in Korea. Nach Vietnam blieb die Anzahl der Heeressoldaten konstant bei knapp 800.000 Soldaten. Auch der Zweite Golfkrieg konnte den, nach dem Zerfall der Sowjetunion einsetzenden, radikalen Truppenabbau nicht bremsen, der zur heutigen Truppenstärke führte.Chronologisches Diagram der Entwicklung der Truppenstärke der Army
Mittlerweile wächst die Kritik an der Verkleinerung der Army in diese Größenordnung. US-Amerikanische Militärs und Politiker fordern eine Vergrößerung der Reserveeinheiten angesichts der wachsenden Anzahl an Einsätzen und Verlusten sowie der steigenden Operationsgeschwindigkeiten und der Länge der Stationierungen, die die Moral der Truppen beeinträchtigen. Die Realisierung solcher Forderungen scheint im Zuge der aktuellen Rekrutierungsprobleme unwahrscheinlich und wurde vom Pentagon abwartend beantwortet.Bericht von PBS.org
Das europäische Hauptquartier der US Army (US Army Europe (USAREUR)) ist in Heidelberg, deren übergeordnete Kommandoeinheit ist das US European Command (USEUCOM) in Stuttgart. Die Basis in Stuttgart hat sich in vielerlei hinsicht als vorteilhaft erwiesen, sodass sie trotz aller Standortschließungen der letzten Jahre vermutlich noch einige Zeit bestehen bleibt.Chronologisches Diagram der Entwicklung der Truppenstärke der ArmyDespite the restrictions, some German facilities have proved so useful that they will be retained.
Die Überzeugung, dass small wars im 21. Jahrhundert dominierend sein werden, spiegelt sich auch in der Waffenentwicklung für das Heer der USA wieder. Bereits während der Transformation setzte das Pentagon in der Rüstungsindustrie einen Wettbewerb in Gang, deren Ergebnis die amerikanische Kriegsführung am Boden auch in technischer Hinsichtbeschleunigen vernetzen soll. Einsatzbereite Ausrüstung wird ab 2010 verstärkt zum Einsatz kommen, wobei einige Ausschreibungen noch weiter in die Zukunft gerichtet sind. Eine gleichzeitige Neubewaffnung hätte den Aktualitätsbezug der Army gefährdet und den Strukturwandel verzögert, weswegen sie erst danach einsetzen soll.
Das M16 sollte zu Zeiten des Vietnamkriegs das M14 ersetzen. Die offizielle Einführung verlief jedoch so schlecht, dass die Truppen kurzzeitig sogar auf das alte Gewehr zurückkamen und sein Ruf bis heute, trotz zuverlässiger neuer Versionen, Schaden genommen hat. Das M16 wird noch weit bis in das 21. Jahrhundert eingesetzt werden, auch wenn die US Army damit begonnen hat, Ersatz zu suchen. Die Dringlichkeit danach ergab sich aus negativen Erfahrungen mit einem angeblich zu geringen Kaliber des M16 im Irak und Afghanistan.
Wegen seiner geringen Größe ist die Kurzversion des M16 auch als Exportversion sehr beliebt. Sie findet vor allem bei Truppen mit geringem Stauraum, aber auch bei Spezialeinheiten Verwendung.
Die 1925 zur A1-Version modifizierte M1911 wurde 1985 offiziell durch die Beretta ersetzt, was für großen Unmut und Widerstand in der Truppe sorgte. Tom Clancy, US Marines - Die legendäre Elitetruppe, Heyne Verlag, München 1998, S. 145 u. - 147 o. Die Beliebtheit der alten Pistole war anhand ihrer langen Betriebsdauer und zahlreichen Abarten zu erkennen. Bis heute konnte sich die Beretta nicht wirklich gegen ihre Vorgängerin durchsetzen, da auch sie einige Nachteile mit sich brachte, sodass die Debatte um die bessere Pistole eher die jeweiligen persönlichen Vorlieben umreißt anstatt der Zuverlässigkeit und Qualität. Auch der Army war die Unpopularität ihrer Entscheidung bewusst, für stand jedoch die Rationalisierung und Vereinheitlichung der vielfachen Derivate und Munitionstypen im Vordergrund.Auf dieser Website findet sich eine Abhandlung der Argumente sowie die historische Entwicklung der Debatte im Militär, tendentiell aus Sicht der M1911-Traditionalisten.
Der M203 ermöglichte, wie beabsichtigt, einen schnelleren Wechsel zwischen Granatwerfer und Gewehr (der M79 im Vietnamkrieg war noch externer Natur). Trotz Schwächen war er so wirkungsvoll, dass mittlerweile jedes fire team mit mindestens einem ausgestattet wird. In naher Zukunft wird er von einer Verbesserung durch Heckler & Koch ersetzt.
Trotz der beiden moderneren Modelle bleibt das M60 in Verwendung.
Die Army beschaffte den Maschinengranatwerfer Mark 19, der grundsätzlich ein Kleingranaten verschießendes Maschinengewehr, erst 1983 in der technisch ausgereiften Version MOD 3 und montierte ihn vor allem auf Humvees. Durch seine Verwendung im Zweiten Golfkrieg und in Somalia wurde er auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt.
Die US Army war die erste Armee der Welt, die voll durchmotorisiert war, was bedeutet, dass sie theoretisch all ihre Mitglieder gleichzeitig in ihren Fahrzeugen transportieren kann. Sie verfügt demnach auch über die größte Fahrzeug-pro-Mann-Quote der Welt, ein Wert, mit dem sich Aussagen über die Kampfkraft einer Streitkraft treffen lassen.
Der Abrams ersetzte in den achtziger Jahren den veralteten Patton-Panzer aus dem Vietnamkrieg in dessen Aufgabe als Kampfpanzer. Er gehört zu den fortschrittlichsten Panzern der Welt und erfüllte seine Aufgaben bisher so zufriedenstellend, dass alle Bestrebungen, die Aufgaben von Panzern wieder auf mehrere Typen wie leichte und mittlere Panzer (z. B. den XM8) zu verteilen, im Sande verliefen. Im Laufe der Zeit wurde der ''Abrams weiterentwickelt und den Versionen der Marines angeglichen.
Der Bradley ist mit seiner verbesserten Panzerung und Bewaffnung der Nachfolger des M113. Die M3-Version ist auf Aufklärungsmissionen ausgerichtet.
Der M113 ist mitunter der erfolgreichste Truppentransporter des 20. Jahrhunderts, auch im Export. Seine hohen Stückzahlen bedingen seinen fortlaufenden Einsatz.
Das Artilleriesystem mit der Typenbezeichnung M270 dient der punktgenauen Bekämpfung von gepanzerten Zielen, je nach Version in bis zu 70 Kilometern Entfernung.
Der Linebacker basiert auf dem Bradley-Programm und dient der Bekämpfung von Flugobjekten im Nahbereich. Panzerangriffen gegenüber ist er jedoch sehr verwundbar.
Die Paladin ist das Standardsystem der Army für Entfernungen bis zu 25 km. Mithilfe einiger Kampwertsteigerungen bis zur neuesten Version A6 konnte sie bereits seit den fünfziger Jahren im Dienst verbleiben.
