UPX steht für the Ultimate Packer for eXecutables (engl. für Ultimativer Packer für ausführbare Dateien). UPX ist ein freier (GNU General Public License) Packer für ausführbare Dateien, der eine Reihe von Formaten unterstützt.
UPX eignet sich besonders zur Komprimierung von ELF-, EXE- oder auch TOS-Dateien. Im Unterschied zu den mittels weitverbreiteter Komprimierungsverfahren (wie ZIP und RAR) komprimierten Dateien lassen sich mit UPX komprimierte Dateien normal (also ohne vorige Entpackung) ausführen.
Zweck der Komprimierung von ausführbaren Dateien ist die meist kürzere Startzeit im Vergleich zu der nicht komprimierten Datei. Dies liegt daran, dass die Dekomprimierung im Arbeitsspeicher schneller ist als das Laden der größeren Datei von der Festplatte in den Arbeitsspeicher oder gar über das Netzwerk.
Vorteile dieses Programmes gegenüber anderen seiner Art sind vor allem seine Quelloffenheit (Open Source), seine plattformübergreifende Eigenschaft und seine gute Packrate.
Softwareproduzenten benutzen die Technik aus einer vielzahl von Gründen; hauptsächlich um den sekundären Speicherbedarf ihrer Anwendungen zu senken zumal UPX, da es speziell auf Programmdateien ausgelegt ist, oft bessere Packraten erzielt als herkömmliche Datenkompressionslösungen wie ZIP, gzip oder bzip2. Das erlaubt es dem Hersteller mit dem Speicherplatzbedarf ihrer Programme besser im Rahmen des Verbreitungsmediums zu bleiben oder den Zeit- oder Bandbreitenaufwand bei dem Zugriff über das Internet zu minimieren.
UCL wurde entworfen einfach genug zu sein, dass ein Dekompressor in nur wenigen hundert Bytes Code Platz findet. Bei UCL muss zum Entpacken kein zusätzlicher Speicher zugewiesen werden, was einen erheblichen Vorteil darstellt, da dadurch ein mit UPX gepacktes Programm keinen zusätzlichen Speicher benötigt.
Im ersteren Fall wird das Programm direkt in den Arbeitsspeicher entpackt, was die überlegene Technik darstellt jedoch nicht auf allen unterstützten Plattformen möglich ist. Die verbleibenden machen Gebrauch von Temporärdateien, was zusätzlichen Overhead und andere Nachteile mit sich bringt jedoch das Packen von Programmdateien jeglichen Formates erlaubt. Die Programmdaten werden in eine Temporärdatei entpackt, dann wird open() benutzt um einen file descriptor zu erhalten.
Sobald ein file descriptor da ist kann die temporäre Datei unlink()ed werden und der Entpack-Schnipsel nutzt execve() am file handle (via /proc) um den Schnipsel mit dem ausführbaren Abbild der Temporärdatei zu überschreiben.
argv* verliert seine Bedeutung,
Unveränderte UPX-gepackte Programme werden häufig von Antivirenprogrammen als solche erkannt und entpackt.