Nach und nach wird die M110, die Selbstfahrvariante der der bereits im Zweiten Weltkrieg entwickelten M115, außer Dienst gestellt. Sie feuert bis zu 17 Kilometer weit und war lange Hauptwaffe der amerikanischen Artillerie.
Zusammengezählt gibt es knapp 2.000 M102, M119 und M198.
Die Einführung des Stryker war die erste Beschaffung eines neuen Radpanzers seit der des Bradley und darüber hinaus eine der kontroversesten in der Geschichte der US-Armee überhaupt. Sie entzündete die Grundsatzdebatte innerhalb des amerikanischen Offizierskorps zwischen Befürwortern von Ketten- und denen von Radfahrzeugen neu, die bereits in der Vergangenheit immer wieder in den Fokus geraten ist. Als Grund dafür erwiesen sich viele Mängel und Probleme mit dem neuen Fahrzeug, z. B. die zu schwache Panzerung. Dennoch hält die Army mangels Alternative an ihren Planungen fest, bis 2020 zwischen sechs und acht Stryker-Brigaden aufzubauen.The Army plans to field at least six Stryker brigades, possibly more. - „Die Army plant, mindestens sechs Stryker-Brigaden in Dienst zu stellen, möglicherweise noch mehr“.
Zum Zeitpunkt des Abschlusses dieser Abkommen war die militärische Nutzung von Hubschraubern noch nicht abzusehen. Im Vertragswerk ist von „Starrflügelflugzeugen“ (Zitat engl: fixed-wing aircraft) die Rede. Diese Vertragslücke nutzten sowohl die US Army als auch das US Marine Corps aus, das sonst Kampfflugzeuge nur auf den Schiffen der US Navy nutzen durfte, zur Anschaffung militärischer Hubschrauber aller Art. Im Gegensatz zum Marine Corps darf sich die Army aber z. B. aus dem gleichen Grund nicht den Osprey beschaffen, da dieser wegen seiner Kipprotoren auch als Flugzeug gilt.
Der Apache-Angriffshubschrauber ersetzte nach dem Vietnamkrieg die Angriffsversion des Huey sowie zum Großteil auch den AH-1.
Bis auf eine Brigade verwendet nur noch die Reserve die übrigen 341 Cobra-Angriffshubschrauber.
Dieser Hubschrauber versieht seit den sechziger Jahren seinen Dienst in verschiedenen Versionen und Rollen. Bisher sind alle Versuche, allmählichen Ersatz zu finden, gescheitert. Im Gegensatz dazu wird die neueste Version Ende 2006 in Produktion gehen, 253 ältere Modelle werden auf deren Stand nachgerüstet. Anvisiert ist eine Dienstzeit bis 2030.
Der Black Hawk wurde entwickelt, um die schon im Vietnamkrieg extrem gefährdete Transportversion des UH-1 Huey sowie den S-58 Choctaw zu ersetzen. Von ihm gibt es auch eine Angriffsversion, den AH-60 Direct Action Penentrator, die aber eher als Nebenprodukt der Baureihe denn als geplante Version zu sehen ist.
Es gibt neben der Aufklärungs- auch eine Angriffsversion des Kiowa, die Kiowa Warrior heißt. Im Irak-Krieg schnitt der kleine und wendige Hubschrauber im urbanen Kampf vor allem im Vergleich zum größeren Apache besser ab, je niedriger die Flughöhe war. Daher wurde über die Anschaffung eines größeren Kontingents der Angriffsversion nachgedacht. Er eignet sich für diese Aufgabe besser, da der Apache für urbanes Terrain zu große Wendekreise hat und zu empfindlich gegen nah abgeschossene Luftabwehrraketen und andere Munition ist.
Auf diese Zeit geht auch das Wort „Ranger“ zurück, denn zur Zeit der Indianerkriege (ab ca. 1622) gab es Berufssoldaten, die die Truppenbewegungen der Indianer von Beobachtungsposten und Forts aus beobachten sollten (von engl. to range, zu dt. hier etwa: sich erstrecken, aber auch vermessen).In the fledgling years of Colonial America, the colonist found themselves in a strange new land that to them seemed vast, overwhelming, uncharted and unknown. These early Americans chose the bravest of their numbers to “Range” out into the new frontier and explore, map and report what they found. These were the first Rangers. dt.: In den jungen Jahren des kolonialen Amerika fanden sich die Siedler in einem fremden neuen Land wieder, das ihnen weit, überwältigend, unerkundet und unbekannt erschien. Diese frühen Amerikaner wählten die mutigsten unter ihnen aus, um die neue Grenze zu überschreiten ("ausrangieren") und das Land zu erforschen, vermessen und von Entdeckungen zu berichten (Zweiter Abschnitt) Auch die Funktion der heutigen US Army Rangers erklärt sich durch dieses Wort, denn in offensiven Einsätzen sollten die Rangers als schnelle Aufklärer dienen und Scharmützel anzetteln, ähnlich wie die heutige Truppe vor allem schnell sein und als Vorhut dienen soll.
1747 gründete die Englische Krone die erste stehende Einheit auf US-amerikanischem Boden: díe „His Majesty’s first Independent Company of American Rangers“ bestand ausschließlich aus Männern aus den Kolonien.Quelle zu His Majesty’s first Independent Company of American Rangers Aus ihren Einsätzen lernte diese Einheit schnell von den Franzosen und von den Taktiken der Indianer, wie z. B. den Hinterhalt oder der Kampf im Wald, denn diese waren zuvor nicht gebräuchlich. Sie kämpften in ihrer Heimat auch im Krieg gegen die Franzosen.
Am 14. Juni 1775, während der Amerikanischen Revolution, wurden auf Weisung des US-Kongresses zehn Kompanien ausgehoben. Das erste Regiment entstand am 17. Juni 1784. Bis 1781 wurde die Army von einem Gremium (Board of War and Ordinance) geleitet, bevor sich die Gründung eines Ministeriums, das zunächst US Army War Department hieß, als vorteilhafter erwies. Bis zur endgültigen Abwehr der Briten starben 4.000 Heeresmitglieder.
Die bekannte US Military Academy West Point wurde 1802 gegründet und war in den USA die erste ihrer Art.
Anfang 1790 wurde General Arthur St. Clair mit der Gebietsgewinnung im Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Indiana und Ohio und damit mit der systematischen Vertreibung der dortigen Indianer beauftragt. Dies dauerte insgesamt fünf Jahre, da St. Clair zusätzlich Befestigungen und eine bleibende militärische Infrastruktur aufbaute.
Insgesamt vertrieb die Army noch bis 1891 Indianer aus ihren Siedlungsgebieten. Im Gegensatz dazu leitet die US Army ihre Tradition z. T. auch von den Indianern ab, wie z. B. die Benennung ihrer Hubschrauber.
Am 18. Juni 1812 erklärte der damalige US-Präsident James Madison Großbritannien den Krieg. Die meisten Kämpfe fanden an der Grenze zwischen den USA und dem heutigen Kanada und in der Gegend der Chesapeake Bay statt. Zum ersten Mal spielten Artillerieeinheiten der Army eine gewichtige Rolle in den Schlachten. Das Ziel, Nordamerika endgültig von den mittlerweile verhassten Briten zu befreien, wurde nicht erreicht, die geplante britische Eroberung von Baltimore und New Orleans (letztere mit Hilfe der Franzosen) hingegen abgewendet. Ein weitaus massiverer Einsatz der Briten in Nordamerika war allerdings zu befürchten, sodass der Frieden von Gent geschlossen wurde. Es hatten fast 290.000 Mann im Krieg gegen die Briten gedient, 2.000 Army-Soldaten starben.
Im Krieg gegen Mexiko (1846 - 1848) eroberte die Army die Gebiete des heutigen Texas und New Mexico. Die Entfernung vom bisherigen Staatsgebiet stellte während der Kämpfe eine gewaltige Herausforderung für die noch junge Armee dar und machte nach der Kapitulation der Mexikaner die erste jemals von den USA eingesetzte Militärverwaltung erforderlich. Die „Bekämpfung“ der Navajo ging mit dem laufenden Krieg Hand in Hand, dauerte aber wesentlich länger (bis 1853). Von 79.000 gedienten Heeressoldaten starben 1.700 im Kampf und 11.601 an anderen Ursachen.
Für den Bürgerkrieg mussten beide Seiten, aufgrund der unzureichenden Größe der Teile des gespalteten Nationalheeres, ihre Armeen von Grund auf neu aufbauen. Im ersten industriellen Krieg der Neuzeit konkurrierten die beiden Armeen nicht nur in ihrer Kampfkraft, auch außerhalb des Schlachtfeldes begann ein sozialer und propagandistischer Wettlauf z. B. um die größere Tradition oder das bessere soziale Umfeld für den Einzelnen. Die Unterschiede zwischen Konföderierten und Unionstruppen waren aber gering. Nach dem Sieg der Nordstaaten wurde die Südarmee aufgelöst, ehemalige Mitglieder wurden zum Teil in die Unionsarmee integriert.
Bei der Union hatten 2,128 Mio. Soldaten in der Army gedient, davon starben 360.000. Die Konföderierten führten weniger genau Buch über ihre Verluste, sie werden auf 260.000 geschätzt, Tod durch Krankheit u. ä. jeweils eingerechnet. Ihre Stärke soll zwischen 750.000 und 1 Mio. betragen haben.Schätzungen zu den Zahlen der Konföderierten
Als im auslaufenden 19. Jahrhundert, in dem vor allem US-amerikanische und spanische Interessen aufeinander prallten, war die Army vor allem für die Okkupation von Gebieten zuständig. Dies war z. B. auf Kuba, Puerto Rico und den Philippinen der Fall. Weniger als 400 Personen starben im Gefecht, 2.000 an anderen Ursachen. Es hatten 281.000 Mann in der Army gedient.
Bei Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg musste ein geeignetes Massenheer erst geschaffen werden. Amerika hatte ein solches zuvor nicht benötigt. Zudem war die Armee aufgrund der amerikanischen Abneigung gegen eine zu starke zentrale Staatsgewalt ganz bewußt auf einen sehr kleinen Umfang beschränkt gewesen. Die bisherige „United States Army“ wurde vom United States War Department um Wehrpflichtige und Freiwillige erweitert. Dieses Heer wurde nun offiziell National Army genannt. Der Mangel an Führungskräften bedingte den schnellen Aufstieg vieler Offiziere, darunter auch einige, die später bekannte US-amerikanische Heerführer des Zweiten Weltkriegs werden sollten.
1920 wurde die National Army aufgelöst und die militärischen Kapazitäten der USA zu Land auf den Stand der United States Army zurückgeführt. Auch wurden alle Beförderungen, die von 1917 bis 1920 erteilt wurden, rückgängig gemacht.
Seit 1917 kämpften amerikanische Soldaten in Frankreich gegen das deutsche Heer. Im Jahr 1918 wuchs die Expeditionsstreitmacht allmählich auf Millionenstärke an, jeden Monat wurden hunderttausende Soldaten über den Atlantik gebracht. Die Meuse-Argonne-Offensive im Herbst 1918 war der größte militärische Erfolg der US-Truppen unter General John J. Pershing und durchbrach die deutsche Westfront bei Verdun. Von November 1918 bis Mai 1919 besetzten US-amerikanische Soldaten eine Zone im heutigen Rheinland-Pfalz, in der Umgebung der Stadt Trier. Insgesamt 115.000 GI's starben im ersten Weltkrieg, die meisten davon aufgrund Krankheiten wie der Spanischen Grippe in den heimatlichen Ausbildungslagern und in Europa. Etwa 50.000 Mann kamen bei den Kampfhandlungen in Europa ums Leben.
Ab 1933 erfuhr die United States Army eine umfassende Modernisierung auf allen Ebenen, da sie zum Teil noch in Schemata des Bürgerkrieges operierte.
Im Zuge der steigenden Anspannung in den USA hinsichtlich des „Krieges in Europa“ erteilte der US-Kongress die Weisung, die Army of the United States auszuheben, die im Gegensatz zur National Army neben der Regular Army und Freiwilligen auch die Reserve umfasste, was den US-amerikanischen Strategen zunächst neu erschien. Juristisch betrachtet blieben die vorherigen Einzelteile bestehen.
Die militärische Eroberung der pazifischen Inseln (im Zuge des Inselspringens) gehörte in den Aufgabenbereich des US Marine Corps, während Heeressoldaten die Inseln sicherten. Die Soldaten der US Army kämpften vor allem in Europa, ab 1943 in Italien und ab 1944 in Frankreich. Der Oberkommandierende der alliierten Expeditionsstreitkräfte, Dwight D. Eisenhower, entstammte der Army. Von den ungefähr 291.000 getöteten Soldaten gehörten knapp 234.000 der Army an.
Auch diesmal setzte die Army alle Dienstgrade auf den Vorkriegszustand zurück. Sie wurde darüber hinaus von einer Explosion ihres Sozialbudgets überrascht, da Veteranen nach ehrenhafter Entlassung viele Versorgungsansprüche geltend machen konnten.
In Europa und Nordafrika verschaffte das Eingreifen des US-amerikanischen Heeres den alliierten Streitkräften endgültig das militärische Übergewicht, das zusammen mit dem Zusammenbruch der deutschen Ostfront den Sieg der Alliierten bedingte.
Die Haltung der US-amerikanischen Bevölkerung zur Größe der Armee wandelte sich vor dem Hintergrund des sich anbahnenden Kalten Krieges sowie der negativ aufgenommene Verbreitung des Kommunismus im Allgemeinen stark.
Abermals wurde im Koreakrieg mit der Army of the United States ein Massenheer aufgeboten, welches von 1950 bis 1953 in Korea zugunsten des Südens intervenierte. Trotz anfänglicher Erfolge sank der Stern der Army. Marines konnten Heereseinheiten mehrmals vor der Vernichtung retten. Insgesamt starben 30.000 Soldaten, davon 27.000 im Kampf. Etwa 90 % davon hatten der Army angehört.
Die Intervention der USA in Vietnam begann für die Army mit einem Debakel: Die überwiegend Wehrpflichtigen wurden in einem Kampfeinsatz, dessen Legitimität bald deutlich hinterfragt wurde, mit einer Situation konfrontiert, der sie oftmals nicht gewachsen waren. Der Kampf im Dschungel gegen einen gut trainierten und hoch motivierten Gegner zeigte schnell Mängel in Einsatzkonzept, Ausbildung und Ausrüstung auf.
Im Laufe des Konfliktes sammelte die US Army wertvolle Erfahrungen in der Guerillakriegsführung, die die Ausbildung der Soldaten seither beeinflusst hat. Darüber hinaus trug die Taktik des Vietcong zur Gründung diverser US-amerikanischer Spezialeinheiten bei.
Trotz der lehrreichen Erfahrungen in Vietnam entwickelte sich der 10-jährige Konflikt zu einem großen Trauma, speziell für die stark infanteristisch geprägte Army. Auf Betreiben mehrerer Organisationen und Kampagnen, zu denen sich viele Soldaten zusammengeschlossen hatten, war die Politik genötigt, die außerdienstliche Betreuung für Soldaten auszubauen, was sie zunächst nur widerwillig umsetzte. Hauptaspekt war neben der Beendigung des Krieges die psychische Betreuung der Soldaten während des Einsatzes und danach. Im Laufe der Zeit wurde mit diesen Einrichtungen im Sinne einer umfassenden Versorgung der Soldaten immer stärker geworben. Ähnlich wie bei den Marines stammt aus der Vietnam-Ära die Neigung vieler Mitglieder der Army, sich als Opfer der Politik und als von der US-amerikanischen Gesellschaft missverstanden zu sehen.
Trotz aller Entschlossenheit bemängelte sogar das Offizierkorps die Kriegführung. Es stellte fest, dass die Wehrpflicht keineswegs vonnöten, sondern im Gegenteil eher hinderlich war, was sich auch im Zahlenverhältnis von einem Offizier zu drei Mannschaftsgradssoldaten widerspiegelte.
In Zahlen schlug sich die gestiegene Aversion vor allem gegen die Infanterie auf die jährlichen Rekrutierungszahlen nieder, bis nach dem erfolgreich geführten Zweiten Golfkrieg eine gegenteilige Entwicklung einsetzte.
Von den 58.000 US-amerikanischen Toten des Vietnamkrieges waren 31.000 Soldaten des Heeres im Kampf und 7.200 an anderen Ursachen gestorben.
Der US Army oblag in einer Koalition aus 500.000 Soldaten der insgesamt 30 teilnehmenden Nationen das Zurückdrängen der irakischen Truppen ins eigene Land, während die US Marines das zuvor vom Irak überfallene Kuwait befreiten. Nach 4 Tagen wurde die Operation siegreich gestoppt, mit Desinteresse an einem im Grunde naheliegenden Sturz Saddam Husseins mischten sich sicherheitspolitische Bedenken im Falle eines weiteren Vorstoßes, wie z. B. das territoriale Auseinanderbrechen des Irak entlang der ethnischen Grenzen. 224 Armeesoldaten starben während des Krieges.
In Somalia sollten die beiden Army-Spezialeinheiten, die Rangers und die Delta Force, nach Abzug zweier Divisionen der US Marines die humanitären Aktionen der UNO überwachen.
In der Schlacht von Mogadischu erreichten die Soldaten gegen eine schlecht ausgerüstete und ausgebildete zehnfache Übermacht von Clanmilizen ein blutiges Patt, bevor sie sich zurückziehen mussten. Nach dem Kampf und mittlerweile 31 Toten wuchs der politische Druck auf US-Präsident Clinton allerdings so stark an, dass er das US-amerikanische Engagement in Somalia endgültig abbrechen musste.
Während der 1990er erfuhr die Army angesichts des Wegfalls des Hauptgegners, der ehemaligen Sowjetunion, drastische Kürzungen im Militärhaushalt. Zur Zeit des 11. September 2001 hatte sich die Strategie des Pentagon allerdings bereits von einfachen Kürzungen, Verschlankungen und Verkleinerungen hin zur sogenannten „Transformation“ gewandelt. Diese Doktrin fokussiert eine Armee auf schnellen, effizienten Kampf, der eine Verlegung massiver Heereseinheiten, wie z. B. noch im Zweiten Golfkrieg, überflüssig macht.
Die Notwendigkeit einer neuen Art der Kriegführung sah das Pentagon durch die prognostizierte sicherheitspolitische Situation des 21. Jahrhunderts gegeben. Dabei seien vier Formen der kriegerischen Herausforderung abzudecken: traditionelle, d. h. zwischenstaatliche, unbekannte bzw. unregelmäßige, post-katastrophale sowie störende. Insgesamt sei eine Beruhigung der weltweiten Sicherheitslage nicht abzusehen.
Das daraus gefolgerte strategische Ziel wurde in der bezeichnenden Doktrin Relevant and Ready...Today and Tomorrow festegehalten: jederzeit so früh wie möglich eine ausreichend große militärische Macht aufbieten und so die Mission (siehe auch den gleichnamigen Abschnitt) der Army erfüllen zu können.
Die vier Grundpfeiler der aktuellen Transformation werden in den folgenden vier Faktoren gesehen:
Als Risikofaktoren für die Transformation werden ein allzu anpassungsfähiger Gegner, Unterfinanzierung, zu hohe Operationsgeschwindigkeiten sowie andere übermäßige Belastungen der Army insgesamt gesehen.
Am Ende der Transformation, die 2007 abgeschlossen sein soll, soll sich die Planungsgrundlage von den zehn im Jahre 2006 noch existierenden Divisionen auf anvisierte 42 - 43 Brigaden verschoben haben. Faktisch sind erstere dann nicht mehr existent, ihre Wiedereinführung durch den modularen Aufbau allerdings ohne Weiteres möglich.US Army modular redesign: CRS Report for Congress ursprünglich vom 2. Februar 2006
Als Reaktion auf den „11. September“ griffen die USA in Afghanistan ein. Daran beteiligt waren vonseiten der Army zumeist Spezialeinheiten. In der darauffolgenden Friedensmission mussten US-amerikanische Einheiten allerdings immer wieder Offensiven gegen die Taliban starten.
Bis zum Sturz der Taliban-Regierung starben 6 Army-Soldaten.Todesopfer der Einsätze in Afghanistan und im Irak.
Die oben beschriebene Doktrin wurde im Irak-Krieg erfolgreich erprobt. Die Anzahl der Soldaten war im Vergleich zu „Desert Storm“ um drei Viertel geringer. Die verbliebenen Kräfte arbeiteten allerdings aufgrund der eingeführten Auftragstaktik Irak – Geschichte eines modernen Krieges Hrg. von Stefan Aust und Cordt Schnibben, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004 und erheblich verbesserter Kommunikation besser zusammen als zuvor. Dabei verlor die Anzahl der Divisionen, namentlich vier, an Aussagekraft, da den sonst im internationalen Vergleich eher kleinen US-amerikanischen Divisionen fast bis an das Zahlenmaximum Truppen beigeordnet wurden. So genügte eine einzige Brigade, um Bagdad einzunehmen, bis weitere zur Sicherung eintrafen.
Die Schaffung politischer Stabilität bereitet der US Army allerdings weit größere Probleme, was ihre mehr als 2.200 Verluste nach dem Ende der offiziellen Kampfhandlung gegenüber knapp 60 Toten währenddessen anzeigt. Bemängelt wird vor allem die mangelhafte Kenntnis der arabischen Kultur, sowie die ungenügende Ausbildung für Friedensmissionen.
Auch aus dem 2. Weltkrieg sind einige Kriegsverbrechen der Army bekannt. Angehörige der 45. Infantry Division erschossen z.B. 1943 auf Sizilien deutsche und italienische Kriegsgefangene.
| Hauptkommando | Kommandeur | Ort | Anzahl der Angehörigen (inklusive Zivilisten) |
|---|---|---|---|
| US Army Forces Command (FORSCOM) | (US Army-Komponente des US Joint Forces Command (USJFCOM))
General Dan K. McNeill | Fort McPherson , Georgia | |
| US Army Intelligence and Security Command (INSCOM) (Nachrichtendienst) | Major General John DeFreitas, III. | Fort Belvoir, Virginia | 31.000 |
| US Army Criminal Investigation Command (CID) | (Kriminaldienst ähnlich dem NCIS der US Navy)
MG Donald J. Ryder | Fort Belvoir, Virginia | ~2.900 |
| US Army Corps of Engineers (USACE) (Pionierkorps) | Lieutenant General Carl A. Strock | Washington (D.C.) | |
| US Army Medical Command (MEDCOM) (Sanitätskommando) (Kommandobehörde für das US Army Medical Corps, US Army Medical Specialist Corps, US Army Dental Corps, US Army Veterinary Corps, US Army Nurse Corps, US Army Medical Service Corps) | LTG Kevin C. Kiley | Fort Sam Houston, Texas | |
| US Army Materiel Command (AMC) (Versorgungskommando) | GEN Benjamin S. Griffin | Fort Belvoir, Virginia | |
| US Army Training and Doctrine Command (TRADOC) | (Ausbildungs- und Planungskommando)
GEN William S. Wallace | Fort Monroe, Virginia | |
| US Army Special Operations Command (USASOC) | (US Army-Komponente des US Special Operations Command (USSOCOM))
LTG Philip R. Kensinger | Fort Bragg, North Carolina | ~25.000 |
| US Army Military Surface Deployment and Distribution Command (SDDC) | MG Charles W. Fletcher, Jr. | Fort Eustis, Newport News, Virginia | |
| US Army Space and Missile Defense Command (SMDC) | (Weltraum und Raketenverteidigungskommando)
LTG Joseph M. Cosumano, Jr. | Arlington County, Virginia | |
| US Army Pacific Command (USARPAC) | (US Army-Komponente des US Pacific Command (USPACOM))
LTG John M. Brown III. | Fort Shafter, Hawaii | |
| US Army South (USARSO) | (US Army-Komponente des US Southern Command (SOUTHCOM))
Brigadier General Purl K. Keen | Fort Sam Houston, Texas | |
| 8th US Army (EUSA / Korea) | LTG Charles C. Campbell | Yongsan Army Garrison, Seoul | |
| US Army Europe (USAREUR) | (US Army-Komponente des US European Command (USEUCOM))
GEN David D. McKiernan | Campbell Barracks, Heidelberg | |
| US Army Reserve Command (ARC) | LTG James R. Helmly | Fort McPherson , Georgia | |
| US Army National Guard (ARNG) | LTG Roger G. Schultz | Washington (D.C.) |
Die US Army ist in Divisionen unterteilt. Im Jahre 2003 hatte die Army 10 aktive und 8 Reservedivisionen mit jeweils 13.000 bis 16.000 Soldaten. Diese Anzahl ist nach Bedarf erweiterbar. Eine Division in der Army enthält auch alle Einheiten, die ihre Operationsfähigkeit absichern, eine Division ist also von anderen Divisionen oder Einheiten prinzipiell unabhängig.
Ein Mitglied der US-Armee wird mit Soldier (dt. Soldat) angesprochen, wobei dieses Wort als Anrede groß geschrieben wird.
Die US Army ist auf der operativen Ebene in verschiedene Komponenten geteilt (vom größten zum kleinsten):
| Ebene | Kommandeur | besteht aus / Anzahl Soldaten |
|---|---|---|
| Armee | General | zwei bis fünf Korps |
| Korps | Lieutenant General | zwei oder mehr Divisionen / 30.000+ |
| Division | Major General | zwei bis vier Brigaden / 10.000–20.000 |
| Brigade / Gruppe | Colonel | sechs bis acht Bataillone / 2000–5000 |
| Bataillon / Staffel | Lieutenant Colonel | zwei bis sechs Kompanien / 300-1000 |
| Kompanie | Captain | zwei bis sechs Züge / 100–300 |
| Platoon | 2nd / 1st Lieutenant | zwei oder mehr Gruppen / 30–40 |
| Squad | Staff Sergeant | zwei oder mehr fire teams / 8–12 |
| Fire team | Corporal | vier bis fünf Soldaten |
Grundelement der operativen Planung ist das fire team (dt. Trupp). Es besteht aus zwei Gewehrschützen, einem Maschinengewehrschützen bzw. einem Grenadier und einem Unteroffizier, meist im Rang eines Corporal. Sie bilden die Grundlage der amerikanischen Bodenkampfdoktrin und sollen schnell, mobil einsetzbar und kurzfristige Zeit ohne jegliche Unterstützung einsatzfähig sein. Dieser Extremfall bleibt in der Planung jedoch nur den Einheiten des US Special Operations Command vorbehalten und betrifft die regulären Einheiten im Gefecht selten. Häufiger eingesetzt wird das fire team für passive Aufgaben wie beispielsweise Patrouillen und Ähnliches. Auch wenn das fire team Planungsgrundlage ist und eine Einheit der US Army auch in Unterzahl den meisten Gegnern überlegen ist, wird in der Planung meist auf Überzahl gesetzt. Dies passt in die politische Strategie der Army, da so reduzierte Verluste den politischen Druck auf die US-Regierung abschwächen sollen. Zu berücksichtigen sind hierbei aber auch die im Vergleich zu anderen Nationen sehr hohen Investitionen, die die Army in jeden einzelnen ihrer Soldaten tätigt, was zudem der Gleichsetzung von amerikanischen Infanteristen mit Kanonenfutter entgegensteht. Grundeinheit ist das squad (dt. Gruppe). Es wird meist aus zwei fire teams, einem Sergeant oder Staff Sergeant und gegebenenfalls einem Panzerabwehr-, seltener einer Luftabwehrwaffe zusammengesetzt.
Das Pentagon hat die Army gegen Ende des 20. Jahrhunderts immer stärker modular aufgebaut. Das bedeutet, dass verschiedene Einheiten anderen zugeordnet werden können, ohne eine zwingende Umstrukturierung für unterschiedliche Einheiten erforderlich zu machen. Dieses Konzept kam der neuen Doktrin der Transformation zugute und kam zum ersten Mal im Irakkrieg zum Einsatz. Es konnte sogar kurz vor dem Einmarsch eine ganze Brigade aufgeteilt werden, da ihr gemeinsames Fortkommen die Kampftruppen verlangsamte und die Versorgungseinheit gefährdete.
| Name des Korps | Hintergrund des Spitznamens | Standort |
|---|---|---|
| I. Korps (The Eye* Corps) | Im Sinne eines wachenden Auges über den Einsatzraum, namentlich dem Pazifik | Fort Lewis (Washington) |
| III. Korps (Phantom Corps, America's Hammer oder vor allem Counterattack Corps) | Hat die Rolle eines Entlastungskorps inne. | Fort Hood (Texas) |
| V. Korps (Victory Corps) | Name analog zur römischen Buchstabenzahl V. Heidelberg (Deutschland)) | Heidelberg (Deutschland) |
| XVIII. Luftlandekorps (Contingency Corps) | Übersetzung zu dt. ungefähr: „das Korps für alle Fälle“, „Notfall-Korps“ | Fort Bragg (North Carolina) |
Anordnung und römische Zahlengebung rühren direkt aus dem Zweiten Weltkrieg her, was der Traditionspflege dient. Zu jener Zeit verfügten die USA über bis zu dreißig Heereskorps.
Durch unterschiedliche Anwendung innerhalb der Army hat die Präzision des Begriffs abgenommen. So wurden im Sezessionskrieg teilweise Verbände von mehr als 20.000 Mann als Corps bezeichnet, teilweise auch Verbände von weniger als 6.000 Mann. Tendenziell waren dabei die Corps des Nordens kleiner als die des Südens, was sich aber mit zunehmender Dauer des Krieges änderte. Hinzu kommt die Verwendung des Begriffs als interne, begrenzte Berufsgruppe wie z. B. das United States Army Corps of Engineers, was wiederum dem Begriff Korpsgeist am nächsten kommt. (s. a. den folgenden Abschnitt „Waffengattungen“)
| Offizierkorps der United States Army | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| General of the Army | General GEN | Lieutenant General LTG | Major General MG | Brigadier General BG | Colonel COL | Lieutenant Colonel LTC | Major MAJ | Captain CPT | First Lieutenant 1LT | Second Lieutenant 2LT |
| OF-10/O-11 | OF-9/O-10 | OF-8/O-9 | OF-7/O-8 | OF-6/O-7 | OF-5/O-6 | OF-4/O-5 | OF-3/O-4 | OF-2/O-3 | OF-1/O-2 | OF-1/O-1 |
| Warrant Officer der United States Army | ||||
|---|---|---|---|---|
| Chief Warrant Officer 5 CW5 | Chief Warrant Officer 4 CW4 | Chief Warrant Officer 3 CW3 | Chief Warrant Officer 2 CW2 | Warrant Officer 1 WO1 |
| WO-5 | WO-4 | WO-3 | WO-2 | WO-1 |
| Stabsunteroffiziere der United States Army | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sergeant Major of the Army SMA | Command Sergeant Major CSM | Sergeant Major MSG | First Sergeant 1SG | Master Sergeant MSG | Sergeant First Class SFC | Staff Sergeant SSG |
| OR-9/E-9 | OR-9/E-9 | OR-9/E-9 | OR-8/E-8 | OR-8/E-8 | OR-7/E-7 | OR-6/E-6 |
| Unteroffiziere der United States Army | ||
|---|---|---|
| Sergeant Sgt | Corporal Cpl | Specialist SPC |
| OR-5/E-5 | OR-4/E-4 | OR-4/E-4 |
| Mannschaften der United States Army | ||
|---|---|---|
| Private First Class PFC | Private E2 PVT | Private E1 PVT |
| OR-3/E-3 | OR-2/E-2 | OR-1/E-1 |
2. Die Mannschaften und Unteroffiziere der US Army werden als enlisted bezeichnet. Ab der Soldstufe E-5 (SGT) beginnt die Dienstgradgruppe der Non-Commissioned Officer (NCO), welche ab der Soldstufe E-7 (SFC) auch Senior NCO (SNCO) genannt wird.
3. Die US Army rekrutiert ihre Offiziere über mehrere interne und externe Organisationen und Institutionen:
Offiziere erhalten ihre Einberufung ins Offizierskorps vom US-Präsidenten. Zunächst werden sie als Reserveoffiziere berufen. Bei der Beförderung zum Major können sie vom Präsidenten der regulären Armee zugeteilt werden, sofern dafür das Einverständnis und darüber hinaus eine Empfehlung des Senats vorliegt. Jedoch dürfen US Reservisten nicht mit Reservisten der Bundeswehr verwechselt werden, da ihr Dienst wesentlich umfangreicher, als beispielsweise nur der Teilnahme an Wehrübungen, ist.
Offiziere werden einer Teilstreitkraft zugewiesen, bis sie den Rang eines Brigadier General erreicht haben. Ab diesem Zeitpunkt wird von ihnen ein Mindestmaß an Kompetenz erwartet, sodass sie befähigt sind, Soldaten aus jeder beliebigen Teilstreitkraft und damit auch gemischte Verbände zu kommandieren.
Sobald Offiziere ihr Patent erhalten haben, durchlaufen sie eine intensive mehrstufige militärische Weiterbildung, die mit teilstreitkraftspezifischen Maßnahmen einhergeht und sich bis zum Command and General Staff College in Fort Leavenworth, Kansas fortsetzen kann. Ein Nachweis der spezifischen Weiterbildung ist bei der Beförderung zu bestimmten Rängen unabdingbar.
4. Der Laufbahngruppe des Warrant Officer (WO) ist eine Besonderheit. Nach Ernennung auf Befehl des Secretary of the Army wird er nach der Beförderung zum Chief Warrant Officer Two (CW2) durch den Präsidenten vereidigt und erhält eine comission (dt. Bevollmächtigung) ähnlich dem Offizierspatent. Der WO entspricht ungefähr einem Offizier, ihm werden nach der Beförderung zum Chief Warrant Officer Four (CW4) geringfügige Privilegien zugestanden. Jedoch ist er nur Spezialist auf seinem Fachgebiet und kann keine Kommandogewalt über Truppen ausüben. Aus den Reihen der WO rekrutieren sich in der US Army sehr viele Hubschrauberpiloten. Am ehesten ist ein WO mit einem Offizier des militärfachlichen Dienstes der Bundeswehr zu vergleichen.
Warrant Officer werden hauptsächlich an der US Army Warrant Officer Candidate School in Fort Rucker, Alabama rekrutiert.
5. Der Posten/Rang Sergeant Major of the Army ist einzigartig. Er ist in beratender Funktion für den Generalstabschef der Army tätig und unterrichtet ihn in Angelegenheiten, die die Mannschaftsgrade in besonderem Maße betreffen. Der Posten wurde auch eingeführt, um Mehrheitsverhältnisse im Generalstab der US Army mit einer Person, die der Truppe recht nahe steht und somit am wahrscheinlichsten in ihrem Sinne bezüglich Einsatzbereitschaft entscheidet, zu erzwingen.
6.Der Specialist (SPC; Soldstufe E-4) entspricht dem Rang des Corporal. Er hat aber technische Fähigkeiten, die außerhalb des Verantwortungsbereichs des Corporal liegen. Im Gegenzug wird bei einem Corporal mehr Wert auf seine Führungsqualität im Gefecht gelegt, was erklärt, warum ein Specialist in der Befehlskette unter dem Corporal steht.
7. Die Tätigkeiten der Soldaten der US Army werden mit der Military Occupational Specialty (MOS) festgelegt. Dies sind Tätigkeitsbeschreibungen bestehend aus vier Ziffern, wie beispielsweise Panzerfahrer, Infanterist oder Hubschrauberpilot.
Im Gegensatz zur Bundeswehr, die zwar über einen ähnlichen Führungsstab verfügt, wird die US Army jedoch von einem Generalstab befehligt. Ihm ist der Vereinigte Generalstab der USA (Joint Chiefs of Staff) übergeordnet.
Gegenwärtig sind im Generalstab der US Army vertreten:
| Posten | Inhaber |
|---|---|
| Secretary of the US Army (dt. in etwa Staatsminister) | Francis J. Harvey |
| Special Assistant to the Secretary of the US Army | Raymond F. DuBois |
| Generalstabsvorsitzender | Gen Peter J. Schoomaker |
| Stellvertretender Generalstabsvorsitzender | Gen Richard M. Cody |
| Sergeant Major of the Army | SMA Kenneth O. Preston |
In Europa gibt es die Truppenübungsplätze Grafenwöhr zum Training mit scharfer Munition im Joint Multinational Training Center (JMTC) und in Hohenfels zum Feindmanövertraining im Combat Maneuver Training Center (CMTC).
Daneben werden jährliche regionale Manöver durchgeführt, bei der vornehmlich die einzelnen Divisionen, die in Deutschland stationiert sind, gegeneinander antreten. Diese wurden bis 1989 im sehr großem Rahmen abgehalten und nannten sich bis dahin Return of Forces to Germany (REFORGER). Damals wurden ganze Divisionen aus den USA zur fiktiven Unterstützung gegen den Feind eingeflogen.
So wurde zur Verstärkung des damaligen V. Korps der US Army (stationiert in Frankfurt am Main) mit der 3. US-Panzer- und der 8. US-Infanteriedivision die 2. US-Panzerdivision eingeflogen, wobei das VII. Korps (stationiert in Stuttgart) mit der 1. US-Panzer- und der 3. US-Infanteriedivision, das von der 1. US-Infanteriedivision unterstützt wurde, die Truppen des Warschauer Paktes simulierte. Mit diesen gigantischen Manövern wollte die US-Regierung ihre Entschlossenheit zur Unterstützung des NATO-Partners Deutschland im Falle eines sowjetischen Angriffs zeigen.
Csa8x10.jpg in der Service Uniform]]
Wie alle anderen Teilstreitkräfte des US-Militärs legt die US Army großen Wert auf Geschichte und pflegt ihre Traditionen weitläufig. Ein nicht geringer Teil ihres Budgets fließt an ihre eigenen historischen und sozialen Institutionen. Mit hohem Aufwand werden beispielsweise die Soldatenfriedhöfe gepflegt, die in der Regel ein Monument in Form eines Säulengangs mit Namen von Vermissten und oft auch ein Museum oder zumindest eine Ausstellung über die Kampfhandlungen umfassen. Betreut und gepflegt werden die Anlagen von Pensionären des US-Militärs. Auf deutschem Boden liegt kein US-Soldatenfriedhof. Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg in Deutschland ihr Leben verloren, sind in den Niederlanden (Margraten), Belgien (Henri-Chapelle und Neuville) oder Frankreich (Lorraine) beigesetzt worden. In der heutigen Zeit werden alle Soldaten in die USA rückgeführt, wenn sie im Ausland sterben.
Viele Einheiten haben ein eigenes Museum, für das oft sogar fest angestelltes Personal von der Einheit bezahlt wird. Ein solches Museum eines MP-Batallions gab es bis zum Truppenabzug 1995 in Frankfurt am Main in der Drake-Kaserne im heutigen Stadtteil Frankfurter Berg.
In Gebäuden und vor allem im Gefecht wird grundsätzlich nicht gegrüßt, um militärisches Führungspersonal nicht lauernden Scharfschützen zu offenbaren. Dennoch bestehen manche Offiziere in allen Übungen darauf.
New_Army_Uniform_400x.jpg der 2005 eingeführten Army Combat Uniform]]
Der Kampfanzug wird in Krisengebieten auch für Basis- und Wachdienste verwendet, mit einer Schirmmütze für Wachdienste und Kevlar-Westen und Körperpanzerung für den Kampfeinsatz.
siehe auch: Orden und Ehrenzeichen der US-Streitkräfte
Bis zum Jahr 2001 trugen nur die Special Forces Barette, für die daher auch die informelle Bezeichnung Green Berets verbreitet war und geblieben ist. Die Einführung von Baretten für alle Soldaten war ab Ende der 1990er Jahre in der Diskussion und wurde am 6. November 2000 beschlossen.Die Entwicklung der Barette Im Verlaufe erwähnten Jahres erhielten auch die regulären Einheiten Barette. Deren Farbe war schwarz, welches zuvor den Rangers vorbehalten gewesen war. Seitdem tragen diese ein sonnenbraunes Barett. Den Spezialeinheiten der Army bleibt weiterhin das Recht vorbehalten, die Abzeichen ihrer Einheit auf dem Barett zu präsentieren, während alle regulären Soldaten dasselbe Abzeichen tragen.
"I swear to protect the Constitution of the United States from all enemies, both foreign and domestic, (so help me God)."
(dt. "Ich schwöre, dass ich die Verfassung der Vereinigten Staaten sowohl vor ihren inneren als auch auswärtigen Feinden beschützen werde, (so wahr mir Gott helfe).")
Dieser Eid bekräftigt weniger die Verteidigung des unmittelbaren Nationalstaats USA als der Verfassung der USA und ist eine Manifestierung der Bedenken ihrer Begründer.
Die religiöse Beteuerung ist zwar freiwillig, wird aber von offizieller Seite unterstützt. So wird sie in keiner Werbung für die Streitkräfte ausgelassen.
| Englischer Text | Sinngemäße Übersetzung |
|---|---|
| March along, sing our song | Marschiere mit, sing' unser Lied |
| with the Army of the free | Mit der Armee der Freien |
| Count the brave, | Zähl' die Mutigen |
| count the true, | Zähl' die Wahrhaftigen |
| who have fought to victory. | Die bis zum Sieg kämpften |
| We're the Army and proud of our name; | Wir sind die Army und unseres Namens stolz |
| We're the Army and proudly proclaim: | Wir sind die Army und verkünden stolz: |
| First to fight for the right, and to build the Nation's might, | Die ersten im Kampf für das Recht, und um die Macht unserer Nation zu bauen, |
| And the Army Goes Rolling Along | Da rollt die Army voran |
| Proud of all we have done, | Stolz auf all das, was wir verrichteten, |
| Fighting till the battle's won, | Kämpften wir bis die die Schlacht gewonnen war |
| And the Army Goes Rolling Along | Und die Army marschiert voran |
| Refrain: | |
| Then it's hi, hi, hey! The Army's on its way | Dann heißt es Hi, hi, hey, die Army ist auf dem Weg, |
| Count off the cadence loud and strong (two, three) | Schreit die cadence laut heraus (zwei, drei) |
| For wher-e'er we go, You will always know | Denn wo auch immer wir hingehen, solltest Du wissen |
| that the Army Goes Rolling Along | Dass die Army stets marschiert |
| Valley Forge, Custer's ranks, San Juan hill and Patton's tanks, | Forge-Tal, Custers Rang, der Hügel von San Juan und Pattons Panzer |
| And the Army went rolling along. | Auch da rollte die Army voran. |
| Minute men from the start, | Minute men von Anbeginn, |
| Always fighting from the heart, | Immer von Herzen kämpfend, |
| And the Army keeps rolling along. | Da rollte die Army voran. |
| Refrain: | |
| Men in rags, men who froze, still that Army met its foes, | Männer in Lumpen, Männer, die (er)froren, sodass die Army immer noch kämpfen konnte |
| And the Army went rolling along. | Auch da rollte die Army voran |
| Faith in God, then we're right, | Glaube an Gott, dann sind wir auf dem rechten Weg |
| And we'll fight with all our might, | Dann können wir mit all unserer Macht kämpfen |
| As the Army keeps rolling along. | Sodass die Army voranrollen kann |
Unter dem umgangssprachlichen Namen (US) Army Hymn ist dieser Marsch bekannt. Tatsächlich heißt das Lied Mighty is Our Army und wurde von Ralph Lee Bowerman komponiert.
Ende der 1990er brachte das Pentagon einen inoffiziellen Soldatenschwur in Umlauf, der keinesfalls mit der tatsächlichen Vereidigung zu verwechseln ist. Sein Wortlaut ist absichtlich pathetisch gewählt.
| Englischer Text | Sinngemäße Übersetzung |
|---|---|
| I am an American Soldier. | Ich bin ein amerikanischer Soldat. |
| I am a Warrior and a member of a team. | Ich bin ein Krieger und Mitglied einer Einheit. |
| I serve the people of the United States | Ich diene dem Volk der Vereinigten Staaten |
| and live the Army Values. | und lebe die Werte der Armee. |
| I will always place the mission first. | Ich werde einer Mission immer oberste Priorität einräumen. |
| I will never accept defeat. | Ich werde niemals eine Niederlage akzeptieren |
| I will never quit. | Ich werde niemals aufgeben. |
| I will never leave a fallen comrade. | Ich werde nie einen gefallenen Kameraden zurücklassen. |
| ''I am disciplined, physically and mentally tough, | Ich bin diszipliniert, körperlich und seelisch abgehärtet, |
| trained and proficient in my warrior tasks and drills. | geübt und fähig in meinen soldatischen Fähigkeiten. |
| I always maintain my arms, my equipment and myself. | Ich werde meine Waffen, meine Ausrüstung und auch mich selbst immer pflegen |
| I am an expert and I am a professional. | Ich bin ein Experte und professionell in meinem Handwerk |
| I stand ready to deploy, engage and destroy | Ich stehe jederzeit bereit, verschickt zu werden, und die Feinde der Vereinigten Staaten von Amerika anzugreifen und sie Auge in Auge zu vernichten. |
| the enemies of the United States of America | |
| in close combat. | |
| I am a guardian of freedom | Ich bin ein Wächter der Freiheit. |
| and the American way of life. | und des American Way of Life. |
| I am an American Soldier. | Ich bin ein amerikanischer Soldat. |
Generell werden nur die vier mittleren Zeilen zitiert.
So erfuhren Soldaten auf Basen nach den Terroranschlägen des 11. September weltweit Sympathie. In der dem Irak-Krieg vorhergehenden politischen Krise hingegen mussten amerikanische Basen weltweit oft zusätzlich von den nationalen Streitkräften geschützt werden. Kritische Haltungen betreffen dabei selten einzelne Soldaten, sondern eher die Army als Institution und Instrument der US-Außenpolitik.
Außerhalb der USA überwiegt die Kritik an der Army. Dauerbrenner der Kritik sind die Verabreichung von Amphetaminen an diverse Einheiten 3sat-Bericht, Kriegsverbrechen sowie Ausbildungs- und Rekrutierungsmethoden. Nachdem lange Zeit die Army Kriegsverbrechen als historisch sah, bekam das Thema nach Berichten und angeblichen Vorfällen in Afghanistan TAZ-Bericht und dem Irak neuen Auftrieb.
Hinzu kommt in einigen Ländern mit starker US-amerikanischer Präsenz ein chronisch belastetes Verhältnis zur ansässigen Zivilbevölkerung, wie z. B. in Japan, wo einzelne Vergehen von Soldaten immer wieder für Aufruhr sorgen. Zu berücksichtigen ist hierbei aber die Serie der Vorfälle als auch die japanische Geschichte.
Die Army selbst versucht, sich in der Öffentlichkeit von den anderen amerikanischen Teilstreitkräften abzuheben. Auch wenn sie einen guten Ruf genießt, muss sie sich gegen den herausragenden Ruf der Marines, die eine Sonderstellung genießen, und gegen weitverbreitete Missverständnisse und Vorurteile, wie z. B. sie sei ein Sammelbecken der Unterschicht und gebe amerikanisches Kanonenfutter her, behaupten. Allerdings bedient sie sich auch der Manipulation, um Skandale und berechtigte Kritik zu reduzieren und abzulenken.
Mittlerweile unterhält die US Army eine Abteilung, die Entwicklerstudios nicht nur auf Anfrage berät, sondern sich auch selbst bei vielversprechenden Neuentwicklungen einbringt. Sie bezahlt sowohl aktive Soldaten als auch Veteranen, die die Entwicklung des Spiels begleiten. Bei aufwendigen Produktionen, die bereits im Vorfeld eine besonders große Aufmerksamkeit genießen, stellt sie, ähnlich den Filmproduktionen, auch weiteres Material zur Verfügung.
Die Einflussmöglichkeiten der US Army auf Spielinhalte sind aufgrund des weitaus größeren Wettbewerbs bei den Medien Computer- und Videospiele wesentlich geringer als beim Film.
Computerspiele, an denen die US Army zu einem nicht unerheblichen Teil beratend mitgewirkt hat, sind z. B.:
Mittlerweile profitiert die US Army aber auch direkt von Computerspielen und deren technischem Fortschritt. So schloss sie im Jahr 2002, nach dem Erscheinen des Spiels Operation Flashpoint, mit dessen Entwickler Bohemia Interactive Studios einen Vertrag ab, der seine Beschaffung vorsah, sofern eine spezielle militärische Version entwickelt würde. Das Ergebnis war das Virtual Battlefield System, welches so erfolgreich wurde, dass sogar Reserveeinheiten es beschafften, und das mittlerweile frei erhältlich ist.
Gelegentlich beklagen Konsumenten von Computerspielen die überproportionale Unterstützung von Ego-Shootern durch die US Army.
Viele andere Netzbetreibern, die auf ihren Netzseiten einen überwiegend militärischen Inhalt vorweisen, unterstützt die US Army mit Meldungen, Experten sowie geschultem Werbepersonal aus den eigenen Reihen. Hierüber geraten Jugendliche oft an die Army.Als Beispiel können Military.com, Army.com sowie die Militärsektion von About.com dienen
Auch die ausgeprägte amerikanische Zeitungskultur bedient die US Army: Fast jede Basis weist eine Zeitung sowohl online als auch offline auf. Regionale und kommunale Zeitungen werden ebenfalls unterstützt, in der Hoffnung auf den werbenden Effekt.
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